Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Sally Perel zu Gast in Pankow

Sally Perel mit seinem Buch

Der Bürgerverein „Für Pankow“ e.V. begrüßt im Neuen Jahr einen besonders geschätzten Gast: Herr Sally Perel ist am 7.1.2015 und am 8.1.2015 in Berlin-Pankow. Der 1925 geborende Sally Perel entkam dem Holocaust in der Uniform der Hitlerjungend.

Sally Perel mit seinem Buch
Sally Perel mit seinem Buch – Foto: Nicolai

Über die aberwitzigen Erlebnisse und die innere Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang, berichtet er seit vielen Jahren. Herr Perel ist auch unter dem Namen „Hitlerjunge Salomon“ bekannt, dessen Schicksal auch verfilmt wurde.

Besonders junge Menschen im gesamten deutschsprachigen Kulturkreis besucht Sally Perel, er sucht den Kontakt und Austausch mit Schülern und Lehrern.

Die ungewöhnliche Lebensgeschichte von Sally Perel

Sally Perel wurde am 21. April 1925 in Peine bei Hannover geboren. Nach einer Flucht bis nach Rußland entkam der Jude Sally Perel ab 1941 dem Holocaust in der Uniform der Nazis, er überlebte mitten in Deutschland als Hitlerjunge Jupp Perjell unerkannt drei Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend.

Um das Erlebte zu verarbeiten, entschloss er sich 40 Jahre später ein Buch zu schreiben. Es erschien unter dem Titel „Ich war Hitlerjunge Salomon“ 1992 erstmals auf Deutsch. Das Buch wurde von Agnieszka Holland 1990 unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt.
Auf eindringliche Weise berichtet Sally Perel von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang.

„Das Buch von Sally Perel ist ein Plädoyer für das Recht des Menschen auf Leben – jenseits aller Ideologien und Glaubensformen.“

Gast an drei Pankower Schulen

Am 8. Januar 2015 wird Herr Perel an drei Pankower Schulen zu Gast sein:

Schüler der Elisabeth-Christinen-Grundschule, der Konrad-Duden ISS und des Marcel-Breuer OSZ werden einer Lesung aus der Biographie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ und der Diskussion mit dem Zeitzeugen Sally Perel teilnehmen.

Für Pankow e.V.

Gast im Bürgerverein „Für Pankow“ e.V.

Neben den schulischen Veranstaltungen organisiert der Pankower Bürgerverein „Für Pankow“ e.V. am Abend des 7.1. 2015 eine öffentliche Lesung und Diskussion mit Herrn Sally Perel im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus (18:30h) in der Berliner Straße.

Der Bürgerverein erinnert auf diese Weise an das jüdische Leben und jüdische Schicksale und lässt den Zeitzeugen zu Wort kommen.

An den beiden Tagen besteht für Schüler unterschiedlichster Jahrgangsstufen (6. Kl., 10.Kl., Berufsschüler) als auch vielen Pankower Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Einblick in eine ungewöhnliche Lebensgeschichte zu bekommen, Sally Perel direkt kennen zu lernen.

Mittwoch den 7. Januar 2015 | 18:30 Uhr | Der Eintritt ist
Sally Perel zu Gast
Lesung und Diskussion

Eine Veranstaltung des Bürgervereins „Für Pankow“ e.V. – unterstützt von der Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT

Betsaal des ehem. jüdischen Waisenhauses | Berliner Straße 120-121 (Eingang Hadlichstraße) | 13187 Berlin-Pankow

Weitere Informationen:

Für Pankow e.V. – www.fuerpankow.wordpress.com

Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT – www.freiheit.org

Literaturhinweis:

Sally Perel:
Ich war Hitlerjunge Salomon

Heyne-Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
Erscheinungstermin: 1. Mai 1993
ISBN: 978-3-453-06512-3 | € 7,95

Die Dt. Erstausgabe erschien 1992 bei Nicolai und ist vergriffen oder per Antiquariat auffindbar.

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m/s