Montag, 23. Oktober 2017
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Mieses Kharma bei Facebook?

facebock des Monats

Facebook ist in die Jahre gekommen. Datenschutzprobleme, unangekündigte Veränderungen an den persönlichen Einstellungen, Veränderungen am News-Algorithmus, neue erzwungene Umstellungen der Chat-Apps, … .

Fast jeden Monat gibt es neuen Ärger im sozialen Netzwerk.

Doch noch immer in Facebook populär, verzeichnet weltweit weiter wachsende Mitgliederzahlen, vor allem in den jungen Altersgruppen ab 14-25 Jahren.

Doch wächst dabei die Bedeutung von Fanpages und Firmenseiten? Offensichtlich gibt es auch gravierende Unterschiede in der Popularität von Facebook-Seiten.

Was sagen Zahlen bei Facebook aus?

Firmen wie Zalando haben über 740.000 Likes, rund 5.427 Personen sprechen über betreffende Themen. Die internationale Facebook-Seite verzeichnet aber nur 74.753 Likes und nur 743 Personen, die darüber sprechen.

Die kommunale Galerie Parterre verzeichnet dagegen nur 618 Likes und 24 Personen, die darüber sprechen – übrigens kurz nach einer Ausstellungseröffnung. Die aktivsten Nutzer sitzen zudem in Bogóta, Kolumbien – nicht etwa in Berlin.

Interessant sind die Facebook-Seiten Berlin-Weißensee: 803 Likes, und 62 Personen, die darüber sprechen. Eine andere Facebookseite verzeichnet für Weißensee: 15024 Likes – und über 1.660 Menschen, die darüber sprechen. Diese betrifft aber den Kärtner Badeort Weißensee.

Interessant ist das neue Netzwerk kommunaler Galerien, der erst kürzlich erstmals mit einer größeren Aktion in die Öffentlichkeit ging, und berlinweit mit Plakaten und Flyern zur Artweek auf sich aufmerksam macht.

Die Facebook-Seite existiert schon seit Mai 2013 – und inzwischen gibt es 223 Personen, die ihre Likes eingestellt haben. Nimmt man die Zahl der zuständigen Mitarbeiter der 29 Kommunalen Galerien und der beauftragten Agenturen, so sind wenigstens 90-130 der ersten Likes vom Arbeitskreis der Beschäftigten selbst eingestellt.
Zur ArtWeek wurde nun die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt: Flyer und Plakate wurden in großer Zahl gedruckt und verteilt.

Dahinter steht ein hoher Aufwand von mehreren tausend Euro aus den bezirklichen Kulturetats. Bisher sind während der Artweek ganze 64 neue Likes dazugekommen.

Zum Vergleich: in den Kulturportalen KULTUR IN PANKOW und KULTUREINS besuchen täglich zwischen 100-200 Besucher allein Kunstthemen und Profile von Locations im Themenbereich Kunst.

Manche Vernissagen werden sogar mit vierstelligen Besucherzahlen am Tag wahrgenommen.

Aktivität fördert Reichweite – oder auch nicht

Inzwischen klagen viele Unternehmen über sinkende Reichweiten bei Facebook. Der „Kanal ist voll“ – die organische Reichweite sinkt.

Seit dem „Algorithmus-Update für den Newsfeed“, den Facebock Ende 2013 durchführte, sank bei vielen populären Seite die Reichweite: „Mehr relevante Inhalte, weniger Memes“, war damals die Zielsetzung. Die Qualitätsschraube sollte gedreht werden.

Einige Unternehmen und Blogger protestierten Anfang 2014 lautstark gegen die neue Praxis. Eine große Zahl von Seitenbetreibern löschten sogar aus Protest ihre Facebook-Präsenzen.

Messungen von Agenturen wie Allfacebook.com ergaben auch überraschende Zahlen: „Rein in Zahlen gemessen liegt die Halbwertszeit eines Facebook Posts gerade mal bei 90 Minuten“.

Offensichtlich kommt es auch darauf an, zur richtigen Zeit zu posten – genau dann, wenn die meisten User in der Gruppe auch online sind.

Ermüdungseffekte und Gegenmaßnahmen

Mit der Zeit stellt sich auf vielen Seiten ein Phänomen ein: Aktivität und Wachstum sinken, manche Facebook-Seiten schlafen regelrecht ein.

Seitenbetreiber von Firmen, Vereinen und Gemeinschaften haben dann nur zwei Möglichkeiten, um die sinkende Reichweite zu kompensieren:

Entweder es wird ein Media-Budget für Facebook-Anzeigen und Sponsored-Posts ausgegeben, oder die organische Reichweite wird durch ein gesteigertes Post-Engagement erhöht. Denn nur wer es schafft, dass seine Fans regelmäßig mit der Seite interagieren, schafft es nachhaltig, den Algorithmus positiv zu beeinflussen.

Likes, Kommentare und Shares werden vom Algorithmus positiv belohnt. Im besten Fall können so wieder deutlich mehr Fans die Meldungen in ihrem Nachrichtenstrom sehen.

Doch lohnt es sich noch, Zeit in Facebook zu investieren? Was bringen absolute Zahlen, wenn kaum jemand aktiv reagiert, darüber spricht, oder einen angekündigten Termin besucht?

Die entscheidende Frage, die sich Social-Media-Managern stellen sollten, lautet also nicht mehr: „Wie viele Fans haben wir auf unseren Seiten dazugewonnen?“ , sondern: „Mit wie vielen Fans waren wir in der letzten Woche tatsächlich in Kontakt?“

Eine einfache Frage, deren Antwort viel über die Qualität und Kreativität ihrer Facebook-Beiträge aus Fansicht aussagt.

Fanpage-Kharma kaputt?

Stimmt meine Facebook-Strategie – oder ist sie Zeitverschwendung? Oder habe ich einen Face“bock“ geschossen?

Mit einem einfachen Tool kann man tiefe Erkenntnisse über Fanpages und Facebook-Seiten gewinnen.

Fanpage Karma“ ist ein Online Tool zur Analyse und Monitoring von Social Media Auftritten. Es hilft Agenturen und Social Media Managern ihre Fans besser zu verstehen und die Community aufzubauen. Es bietet wertvolle Einblicke in die richtige Posting-Strategie und in die Performance verschiedener Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter oder YouTube.

Weitere Informationen:

Fragen rund um Facebook-Analyse und Optimierung? Schreiben Sie uns:
redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de

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m/s