Sonntag, 17. Dezember 2017
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Mauerparkblick im August

Blick aus dem DEGEWO-Wohnhaus auf den Mauerpark

Eine Anwohnerin aus der Gleimstrasse ist wegen der Baupläne der Groth-Gruppe besorgt. Sie wohnt in einem der oberen Stockwerke der DEGEWO-Häuser, und bat darum, ihr Sommerbild vom Mauerpark zu veröffentlichen. Das Bild wurde von ihrem Balkon fotografiert – und zeigt die geplante nördliche Baufläche mit einem dichten Baumbestand.

Blick aus dem DEGEWO-Wohnhaus auf den Mauerpark
Blick aus dem DEGEWO-Wohnhaus auf den Mauerpark

Nachdem sie den letzten Artikel „Betonpfropf auf der Klimaachse“ gelesen hatte, griff sie zur Kamera und nahm das Foto auf. Der Blick reicht über die Bahnanlagen des Nordkreuzes. Rechts ist die Stadtkante mit der Wohnbebauung an der Norwegerstrasse zu sehen. Davor quert die Behmstrassenbrücke das Bahngelände.

Gemeinsam mit ihrer Freundin ist die Mieterin besorgt, künftig bis zu siebengeschossige Bauten vor ihrem Balkon hingebaut zu bekommen. Künftig würde sie auf gleicher Höhe wie ihre heutige Kameraperspektive dicht geschlossene Gebäudefassaden der Baufelder C, D und E sehen, wie sie im Lageplan-Entwurf der Grothgruppe geplant sind.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung möchte die Mieterin nun aktiv werden. Auch über einen ganz persönlichen Wahlkampfbeitrag denkt sie nach, weil sie über alle Maßen von SPD und CDU in Berlin-Mitte enttäuscht ist, die den Anwohnern ihr Grün wegnehmen wollen – und das Blickfeld einengen wollen.

Aus Sorge vor einem Presserummel, möchte sie aktuell noch nicht namentlich in Erscheinung treten, und hofft ein bischen auf die Wirkung ihres Fotos.

Mauerparkblick im August aus dem Wohnhaus der DEGEWO an der Gleimstrasse
Mauerparkblick im August aus dem Wohnhaus der DEGEWO an der Gleimstrasse

Sie äußerte gegenüber der Redaktion auch ihre ganz persönliche Hoffnung: „der Widerstand gegen die „Spekulanten-Burg“ möge erfolgreich sein. – „Wenn hier wider Erwarten doch gebaut werden sollte, würde die Wohnlage unzumutbar verschlechtert.“ –

Sie kündigte an, sich dagegen mit allen Mitteln juristisch zu wehren!

Im Vertrauen auf den Flächennutzungsplan und die geplanten Grünentwicklung hat sie sich schon vor Jahren ihre Wohnung ausgewählt – und auf die grüne Innenstadtlage für ihr Rentenalter vertraut. Nun ist ihr Lebensplan in Frage gestellt.

„Ich wünsche mir einen grünen Mauerpark, denn hier gibt es viel zu wenig Grünflächen!“ – „Der Humboldthain ist zwar auch ganz schön, aber für ältere Leute viel zu unsicher und zu steil zum Spazierengehen!“ m/s

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m/s