Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Lesereihe “Literarische Zukunft”

Lesereihe "Literarische Zukunft"

AUSSCHREIBUNG: Lesereihe „Literarische Zukunft“

Die Zukunft und das Medium Buch, die Zukunft im Buch – und Zukunft als literarisches Thema. Themen, die im Mittelpunkt der neuen geplanten Lesereihe „Literarische Zukunft“stehen, die im Frühjahr 2015 in Berlin starten soll.

Die Lesereihe wird an besonderen Orten und auf besonderen Lesebühnen in Pankow, Prenzlauer Berg und in anderen Berliner Bezirken stattfinden.

Das Thema literarische Zukunft ist bewußt weit gefasst. Es soll nicht einschränken – sondern aufmuntern, eine aktive Stellung zur Zukunft des Buches, zur Zukunft literarischer Medien und zur Zukunft des Autors zu beziehen.

Ein Bekenntnis zur Freiheit des Autors ist gefordert – das aber auch eine grundlegende ökonomische Entfaltungsfreiheit zur Voraussetzung hat.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden Buchankündigungen, Leseempfehlungen und unabhängige Buchkritiken veröffentlicht. Für die Honorierung von Literaturkritik werden auch Honorarmittel und Fördermittel eingeworben.

Auch journalistische Arbeit und die wertvolle Arbeit der Kulturjournalisten muß finanziert werden.

Lesereihe "Literarische Zukunft"

Öffentliche Ausschreibung: Lesezukunft braucht Synergien

Die Lesezukunft und die Zukunft der Literatur brauchen Synergien!

Autoren, Fotografen, Verlage, Journalisten, Zeitungen und Medien sowie Kulturvermittler und Kulturkritiker arbeiten scheinbar unabhängig zusammen. Doch zusammen bilden sie eine „Verantwortungskette“ und ein „mediales Ökosystem“ – und sorgen so gemeinsam für die öffentliche Bekanntmachung, Vermittlung und Wahrnehmung eines Buches, eines Autors – und eines Verlages.

Lesungen als Schlüssel für die Kulturvermittlung

Die Lesereihe schafft Kontakt zwischen Autor und Publikum, sorgt für das Gespräch, das heute medial weiter getragen wird, in den sozialen Medien eine vielfältige Resonanz erfährt.

Doch Lesekultur, Buchkultur und Literaturwelt sind heute in Gefahr. Es droht die Industriealisierung und Ökonomisierung der Literaturwelt – und eine geistige Kolonisierung von Kultur, Bildung und Denken.

Jeff Bezos hat mit Amazon die „Verantwortungskette“ rund um das Medium Buch, rund um Autor und Literatur schon lange erkannt – und bis auf das Äußerste ökonomisiert. Die Literaturwelt wird zur reinen Wertschöpfungs- und Lieferkette degradiert.

Verlage werden mit unfairen Verhandlungstsrategie unter Druck gesetzt. Urheberrechte werden bedroht – und die Literaturfreiheit und geistige Freiheit der Literaturschaffenden ist heute von einem Monopolisten bedroht.

Die literarische Welt und die Kulturökonomie der literarischen Welt sind das Spielfeld, auf dem der Kampf um die Zukunft der Literatur tobt! Es ist ein Kampf, zwischen intelligenten, steuerfreien Risikokapital und dem Individuum und seiner persönlichen Freiheit – ob als Autorin oder Autor, ob als Leserin oder Leser. Es ist auch ein Kampf um unternehmerische Selbstbestimmung intelligenter Verleger und Kulturvermittler – die die Literaturfreiheit auf eigene Weise verteidigen.

Gegenwehr der Autorinnen und Autoren in USA und Deutschland

Über 900 Autoren in USA und über 950 Autoren in Deutschland wehren sich gegen die durch Risikokapital aus Steueroasen angetriebene Übernahme der Literaturwelt durch Amazon. Der WELT-Autor Hans Zippert hat die Praxis von AMAZON sogar als „geistiges Waterboarding“ in einem eigenen offenen Brief gegeißelt.

Alle Autorinnen und Autoren sind sich im Grundsatz einig: „Die Literaturwelt muß heute als geistige Sphäre gegen den großen ökonomischen Angriff eines einzigen Konzerns verteidigt werden.“

Die geplante Lesereihe „Literarische Zukunft“ wird die große Auseinandersetzung aufgreifen, und ausgewählte und empfohlene Bücher und Autoren präsentieren.
Nicht nur Kritik sondern auch Ideen, Visionen, Entwürfe, Bilder, Persönliches, Bedenkliches und sogar Wimmelbilder sind gefragt, um unsere Literaturwelt verstehen und besser schätzen zu lernen!

Die Themenwahl ist nicht eingeschränkt – die Zukunft und die Freiheit der Literatur setzen keine Grenzen.

Es geht auch um Grundfragen menschlicher Freiheit und individueller Autonomie in der Wissensgesellschaft. Es geht um Kultur, und um die Zukunft kultureller Bildung, um die Zukunft literarischen Schaffens, und das ökonomische Überleben des Autors.

