Freitag, 21. Juli 2017
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Schwarzarbeiter, Ehrenamtler, Freiwillige & Sklavenhändler

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Die Integration der Flüchtlinge und Zuwanderer in das deutsche Sozialsystem läuft nicht rund. Niemand konnte im Ernst glauben, zehntausende Flüchtlinge würden still in den Unterkünften abwarten, und auf Betreuung und finanzielle Zuwendung zuwarten.
Stattdessen wird auf allen Ebenen gearbeitet, um Nutzen und Gewinn zu erzielen.
Auch wenn nur 80 Cent die Stunde verdient werden, 8 € am Tag sind viel Geld, wenn man notleidende Angehörige in Krisengebieten mitversorgen möchte.

Inzwischen baut sich die „suburbanisierte Ökonomie“ rund um untergebrachte Flüchtlinge auf. Die WELT berichtet von den Recherchen des Radiosenders NDRInfo:

Wirtschaft | Illegale Jobvermittlung
Tausende Flüchtlinge als Schwarzarbeiter ausgebeutet

„Tellerwäscher, Putzhilfen, Tapezierer: Angeblich arbeiten rund 100.000 Flüchtlinge in Deutschland für Dumpinglöhne. Durch zwielichtige Vermittler bekommen sie nur 80 Cent pro Stunde.“

Die Arbeitsmarktpolitik gerät nun aus dem Ruder, denn es treten genau die Verrängungseffekte ein, die man mit Einführung des Mindestlohnes ausschliessen wollte.
Die Vermittlung arbeitsrechtlicher Grundlagen der Wirtschafts- und Sozialordnung setzt schon einige Kenntnisse und Sprachkenntnisse voraus, bevor Flüchtlinge und Zuwanderer Vorschriften und Unterschiede erkennen können.

Das Nebeneinander von Flüchtlingen, ehrenamtlichen Betreuern, Freiwilligen und schlecht bezahlten Wachdiensten sorgt für stetige Improvisation und Geschäfte, die in Grauzonen ablaufen. Wenigstens 100.000 Personen arbeiten schwarz, so wird geschätzt. Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen schätzt die gewachsene Schattenwirtschaft auf rund 1,5 Milliarden € pro Jahr.

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a/m