Sonntag, 23. April 2017
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Pjotr Fokeeff: Malerei – Ausstellung im Russischen Haus

Foto: © Pjotr Fokeeff (artist)

Ein Künstler aus Moskau ist zu Gast im Russischen Haus in Berlin. Pjotr Fokeeff zeigt in der Ausstellung seine Ölmalerei. europäische Landschaften, Stillleben und die Tiefe des menschlichen Antlitzes sind in ihrer Schönheit und Natur zu betrachten.

Das Thema des Künstlers sind die Geschwindigkeit und Zeit als als Herausforderung für die künstlerische Wahrnehmung. Ölmalerei im XXI.Jahrhundert scheint auf den ersten Blick nicht in die Zeit zu passen:

„Die Geschwindigkeit wird zum wichtigsten Faktor im heutigen Leben. Moderne Technologien bestimmen eine neue Vision der traditionellen Kunst. Künstler fühlen sich gezwungen, solche Techniken zu suchen, die den Herausforderungen der Zeit entsprechen.“

Doch Pjotr Fokeeff ist nicht bestrebt, auf die klassische und anscheinend aufwendige Technik wie Ölmalerei zu verzichten, mit der er frischen Eindruck des Augenblicks vermittelt. Indem Fokeeff Stoffe wie Leinwand und Ölfarben nutzt, erzeugt er auch eine neue Qualität der Malerei.

Fokeeff: «Geschwindigkeit ist eine Anforderung der heutigen Zeit. Alle Prozesse und Verfahren verwandeln sich. Auch die Kunst ist von technologischen Veränderungen beeinflusst. Aber die Geschwindigkeit war in allen Zeiten ein sehr wichtiger Faktor in der Kunst. Künstler wie Velasquez und Van Dyck arbeiteten schnell. Sie wussten, dass menschliche Empfindung und Wahrnehmung zeitlich begrenzt sind. Die Sinne stumpfen ab, Schärfe und Intensität nehmen ab. Deshalb bleiben die Geschwindigkeit und die Genauigkeit der Wahrnehmung eine persönliche Anforderung des Künstlers an sich selbst. Die Kunst der Malerei existiert dank der Lebendigkeit und Flüchtigkeit der ersten Eindrücke verbunden mit der Erfahrung. Wie ein Musiker, der stundenlang übt, bevor er einmal virtuos auftritt, so wird ein Gemälde des Künstlers die Quintessenz langjähriger Arbeit und flüchtiger Augenblicke, Erfahrung und Intuition sein.»

Über den Künstler:
Pjotr Fokeeff, geboren 1965 in Moskau, studierte Kunstmalerei an der Moskauer Pädagogischen Staatlichen Universität und ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Moskauer Künstlerverbandes. Am liebsten arbeitet er an Portraits. Seit 1998 veranstaltet der Künstler jährlich Einzelausstellungen in Russland und im Westeuropa. Seine Kunstwerke sind Bestandteil von Privatsammlungen in Russland, Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich, Luxemburg, den USA und in Japan.
Fokeeff stammt aus einer großen russischen Familie, in der sich im XX. Jahrhundert Generationen von Künstlern und Wissenschaftlern abwechselten. In seiner Kunst vereinen sich die Traditionen der europäischen klassischen Schule und der Einfluss des russischen Impressionismus.

Fokeeff: «Ich male und zeichne nur nach der Natur. Der lebendige Eindruck ist mir außerordentlich wichtig. Selbst bei aufwendigen Werken wie Porträts verwende ich Fotos nur zur Unterstützung.»


Pjotr Fokeeff: Die Geschwindigkeit und Zeit: Ölmalerei XXI. Jahrhundert
www.fokeev.com
Ausstellungsdauer: 25.01. bis 8.02.2017
Öffnungszeiten: Di-Fr 14 bis 19 Uhr, Sa, So 12 bis 18 Uhr

Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur | Friedrichstr. 176-179 | 10117 Berlin | Ausstellungssaal 3

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a/m