Dienstag, 19. September 2017
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Sanierungskonzept für Wilhelmsruher See

Wilhelmsruher See

Der Wilhelmsruher See, auch Ententeich genannt, im Pankower Ortsteil Wilhelmsruh ist aus einem früheren Torfstich und Sumpf entstanden. Über lange Zeit wurde der See als Badesee und zum Eislaufen genutzt. Bis 1950 gab es hier sogar ein Seebad. Am Ufer standen Eishütten, in denen das im Winter aus dem See gewonnene Eis bis in den Sommer aufbewahrt wurde.

Die historische Nutzung deutet auf eine früher sehr gute Wasserqualität hin, um die es in neuerer Zeit allerdings nicht so gut bestellt ist.

Eine Voruntersuchung im Auftrag des Bezirksamt Pankow hat bestätigt, was die Wilhelmsruher Anwohner alljährlich im Sommer sehr deutlich wahrnehmen: Die schlechte Wasserqualität, verbunden mit Geruchsbelästigung und Fischsterben, machen eine Sanierung des Wilhelmsruher Sees (Ententeich) erforderlich.

Forderung nach einem Sanierungskonzept

Die SPD Wilhelmsruh-Rosenthal hat deshalb auf ihrer Abteilungsversammlung am 8. April 2014 das Bezirksamt aufgefordert, zeitnah ein Sanierungskonzept für den See zu erarbeiten.

Neben einer Verbesserung der Wasserqualität sollen dabei auch die Ideen und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen, die den Wilhelmsruher See für vielfältige Freizeitaktivitäten zu allen Jahreszeiten nutzen.

In den Wintermonaten ist der zugefrorene Wilhelmsruher See ein überaus beliebtes Ziel für Familien und Schlittschuhläufer. Im Sommer ist der See ein beliebter Treffpunkt zum Spazierengehen und zum Sonnenbaden an den Wiesenufern. Besonders für Familien mit Kindern sind natürlich Enten und Wasservögel eine Attraktion.

Allerdings sorgt der Futterkreislauf über die Ausscheidungen der Wasservögel für eine Verschlechterung der Wasserqualität. Positiv anzumerken ist: es gibt kaum überhängende Baumbestände am Ufer, von denen im Herbst Blätter in den See fallen, die Fäulnisprozesse am Seeboden verstärken.

Als stehendes Gewässer benötigt der See vor allem eine bessere Sauerstoffversorgung im Wasser, und bereits am Seeboden lagernder Faulschlamm muß entweder entsorgt, oder ökologisch deaktiviert werden.

Bürgerbeteiligung ausdrücklich erwünscht

Die SPD setzt sich dafür ein, die Wilhelmsruher Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung des Sanierungskonzeptes zu beteiligen. In einem ersten Schritt sollen die Ideen zur Sanierung des Sees zur Diskussion gestellt werden.

Claudia Hakelberg, Mitglied im Vorstand der SPD Wilhelmsruh-Rosenthal: „Der Wilhelmsruher See liegt uns sehr am Herzen, droht aber gerade zum stinkenden Ärgernis zu werden. Schon jetzt, Anfang Mai, wuchert er zu, treiben Gestrüpp und Algen an seiner Oberfläche. Man kann bereits ahnen, wie er im Hochsommer aussehen und riechen wird. Es wird Zeit, etwas zu tun.“

Leonie Gebers, Vorsitzende der SPD Wilhelmsruh-Rosenthal: „Besonders wichtig ist uns Bürgerbeteiligung. Wir wollen, dass das Bezirksamt die Wilhelmsruher bei der Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes anhört und einbindet. Der See ist ein beliebter Treffpunkt für alle Wilhelmsruher. Dort gehen wir spazieren, joggen oder im Winter eislaufen. Kinder spielen, Ältere setzen sich auf die Bänke und viele lassen einfach die Seele baumeln.“ m/s

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