Dienstag, 17. Oktober 2017
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– Pankow hilft

Menschen in Not
– Pankow hilft

Bürohaus wird Flüchtlingsheim - Mühlenstrasse 34 in Pankow

Eine neue Flüchtlingsunterkunft wird im Herbst 2013 in der Mühlenstrasse 34 in Pankow entstehen. Das bislang zum großen Teil leerstehende Bürohaus wird dazu bedarfsgerecht umgebaut. Das Bezirksamt Pankow bereitet sich auf die Unterbringung von 220 Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Iran vor.

Bürohaus wird Flüchtlingsheim - Mühlenstrasse 34 in Pankow
Bürohaus wird Flüchtlingsheim - Mühlenstrasse 34 in Pankow

Berlin nimmt nach einem bundesweiten Verteilungs-Schlüssel Flüchtlinge auf, die aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt zu uns finden. Sie können bei uns in Deutschland politisches Asyl beantragen, so wie es das Grundgesetz vorsieht.

Zuständigkeiten

Das Land Berlin nimmt entsprechend seines vereinbarten Kontingents Flüchtlinge auf. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) kümmert sich in intensiver Absprache mit den Bezirken darum, die Antragsteller auf politisches Asyl verteilt über die ganze Stadt unterzubringen.
Der Schlüssel für den Bezirk Pankow sieht die Bereitstellung von rund 1.000 Plätzen vor – die zur Verfügung zu stellen sind. Mit dem neuen Flüchtlingsheim wird Pankow die Hälfte seiner Schlüsselzuweisung erfüllen können.
Bislang gibt es eine weitere Einrichtung in Prenzlauer Berg, die sich inzwischen gut mit der Nachbarschaft im Kiez vernetzt hat.

Umbau des Bürohaus Mühlenstrasse 34

In enger Zusammenarbeit zwischen Lageso, Träger und Bezirk wird in den nächsten Wochen die neue Flüchtlingsunterkunft in der Pankower Mühlenstraße 34 entstehen.
Die Flüchlingsunterkunft ist die erste Station für die ca. 220 Flüchtlinge, die zum Tiel schlimme Erfahrungen und schmerzhafte Erlebnisse hinter sich haben. Viele von ihnen haben auch noch Angehörige in den Heimatländern und sind deshalb nicht nur besorgt, sondern wollen selbt weiter helfen. Hier in Berlin sollen die Flüchtlingsfamilien zuerst zu Ruhe kommen können, und sich von den Strapazen der Flucht erholen können.
Die in dem Haus befindlichen Einrichtungen des SPI Berlin (Stiftung SPI Sozialpädagogisches Institut Berlin – Walter May) der
Suchtberatung Pankow werden im Gebäude verbleiben.

Einbindung in ein Netzwerk

Daran arbeitet im Gebiet Pankow Süd hat die Sozialstadträtin Lioba Zürn-Kastantowicz von Anfang an eime Vernetzung organisiert – um die positive Einbindung der Neuankömmlinge im Bezirk zu bewirken. Viele der Betroffenen haben Haus, Hof und Beruf hinter sich lassen müssen – und suchen aus dem Flüchtlingsstatus heraus Auswege zur Integration, Arbeitsaufnahme und auch zur Rückkehr, sobald es die Lage erlaubt.

So gibt es in Pankow bereits eine Plattform, auf der neben verschiedenen Bereichen des Bezirksamts und dem Träger der Einrichtung, das Stadtteilzentrum Pankow und die Volkssolidarität, Kreisverband Pankow, aktiv sind. Die beiden größten Vermieter dieser Gegend – die Gesobau und die Erste Wohnungsgenossenschaft Berlin-Pankow eG – wurden über das Vorhaben informiert und sind an einer guten Nachbarschaft interessiert. Sie unterstützen die Arbeit dieser Plattform.

Solidaritätsaufruf und Unterstützung

„Weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Einrichtungen sind willkommen mit ihren Ideen und mit ihrer Tatkraft bei der Integrierung der Neuankömmlinge. Sie können sich gerne bei den Partnern der Plattform melden. Gemeinsam werden wir die Anwohner und andere interessierte Pankower informieren und auf die Ankunft der hilfesuchenden Flüchtlinge vorbereiten.“

„Wir in Pankow – tolerant und weltoffen“. Dieses Motto leitet unseren Bezirk seit vielen Jahren und wird es auch weiterhin tun“, schreibt die Sozialstadträtin.

Die Willkommenskultur in Pankow funktioniert – und zeichnet den Bezirk auch aus! m/s

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m/s