Dienstag, 22. August 2017
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Olympiabahnhof Gesundbrunnen

Olympiabahnhof Gesundbrunnen

Kommentar /// – Berlin braucht Aufbruchstimmung und neue, innovative Ideen, die die Stadt verändern, vergrößern, den Nutzen und den Wohlstand mehren – die nachhaltig und zugleich beschäftigungssichernd sind. Die Pankower Allgemeine Zeitung regt von Zeit zu Zeit neue Ideen an, die quasi „in der Luft liegen“.

Olympiabahnhof Gesundbrunnen
Olympiabahnhof Gesundbrunnen – unmittelbar hinter der Swinemünder Straßenbrücke beginnt der Mauerpark!

Eine ganz besondere Idee ist quasi in der DNA des Stadtgrundriß verborgen. Eine von der Stadtplanung und Investoren vergessene Ecke liegt mitten im Herzen Berlins. Diese vergessene Ecke birgt eine städtebauliche Riesenchance – die unbedingt dem Vergessen entrissen werden muß. Es ist eine Jahrhundertchance von der Städtebauer in ganz Europa nur träumen können. Doch die Chance steht in Gefahr, durch kurzfristiges Investoren-Denken und politischen Aktionismus zerstört zu werden.

Olympiabahnhof Gesundbrunnen
Olympiabahnhof Gesundbrunnen: es gibt genug Platz für Bahnhofserweiterung und Messezentrum

„Olympiabahnhof Gesundbrunnen & inklusiver Sportpark am Mauerpark“

Die Sportstadt Berlin braucht insgesamt eine zukunftsweisende Vision, die auch Raum für spätere Olympiabewerbungen der Metropole Berlin belässt – und zugleich eine Chance für andere Sportgroßereignisse schafft: eine Fußwegverbindung vom Bahnhof Gesundbrunnen zum Mauerpark, zum Falkplatz und zur Max-Schmeling-Halle, sowie dem Jahn-Sportpark.

Gesundbrunnen – ein Bahnhof für die Sport- und Gesundheitsstadt

Die enge räumliche Nähe des Fernbahnhof Gesundbrunnen zum Jahn-Sportpark ist eine außergewöhnliche Riesenchance. Nur wenige Grundeigentümer und Bauherren sind zu involvieren: die Deutsche Bahn AG, die Eigner des KAUFLAND-Einkaufszentrums nördlich des Bahnhofs Gesundbrunnen, die Stadt Berlin als Eigentümer der Swinemünder Brücke, und die künftigen Eigner der Fläche der sog. „Nordbaufläche“ am Mauerpark, der unmittelbar neben der Swinemünder Brücke beginnt. Das große Parkhaus mit 200 Plätzen steht am Wochenende samt Zufahrten leer.

Nur wenige Bauten sind erforderlich. Etwa 180 Meter Bahnsteigverlängerung, drei Treppentürme und eine einzelne Gleisüberbrückung für Fußgänger – und fertig wäre der Olympiabahnhof Gesundbrunnen.
Von zwei Fernbahngleisen au können Besucher unmittelbar zu Fuß zu Bundesligaspiele, Olympiaveranstaltungen, Sportgroßereignisse und Champions-League-Spiele der Frauen barrierefrei erreichen.

Olympiabahnhof Gesundbrunnen
Olympiabahnhof Gesundbrunnen: Plan B mit Zukunft für den ganzen Mauerpark

Großzügige Wegeverbindung, Fuß- und Mobilitätsweg sowie Messe-Eventflächen

Es ist genug Platz nördlich der Gleise, um nicht nur einen Fuß- und Fahrradweg und einen Mobilitätsweg für Rollstühlfahrer, Segways- und E-Mobile unterzubringen. Auch eine langgestreckte, multifunktional nutzbare Messe-Eventfläche kann hier entstehen. Grundidee: eine massive Schallschutzmauer zum Gleis, davor nach Süden exponierte Pavillons und ggf. fliegende Bauten.
Viele Event- und Messe-Varianten sind möglich, vor allem jene, die speziell auch größere Sportgroßereignisse flankieren können.

Die künftige neuen Rolle des Jahn-Sportparks als Fußball-Stadion ist eine Chance für ganz Berlin, nicht nur für Prenzlauer Berg. Große Fußball-Turniere, wie die Fußball-Champions-League der Frauen am 14. Mai 2015 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, die bereits geplanten Spiele der zweiten Bundesliga und viele andere Sportereignisse könnten auf die Fernbahnnähe bauen.
Prenzlauer Berg und Berlin Mitte können massiv von Verkehrsproblen entlastet werden, wenn der „Modal-Split“ zugunsten von Fernbahn und Regionalbahn verändert wird.
Eine fußläufige Fernbahn-Anbindung für den Jahn-Sportpark verhindert nicht nur das absehbare Verkehrschaos in der Achse Eberswalder-Bernauer Straße – es ist auch eine städtebauliche Chance für den Wedding, einschl. Humboldthain und den Grünflächen entlang der Gartenstraße – bis zur Mauer-Gedenkstätte.

Riesen-Chance für die Sport- und Gesundheitsstadt Berlin

Für die Sport- und Gesundheitsstadt entsteht auch die Möglichkeit, einen inklusiven Sportpark zu schaffen, der die unmittelbare Voraussetzung für eine Austragung der Paralympics in Berlin bietet. Der größte Sponsor für die Paralympics engagiert sich längst in Berlin. In Berlin-Mitte mit dem Science-Center am Potsdamer Platz, und in Prenzlauer Berg mit seinem Future Lab und der geplanten gläsernen Rollstuhlfabrik – die Ottobockgruppe aus Duderstadt.

