Montag, 23. Oktober 2017
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Sanierung der Bösebrücke – Tram-Ersatzverkehr bis 27.6.2016

Bösebrücke

Die baustatische Abspeck-Kur der Bösebrücke geht weiter. Die Brücke erwies sich bei der Brückenprüfung im Jahr 2012 als „übergewichtig“, im Verhältnis von Materialeigenschaften und langfristig geforderter Belastbarkeit. Die Brückenkonstruktion muss deshalb aufwändig saniert und runderneuert werden. Das Gewicht der Fahrbahndecke wird erheblich reduziert. Inzwischen ist die Sanierung in der Phase für den konstruktiven Neuaufbau angelegt. Vom 19. März bis zum 27. Juni muß der Tram-Verkehr auf der Brücke eingestellt werden.

Bösebrücke
Bösebrücke – Blick von der Behmstraße

Die Bauarbeiten an der Bösebrücke hatten nach einigen Verzögerungen Mitte August 2015 begonnen. Die Umfahrung der wichtigen Ost-West-Brückenverbindung für Autofahrer bringt täglich viele Staus und Verzögerungen mit sich. Die Fahrgäste der BVG konnten bisher die Bösebrücke bisher mit der Tram überqueren. Die Schienenverbindung wird nun planmässig unterbrochen und soll bis zum 27. Juni 2016 mit einem neuen Gleisunterbau und einem neuen Gleis wieder in Betrieb gehen.

Umfangreiche Umleitung und Ersatzverkehre

Die BVG informiert mit einem Flyer zum Ersatzverkehr. Zwischen Björnsonstraße und Virchow-Klinikum ist der Tram-Verkehr der Linien M 13 und Tram 50 unterbrochen und wird mit Bussen ersetzt.

Es wird geraten, die Buslinie 255 von Pankow bis zu Osloer Straße zu nutzen. Ebenso können Umfahrungsmöglichkeiten mit U- und S-Bahn genutzt werden.

„Böse Brücke – gute Planung“

Die Überschrift der BVG-Pressemitteilung zeigt, Oberbauleiter Steffen Fiedler ist ein klein wenig stolz über den bisher recht erfolgreichen Planungsablauf: „Wir nutzen jetzt die Chance und investieren im Schatten der Brückensperrung in unsere Infrastruktur, damit die Straßenbahn weiter zuverlässig und komfortabel unterwegs ist.“

Das sogenannte Zwillingsgleis, der eingleisige Abschnitt auf der Böse-Brücke, wird bis auf die Brückenunterkonstruktion rückgebaut. Die stählerne Brückenkonstruktion wird danach darunter instand gesetzt, und erhält neue Schutzschichten und eine neue Unterkonstruktion für die neuen Gleise. Über die Bösebrücke fahren normalerweise an Werktagen mehr als 420 der tonnenschweren Straßenbahn-Züge.

Die Unterbrechung der Tramverkehre wird von der BVG-Bauabteilung auch genutzt, um die Schienen auf mehreren Abschnitten entlang der Bornholmer, Osloer und Seestraße auszutauschen und denn Deckenschluss an Kreuzungen zu erneuern.
Die Asphaltdecke zwischen den Schienen soll eine fast holperfreie Überfahrt für Autos und Zweiräder ermöglichen, und ist nach langjährigen Belastungen durch täglich tausenden Pkw und Lkw stark beansprucht und schadhaft geworden.

Die BVG saniert auch den kompletten westlichen Streckenabschnitt zwischen Virchow-Klinikum und Amrumer Straße.

Weitere Informationen:

Senatverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – Grundinstandsetzung Bösebrücke – Link

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m/s