Sonntag, 24. September 2017
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Refugees in Arts & Education Festival

Die INTERVENTIONEN – Refugees in Arts & Education Festival – laden Akteure mit und ohne Fluchtgeschichte aus mehr als zehn Bundesländern nach Berlin ein, um gemeinsam zukunftsfähige Perspektiven von Kultureller Bildungsarbeit zu entwickeln. Ziel ist es, die Realitäten von Geflüchteten zu einem gemeinsamen Thema in unserer Gesellschaft zu machen.

Habibi Alemani - Refugees in Arts & Education Festival - Foto: Gianmarco Bresadola
Habibi Alemani – Refugees in Arts & Education Festival
– Foto: Gianmarco Bresadola

Ausgebuchte Tagung
Die Tagung am 12. Juni, die gemeinsam mit den bundesweit agierenden Jugendlichen ohne Grenzen entwickelt wurde und von ihnen co-moderiert wird, ist überregional auf sehr großes Interesse gestoßen und inzwischen ausgebucht.

„Wir, Jugendliche ohne Grenzen (JoG), möchten, dass wir als Betroffene über unsere eigene Situation nachdenken, Vorschläge erarbeiten, Forderungen aufstellen und gleichzeitig Aktionen planen und durchführen und unsere Organisation selbständig organisieren. Wir setzen ein Zeichen für die Eigeninitiative und Bereitschaft, Mitverantwortung für unser Leben zu übernehmen“, erklärt Nelli Foumba Soumaoro, Sprecher von JoG.

Die Tagung thematisiert Haltungen und Ansätze in kulturellen Projekten. Wie werden Bedürfnisse und Fähigkeiten von Geflüchteten und Asylsuchenden aufgegriffen? Welche Möglichkeiten eröffnen Theater, Musik, Literatur, Malerei, Tanz oder Film? Wie können Bildung und Kultur den Ausgrenzungen durch das Asylregime entgegenwirken? Im Ergebnis sollen gemeinsame Ziele für die zukünftige Arbeit formuliert und online dokumentiert werden.

Festival mit mehreren Stationen und Orten
In das Festival sind verschiedene Musikprojekte eingebunden, darunter von Ange da Costa, Bernadette La Hengst und Heinz Ratz. Auch Peter Fox + BÄM! Drumline unterstützen die INTERVENTIONEN mit einem Auftritt in Marzahn.

INTERVENTIONEN 2015
Refugees in Arts & Education
Festival & Tagung
11. bis 13. Juni 2015
Podewil Berlin-Mitte

Weitere Orte: Parochialkirche, AWO Refugium Askanierring Spandau, ORWOhaus Marzahn

Auf der Suche nach neuen Formen von Zusammenleben für die Einwanderungsgesellschaft entstehen vielfältige Projekte der Kulturellen Bildung, die sich sowohl mit den Themen Ankommen und Bleiben beschäftigen als auch auf strukturelle Veränderungen abzielen.

OPEN STAGE REVUE, 11. Juni, 19 Uhr, Podewil

„Wenn Ihr zu uns kommt, sagen wir Reisende, wenn wir kommen, sagt Ihr Flüchtling“, so der Sänger Ange da Costa (Angola, Kongo, Berlin). Gemeinsam mit Alfred Mehnert und weiteren Musikern vom Berlin Metropol Orchestra lädt er ein zu Spoken Poetry, World Jazz, Xberg-Rap und Beat-Box, u.a. mit Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft Gotenburger Straße in Berlin-Wedding. Anschließend legt DJ Georg Montoya auf und es gibt eine Eröffnungsfeier mit Open Mic.

Piano: Tino Derado, Violine: Roland Satterwhite, Percussions: Alfred Mehnert, Vocals: Ange da Costa

Konzerte, 13. Juni
12 Uhr, AWO Refugium Askanierring
18 bis 24 Uhr, ORWOhaus Marzahn
20 Uhr, Podewil-Hof

Bernadette La Hengst hat im Refugium Spandau eine Band mit syrischen Geflüchteten gegründet und mit ihnen sechs Wochen lang (Love)songs aus einer flüchtigen Welt entwickelt. Wie klingt ein Liebeslied an die neue Wahlheimat Berlin, wie werden die Zurückgelassenen in Damaskus besungen, warum nennt sich ein kurdischer Syrer plötzlich Joseph und was heißt zuhause auf Arabisch?

Den Abend auf der Open Air Bühne im Hof des Podewil eröffnet Bernadette La Hengst mit Ihrem Spandauer Projekt. Direkt danach ist als Stargast des Abends Syriens großen Sänger Abdulkader Asli mit Liedern aus dem umkämpften Allepo zu erleben. Anschließend spielt Heinz Ratz mit Band in Kooperation mit Gangway BEATZ zusammen mit drei Schwestern aus Afghanistan. Zum Abschluss stehen No Border aus Düsseldorf in großer Formation auf der Bühne. Im ORWOhaus Marzahn feiert das Jugendzentrum Betonia mit „Beats Against Borders – New Kids On The Block“ ein Fest für die Neuen Nachbarn. Mit dabei sind Peter Fox + BÄM! Drumline.

FESTIVAL, 13. Juni, 12 bis 24 Uhr

Das Festival stellt eine Vielzahl konkreter künstlerischer Ansätze vor. Das Spektrum reicht von Performances, Ausstellungen, Filmen, Theater- und Tanzproduktionen bis zu Zirkusarbeit. Die Hamburger Theatergruppe Hajusom, , das boat people projekt aus Göttingen, die Galerie für zeitgenössische Kunst aus Leipzig und weitere Gäste aus dem Bundesgebiet treffen auf diverse Berliner Initiativen wie GRIPS Theater, Zirkus Cabuwazi, Berlin Mondiale und viele andere.

Programm
Eröffnung, Open Stage Revue, 11. Juni, 19 Uhr

TAGUNG, 12. Juni, 12 bis 18 Uhr (Die Tagung ist vollständig ausgebucht)
Theateraufführung Theater an der Parkaue, 12. Juni, 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)
FESTIVAL, Projektpräsentationen und dezentrales Musikprojekt, 13. Juni, 12 bis 23 Uhr

Veranstaltungsorte
Podewil, Klosterstr. 68, 10179 Berlin-Mitte / Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin-Mitte
ORWOhaus, Frank-Zappa-Straße 19, 12681 Berlin-Marzahn
AWO Refugium Askanierring, Askanierring 71a, 13587 Berlin-Spandau

Tickets für die Aufführung am 12.6.: 3,50 Euro. Alle anderen Veranstaltungen sind kostenlos.

Die Interventionen 2015 werden veranstaltet von Kulturprojekte Berlin und gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten. In Kooperation mit AlarmTheater (Bielefeld) / AWO Landesverband Berlin e.V. / Berlin Mondiale / Bernadette La Hengst / boat people project ( Göttingen) / GRIPS Theater / Hajusom (Hamburg) / Heinz Ratz (Kiel) / Jugendliche ohne Grenzen / Jugendtheaterbüro – Refugee Club Impulse / Peter Fox + BÄM! Drumline / Ratschlag Kulturelle Vielfalt (Stuttgart) / zakk (Düsseldorf) und vielen anderen. Medienpartner: taz, Alex TV, multicult.fm und Kubinaut.

Weitere Informationen und Aktuelles Programm:

www.interventionen-berlin.de

Pressekontakt: Gabriele Miketta, Tel. 247 49 732, pr@kulturprojekte-berlin.de
Das Foto im Anhang zeigt das Projekt von Bernadette LaHengst. Foto: Gianmarco Bresadola.

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m/s