Donnerstag, 17. August 2017
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Sechstage-Rennen wird zur Rennserie

Sechstage-Rennen Berlin

Der britische Sportveranstalter Madison Sports Group hat 2015 die Sportrechte am Berliner Sechstagerennen erworben. Mark Darbon, CEO der Madison Sports Group will eine neue Ära des Bahnradsports begründen und versammelt nun die besten Fahrer der Welt in einer europaweiten Rennserie.

Auftakt war in London vom 25. bis 30. Oktober 2016. Im Dezember starten die Sechstagerennen in Amsterdam (6. bis 11. Dezember).
In Berlin starten die nächsten Sixdasy vom 19. bis 24. Januar 2017. Danach folg Kopenhagen (26. bis 31. Januar) und das Finale auf Mallorca. Dessen Datum wird erst im Januar bekannt gegeben..

Insgesamt nehmen an den Rennen 24 Nationalteams teil. Die neue Rennserie soll dem Bahnradsport zu noch mehr Popularität verhelfen.

Start in Berlin

Das Berliner Sechstagerennen startete erstmals am 15. März 1909 in einer Ausstellungshalle am Zoologischen Garten. 15 Zweierteams kämpften damals um den auf 5000 Goldmark dotierten Sieg, den sich letztendlich die beiden US-Amerikaner Floyd MacFarland und Jimmy Moran holten.
1911 zog das Sechstagerennen in den berühmten Sportpalast um, wo – mit ein paar Unterbrechungen durch die Weltkriege – bis 1972 gefahren wurde. Nachdem der Sportpalast 1973 abgerissen wurde, war die Deutschlandhalle bis 1990 Austragungsort des Berliner Sechstagerennens. Dann folgte eine Pause, die erste und einzige, die nicht durch eine politisch prekäre Lage in Deutschland hervorgerufen wurde, sondern dadurch, dass nach dem Abriss der Bahn in der Deutschlandhalle schlichtweg eine Hallen-Radrennbahn in Berlin für eine solche Veranstaltung fehlte.
1997 gelang es den Veranstaltern Heinz Seesing und Reiner Schnorfeil schließlich, das Sixdays-Spektakel auf dem neu erbauten Velodrom an der Landsberger Allee wiederzubeleben, wo es bis heute sein Zuhause gefunden hat.

Die Rennfahrer fahren seit eh und je mit einem starrem Gang und ohne Bremsen auf der Bahn. Die frühen Sechstagerennen bestanden ausschließlich aus dem Zweiermannschaftsfahren und es ging darum, wer in den gesamten sechs Tagen die meisten Kilometer zurücklegte. Die Berliner Sechstage- Sieger 1909, MacFarland/Moran, hatten nach den insgesamt 144 Stunden ganze 3865,7 Kilometer gefahren. Der Rekord liegt bei 4544,2 Kilometer, 1924 von Richard Huschke und Franz Krupkat in Berlin aufgestellt – ein Rekord für die Ewigkeit. Heutzutage nicht mehr sechs Tage lang pausenlos am Stück gefahren.

Weitere Informationen:

www.sechstagerennen-berlin.de

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