Mittwoch, 22. November 2017
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M1 und M50 vom 25.10.-28.10.2917 unterbrochen

Tram M1 in Pankow

Die BVG kündigt gestern Mittag kurzfristig vor Beginn Bauarbeiten auf dem Tramlinien M1 und M50 an. Im Betreff der Meldung war „Social-Media-Style“ angesagt – man könnte auch sagen: „FakeNews“. Die Form der Meldung signalisierte in keiner Form Dringlichkeit – und wird daher erst jetzt aufgegriffen, wo schon hunderte überraschte Fahrgäste in Pankow in Ersatzbusse umsteigen.

Die Pressemeldung wird hier ungekürzt wiedergeben: die gute Nachricht zuerst – dann das eigentliche dringliche Thema:

Fertigmachen fürs Happy End

„Fahrgäste der Straßenbahnlinie M1 können sich freuen. Ab Mitte Dezember stockt die BVG das Angebot auf der viel genutzten Strecke von Mitte in den Norden Pankows deutlich auf. Es kommen dann größere Züge zum Einsatz, die in den Hauptverkehrszeiten außerdem häufiger fahren. Damit auch alles wie geplant rollen kann, müssen auf einigen Streckenabschnitten aber vorher noch einmal die Bauarbeiter ran.

Bereits seit Anfang September wird deshalb in der Dietzgenstraße und Schillerstraße gebaut. Jetzt wird für jeweils wenige Tage auch an den Gleisanlagen an der Berliner Straße und der Breiten Straße gearbeitet. Vom morgigen Mittwoch, 25. Oktober, bis zum Betriebsbeginn am kommenden Freitag, 28. Oktober, sind die Linien M1 und 50 im Bereich der Berliner Straße unterbrochen. Als Ersatz fahren Busse, für die M1 zwischen U-Bahnhof Eberswalder Straße und Pankow Kirche (nachts bis Schillerstraße), für die Linie 50 zwischen den Haltestellen Björnsonstraße und Pankow Kirche.

Die Breite Straße kommt im Anschluss, vom 1. bis 4. November, an die Reihe. Auch dort wird an den Gleisen der M1 gearbeitet. Die Linie fährt in dieser Zeit von Mitte, Am Kupfergraben nach Pankow Kirche und weiter bis Französisch Buchholz, Guyotstraße. Als Ersatz sind auf dem Abschnitt zwischen Pankow Kirche und Rosenthal Nord bzw. Nordend ebenfalls barrierefreie Busse unterwegs.

Alle Details zum veränderten Verlauf der betroffenen Linien und zum Ersatzverkehr mit Bussen finden die Fahrgäste wie immer auf den Aushängen an den Haltestellen, auf BVG.de, im BVG-Navi sowie in der kostenlosen App BVG FahrInfo Plus.“

Kommentar: Das ist nicht die Smart-City, die Fahrgäste brauchen

Die BVG hat eine App, die von rund 2,3 Mio. Usern heruntergeladen wurde – das ist eine sehr große Reichweite. Die Nutzer werden über Störungen gut informiert. Doch viele ältere Menschen nutzen werden von diesem Nachrichten nicht erreicht. Zeitungen können Vorankündigungen gut verbreiten, aber Print benötigt 2-3 Tage Vorlaufzeiten, eine Zeitung wie die Pankower Allgemeine Zeitung kannn genau wie eine App Störungen „automatisch in Echtzeit“ anzeigen, vorausgesetz, man nutzt die entsprechenden Rubriken und Touchpoints.
Alltagsabläufe benötigen aber Vorplanung und auch Absprachen, etwa wenn Helfer für Rollstuhlfahrer oder Arzttermine nötig sind.
Deshalb liebe BVG-Pressestelle: etwas mehr vorausschauende Pressearbeit wäre hilfreich! Es gibt in Berlin nicht nur Social-Media und App-Nutzer.

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m/s