Sonntag, 22. Oktober 2017
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S-Bahn Personal wird mobil

S-Bahn

Die S-Bahn-Berlin GmbH will das feste Aufsichts-Personal auf den Bahnhöfen abschaffen. Moderne Technik macht es möglich und wird bis Mai auf den meisten der 166 S-Bahnhöfen in Berlin und Brandenburger installiert sein. Bis dahin sind nur noch 16 Bahnhöfe auszurüsten. Geplant ist, künftig feste Aufsichten an nur noch an 20 Bahnhöfen (sogenannte Stammbahnhöfe) zu halten. Es sind vowiegend Bahnhöfe mit Zugwechsel, Linienende und Linienwechselverkehr, bei denen es eine hohe Abfertigungsdichte gibt.

Umstellung auf mobile Mitarbeiter

120 mobile Mitarbeiter werden je nach Bedarf auf den anderen Bahnhöfen und zu Schwerpunktzeiten eingesetzt, etwa wenn es
hohen Andrang von Fahrgästen, Touristenereignisse und Bauarbeiten oder Störungen gibt.
Inzwischen sind schon 108 mobile Aufsichten im Einsatz. Weitere zwölf Mitarbeiter werden bei Umstellung der Bahnhöfe auf das neue System eingesetzt.

S-Bahn-Fahrer fertigen sich selbst ab

Das neue System ermöglicht den Zugführern mit Hilfe von Kameras, selbst zu entscheiden, ob der Zug abfahrbereit ist. Bilder der Bahnsteigkameras werden auch auf den Führerstandsmonitor übertragen. Der Zugfüher kann den Fahrgastwechsel beobachten und den Zug für die sichere Abfahrt vorbereiten.
Auf S-Bahnhöfen, an denen die Zugabfertigung durch den Lokführer aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auch ohne technische Unterstützung möglich ist, beim bisherigen Verfahren. Dort tritt der Triebfahrzeugführer auf den Bahnsteig, um den Türschließvorgang zu beobachten.

Personaleinsparungen

Die laufende Umstellung spart viel Personal. Künftig hat die S-Bahn mit mobilen Aufsichten, Mitarbeitern der Kundenzentren und Sicherheitsleuten der Bahn noch rund 500 Ansprechpartner für ihre Fahrgäste und Kunden.

400 Arbeitsplätze von Aufsichtskräften fallen weg – die Hälfte sind Zeitarbeiter. Die anderen rund 200 Mitarbeiter können auf andere Arbeitsplätze bei der DB AG wechseln und werden umgeschult, etwa zum zum Fahrdienstleiter, Triebfahrzeugführer oder zur Stammaufsicht.
Zwei Bahnhöfe werden erst 2017 umgerüstet: die Stationen Gehrenseestraße und Warschauer Straße. Der Bahnhof Warschauer Straße wird derzeit umgebaut.

Die Umsetzung des Projektes kostet rund 40 Millionen Euro. Die S-Bahn Berlin passt sich damit den bundesweit üblichen Standards an.

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m/s