Mittwoch, 18. Oktober 2017
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Proprietäre Stadtplanung

Pankowmuckels Ärger

/// Kolumne /// – „Juten Tach! Mein Name ist Pankowmuckel!

Ick kämpfe dafür, dass Pankow wieder Weltniveau erreicht! Heute kiek ick uff die „Bürja-Beteilijung in Heinersdorf“!

Wat mich wirklich uffregt in Pankow, det die SPD in Pankow aus der Bürja-Beteilijung für alle Bürja eene Clubveranstaltung machen will!

Die woll´n doch glatt eene Bürja-Beteilijung wie eene alte Kreisleitung der SED nur über die Partei-Seiten orjanisiern!

Wat ? Sie glooben det nich´? Na kieken Sie doch selba nach: „Meilenstein der Partizipation: Blankenburger Süden.“

Die SPD Pankow will es nun janz richtich machen, und den rot-rot-jrünen Koalitionsvertrach beachten:

„Wir sind sehr erfreut über diese neue Form der Wertschätzung und der Ermöglichung von Bürgerbeteiligung und werden den Prozess weiterhin verfolgen. Die im R2G-Koalitionsvertrag angestrebten neuen Wege der Partizipation finden hier ihre Umsetzung.“

Offensichtlich wollen die SPD´ler aba zunächst janz unter sich bleiben, und nur uff eena kleenen Fläche bejinnen:

Uff janzen 90 Quadratmeter wollen die „Bürjabeteiljung“ machen. Und weil da nur Mitglieder von die SPD jewünscht sind, machen die ooch noch eenen Club daraus, wie man unschwer uff die Parteiseite erkennen kann.

SPD Stadtplanung auf 90 m²
SPD Stadtplanung: auf 90 m² soll es im Blankenburger Süden losgehen! – Screenshot 12.2.2017 10:15h

Und denn valassen die SPDler ooch noch den Boden der freiheitlich-demokratischen Jrundordnung, und wolln die „propriätäre Stadtplanung“ neu in Berlin einführn´.

Ick gloobe, ick bin im Osten, bei Wladimir Putin, wenn ich det so lese:

„Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern soll nun bis 2018 ein Konzept entwickelt werden, dass zum einen die Straßenlösung Heinersdorf mit sich bringen soll und zum anderen ein Gebiet gestaltet, dass 5.000-6.000 Wohnungen, inklusive Schulen und Kitas, passend integrieren soll. Dabei wird proprietär die langjährigen Erfahrungen und Planungen der gesellschaftlich-Aktiven und der Bewohner vor Ort Beachtung finden.“

In Heinersdorf und Blankenburch woll´n die SPD´ler nun sowat von Laubenpieper-Populismus etabliern, det dem neuen sozialdemokratischen Schloßherrn Frank-Walter von det Bellevue wohl jleich janz schlecht wer´n muss!

Ick finde, die „propriätären SPD-Zeiten“ in Pankow sind vorbei, die sind ja ooch nur noch drittklassige politische Kraft!

Vor allem müssen sich alle Bürja beteiljen, wenn een neuer Stadtteil jeplant wird, vor allem die, die da täglich durchfahr´n und im Stau stehen. Und natürlich die, die da mal hinziehen wollen! – Also kommen ooch alle irjendwie in Frage!

Wenn det die neue „Uffbruchstimmung“ von die SPD in der Schulz-Ära wird, kann wejen mir der Ratskeller in Pankow ooch jleich zu bleib´n !

Meint Euer Pankowmuckel

Update: Die SPD Pankow hat die beanstandeten Passagen und die Maßzahl am Sonntag dem 12.2.2017 gegen 21-22 Uhr ohne eine Anmerkung oder Erlärung korrigiert.

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