Ein durch die Berliner Mitte führender Radweg und Mobilitätsparcours könnte alljährlich ein Schaufenster für „Reha-Lympics“ in Berlin schaffen, zu der moderne Gehhilfen, Prothetik, Exoskelette und rollende Mobilitätshilfen und E-Mobile gezeigt, erprobt und vorgeführt werden.

Für den Rest des Jahres steht zugleich eine multifunktional nutzbare Eventfläche mit Pavillons, Messe- und Besucherzentrum und vielfältig nutzbaren Freiflächenanbindungen zur Verfügung. Auch für den Bereich der urbanen Freizeit- und Elektromobilität entsteht ein von Straßen unabhängiges Wegenetz.

Baurecht verhindert Mauerpark-Bebauung

Was ist mit der geplanten Mauerpark-Bebauung? Will da nicht ein Investor Wohnungen bauen? Baurechtlich zeichnet sich inzwischen ein Scheitern des Mauerpark-Bebauungskonzeptes ab. Schlampige Planung, Schreibtischverhandlungen zwischen dem früheren Stadtentwicklungsenatir Müller und der CA Immo AG, und ein zu Lasten der Allgemeinheit abgeschlossener städtebaulicher Vertrag sind heute nicht einmal mehr das Papier wert. Das Baugrundstück hat derzeit keine genehmigungsfähige Erschließung!

Es ist noch nicht einmal „Bauerwartungsland“ – sondern im Berliner Flächennutzungsplan eine überregional bedeutsame Grünachse. Zugleich ist es eine „Chancen-Erwartungs-Achse“ für die Sport- und Gesundheitsstadt Berlin.

Es wäre auch ein Aushängeschild für den Bezirk Mitte, der hier endlich auch einmal gesamtstädtische Verantwortung zeigen kann. Auch ein neues industriepolitisches Innovations-Motiv entsteht, denn moderne Exo-Skelette sind nicht nur Reha-Technik, sondern auch „Robotertechnik, Raumfahrts- und Unterwasser-Technik.

Bargeldlose Entschädigung des Investors Groth

Für den Investor Groth muß eine Planänderung nicht von Schaden sein. Für die geplante Bebauung des Mauerparks kann auch durch geeignete gleichwertige Bau-Grundstücke aus dem Bestand des Landesvermögens eine bargeldlose Entschädigung erfolgen.
Der Investor spart dabei sogar Zeit und Nerven – denn er wird dabei sogar von vorhersehbar jahrelangen Gerichtsverfahren entlastet.
Das bisherige Planverfahren ist inzwischen völlig vermurkst, es würde bei Neuaufnahme schon bei ersten Normenkontrollanträgen platzen.

Städtebauliche Aufwertung von Gesundbrunnen bis Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Idee für den Olympiabahnhof Gesundbrunnen ist logisch aus der DNA des Stadtgrundriß heraus begründbar:

Lage, Zentralität, Freiflächenanbindung und räumliche Nähe zum Fernbahnhof Gesundbrunnen bilden ein in Europa einmaliges, multifunktionales Kraftzentrum.

Eine fußläufige Verbindung zwischen Prenzlauer Berg, Brunnenviertel und Humboldthain hilft auch, die noch immer bestehende mentale Ost-West-Trennung zweier im Herzen Berlins liegender Ortsteile zu überwinden.

Olympiabahnhof Gesundbrunnen
Olympiabahnhof Gesundbrunnen: heute noch Logistikfläche und Parkhauszufahrt – morgen Wegeverbindung zwischen Mauerpark und Humboldthain

Eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Gesundbrunnen-Viertels ist möglich, große bestehende Freiflächendefizite können vermindert werden. Wohnungsnahe Sport- und Bewegungsflächen entstehen, auch Sportinfrastruktur. Die Innenstadt ist deshalb so beliebt zum Wohnen, weil es noch soviel Grün gibt. Eine zeitgemäße Weiterentwicklung von Grün- und Freiflächen zu Mobilitäts- und Veranstaltungsflächen ist für Berlin längst zukunftsweisend.

Eine Grünverbindung vom Bahnhof Gesundbrunnen über Volkspark Humboldthain zum S-Bhf. Humboldthain und entlang der Gartenstraße bis zur Mauergedenkstätte holt ein zentrales Gebiet Berlins aus dem Dornröschenschlaf.
Der Flächennutzungsplan braucht praktisch kaum geändert werden – und Geld aus Ausgleichsmaßnahmen bei der Stiftung Naturschutz Berlin und der Stiftung Grün Berlin ist auch genug da. 15-20 Millionen €, die mehrere hundert Millionen € Investitionen nachziehen werden!

Viel neue zukunftsweisende Ideen können mit einem Olympiabahnhof Gesundbrunnen ins Spiel kommen, die Sympathie, Aufmerksamkeit, Sport, Gesundheit ideal verbinden – der Name „Gesundbrunnen“ verpflichtet.

Olympiabahnhof Gesundbrunnen
Olympiabahnhof Gesundbrunnen: der westlichste Baum im Mauerpark, dicht vor der Swinemünder Brücke

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