Sonntag, 22. Oktober 2017
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Pankower Schulentwicklungsplanung aktualisiert

Primo Levi Oberschule in Berlin Weißensee

Pankow wächst, und die Bezirkspolitik versucht, das Wachstum von Einwohnerzahl und Infrastrukturbedarf im Gleichgewicht zu halten. 5000 zusätzliche Einwohner, das sind rund 2.500 Wohnungen und ein zusätzlicher Bedarf von einer Schule. Planungsinstrument ist dafür die „Bezirkliche Schulentwicklungsplanung“, diese aktualisiert wurde.

Primo Levi Oberschule in Berlin Weißensee
Primo Levi Oberschule in Berlin Weißensee - Foto: Tobias Schietzelt Pressestelle BA Pankow

„Fortschreibung öffentliche Grundschule in Pankow 2013“

Die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für öffentliche Grundschulen in Pankow hat das Bezirksamt jetzt beschlossen. Der Bezirk ist seit Jahren bei der Bevölkerungsentwicklung und dem Wohnungsbau der Wachstumsbezirk Nummer 1 in Berlin – und so müssen Planung und künftiger Finanzbedarf für Investitionen frühzeitig abgestimmt werden.

Das Bezirksamt Pankow hat darauf rechtzeitig reagiert und legt zwei Jahre nach der Verabschiedung des Schulentwicklungsplans für den Bezirk Pankow 2012-2016 einen aktualisierten Teil für den Grundschulbereich vor. Mit dieser Fortschreibung des bezirklichen Grundschulnetzes werden für die nächsten drei bis sechs Jahre die Entwicklungsrichtungen aufgezeigt.

10 Schulregionen in Pankow

Um eine wohnortnahe Versorgung mit Grundschulplätzen zu planen, und dem Rechtsanspruch auf eine wohnortnahe Versorgung mit altersangemessenen Schulwegen im Grundschulbereich nachzukommen, wurde der aus 13 Ortsteilen bestehende Großbezirk in kleinere stadträumliche Ebenen geteilt. Die Prognosen für die Schülerentwicklung werden daher auf zehn Schulregionen umgerechnet.
Damit ein eine Feinsteuerung möglich, weil die Neugenehmigung von Wohnungen damit in Beziehung gesetzt werden kann.

Zusätzlich jährlich erscheinende Modellrechnungen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft bilden insgesamt nur die Bezirksebene ab, und können lediglich als Orientierung und Rahmen für Prognosen dienen.

Anstieg der Schülerzahlen: Scheitelpunkt noch nicht in Sicht

Beide Prognosen weisen den dauerhaften Anstieg der Schulanfänger- und der Grundschülerzahlen, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung auf. Ein Scheitelpunkt ist noch nicht in Sicht, der Anstieg der Schülerzahlen geht weiter!

Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 besteht das Pankower Grundschulnetz aus 42 öffentlichen Grundschulen und zwei Gemeinschaftsschulen mit etwas über 16.300 Grundschulplätzen für die Regelklassen.
15 Schulen in freier Trägerschaft komplettieren das Pankower Grundschulangebot. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, sukzessiv, mehr als 20.000 öffentliche Grundschulplätze für Regelklassen zu erreichen.

Schulstadträtin setzt sich für familienfreundlichen Bezirk ein

Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) ist optimistisch: „Ich bin froh, dass wir trotz der angespannten Personalsituation im Bezirk in der Lage sind, einen solch qualifizierten und notwendigen Bericht vorlegen zu können.
Auch die ersten Rückmeldungen von Nichtfachleuten zeigen uns, das er verständlich und anschaulich ist.
Er wird uns in den nächsten Jahren als eine Grundlage dienen und die Zielrichtung weisen, wie die schulische Versorgung im Grundschulbereich wohnortnah zu sichern ist.

Sollten die darin aufgezeigten Maßnahmen für zusätzliche Raumkapazitäten überwiegend umgesetzt werden, wird Pankow auch in Zukunft ein familienfreundlicher Bezirk mit ausreichend Schulplätzen bleiben. Allerdings wird der Bezirk Pankow auch weiterhin ohne die Unterstützung des Landes diese Herausforderung nicht bewältigen können.“

Primo Levi Oberschule

Das Titelbild zeigt das ehemalige Bühring-Gymnasium am Kreuzpfuhl in der Pistoriusstraße. Im Jahr 2006 wurden die Wieland-Herzfelde-Oberschule mit der Bühring-Oberschule fusioniert. Um keine der beiden ehemaligen Schulen zu bevorteilen, entschied man sich, in einer Ausschreibung Ideen für den neuen Schulnamen entgegenzunehmen.
Aus mehreren Vorschlägen von Schülern, Eltern und Lehrern einigte man sich in einer Abstimmung auf den neuen Namen „Primo-Levi-Oberschule“. Dieser ist nach der Namensgebung am 1. Juni 2007 offizieller Name der Schule.
Primo Levi (* 31. Juli 1919 in Turin; † 11. April 1987 ebenda) war ein italienischer Schriftsteller und Chemiker. Er ist vor allem bekannt für sein Werk als Zeuge und Überlebender des Holocaust. In seinem autobiographischen Bericht „Ist das ein Mensch?“ hat er seine Erfahrungen im KZ Auschwitz festgehalten.

Weitere Informationen:

Pankower Schulentwicklungsplanung 2013

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m/s