Es geht auch um die Frage, ob die Kultur des Buches und die Literatur selbst durch „kulturelle Synergien“ und solidarisches Handeln in der Literaturwelt gesichert werden kann!

Öffentliche Ausschreibung

Alan Kay formulierte einmal den Spruch: „The best way to predict the future, is to invent it!“ – Der beste Weg die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu erfinden!“.

Dieses Zitat wird aufgegriffen und ergänzt: „The second best way to predict the future, is the bid offer!“. Der zweitbeste Weg die Zukunft vorherzusagen, ist die öffentliche Ausschreibung!

Ungewöhnlich: Die Lesereihe wird öffentlich ausgeschrieben!

AutorInnen, Verlage und Buchhandlungen sowie Literaturveranstalter können sich als Kulturpartner der Lesereihe „Literarische Zukunft“ bewerben.

Dahinter steht eine Grundidee aus dem Innovationsmanagement: „Wenn wir noch nicht genau wissen, wie die Zukunft sich entwickeln wird, so haben wir dennoch die Macht, sie zu erkennen und zu gestalten!“

Der Weg: Wir beschreiben die Anforderungen an eine neue Entwicklung, denken voraus – und erdenken zusammen mit den allen Anforderungen ein neues Konzept.

Jede Autorin und jeder Autor ist aufgerufen, die ganz persönliche Anforderung an die Zukunft der Literatur und die Lesekultur zu erdenken und zu beschreiben .

Aufmerksamkeits-Ökonomie und kulturelle Blindleistung

Für Autorenhonorar, Fotohonorar, Veranstaltungsankündigung, PR und Öffentlichkeitsarbeit, sowie für Raum-Miete werden finanzielle Aufwendungen zwischen 350 – 1.800 € pro Lesung erforderlich. Das entspricht dem Verkaufswert von 17-90 Büchern in mittlerer Preiskategorie.

Doch wie macht man eine Lesung, eine Buchankündigung oder eine Lesereihe bekannt?

Für Pressearbeit, Mail-Verteiler und soziale Medien sowie Buchwerbung wenden Verlage, Buchhandlungen und Autoren Beträge in unbekannter Höhe auf. Vieles davon „verpufft“ ungelesen und unwirksam.

Über 98% aller Pressenachrichten landen dabei in elektronischen Papierkörben. Über 96% aller Flyer enden unwirksam und ungesehen im Altpapier. Beachtliche Kreise der Kreativ- und Kulturwirtschaft „rund um das Buch“ produzieren „virtuelle Blindleistung“, die keinen Adressaten erreicht.

Auch diese Vergeblichkeit und Verschwendung behindert die Zukunft des Buches und der Literatur. Im Rahmen der Lesereihe „Literarische Zukunft“ wird eine Begleitstudie erarbeitet, die sich mit der Ökonomie der Buchankündigung befasst – und Konzepte für eine Kultur der Aufmerksamkeitsökonomie liefert.

Die „Ökonomie der Buchankündigung“ und die „Kosten einer Lesung“ sollen im Rahmen der Lesereihe transparent gemacht werden.

Ökonomische Vorteile kultureller Synergien sollen dabei im Rahmen der begleitenden Studie aufgezeigt werden.

Beteiligung als Förderer, Sponsor, Kulturpartner?

Für Buchhandlungen, Verlage und Kulturförderer gibt es Möglichkeiten zur Unterstützung und Beteiligung.

Buchhandlungen mit Sitz in Berlin erhalten besondere Konditionen: ein Profil in den Kulturportalen KULTUREINS, KULTUR IN PANKOW – und exklusive Pressevorberichte mit Reichweite Berlin und insbesondere Pankow.

Für alle Verlage gibt es die Möglichkeit des Sponsoring und der Unterstützung mit Werbemitteln. Literaturförderer und Kulturpartner werden als Unterstützer benannt und mit Logo, Links und Credits bekannt gemacht.

Kulturämter und Institutionen der Literaturförderung und Autorenverbände können sich ebenfalls an der Unterstützung der Lesereihe beteiligen und auch besondere Leseorte vorschlagen und ihr kulturelles Profil bekannt machen.

Medien- und Contentpartner: die Lesereihe ist auch für Medienkooperationen geöffnet. Für Kulturjournalisten und Buchkritiker stehen erste Fördermittel zur Verfügung.

Nähere Einzelheiten sind im Ausschreibungstext zu finden.

Interessenanmeldung und Bewerbung

Der vollständige Ausschreibungstext und die Ausschreibungsbedingungen können direkt per Mail angefordert werden:

redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de

KULTUR IN PANKOW – www.kultur-in-pankow.de | KULTUREINS – www.kultureins.de

PANKOWER ALLGEMEINE ZEITUNG – www.pankower-allgemeine-zeitung.de

PANKOWER ALLGEMEINE ZEITUNG | Redaktion | Hrsg: Michael Springer | Alt-Lankwitz 42 | 12247 Berlin

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m/s