Dienstag, 22. August 2017
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Senatorin setzt auf Smart-City-Kooperation mit Cisco

Kooperation SenWTF mit Cisco

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung (CDU) treibt die Modernisierung der Metropole Berlin voran. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kooperation mit IT-Netzwerkausrüster Cisco, der die wichtigsten Produkte herstellt, damit das weltweite „digitale Nervensystem“ Internet funktioniert. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und der IT-Ausrüster Cisco wollen die Digitalisierung in Berlin gemeinsam vorantreiben und Berlin zu einer Smart City machen.

Kooperation SenWTF mit Cisco
Senatorin Cornelia Yzer und Anil Menon, Ciscos Global President Smart+Connected Communities vereinbaren in einem Kooperationsabkommen zur Digitalisierung eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Telemedizin, Sicherheit und Netzinfrastruktur – Foto: SenWTF

In einem Memorandum of Understanding, das gestern zwischen Senatorin Yzer und Anil Menon, Global President Smart+Connected Communities, Cisco, in Berlin unterzeichnet wurde, vereinbaren die Partner eine enge Zusammenarbeit bei Telemedizin, Sicherheit und Netzinfrastruktur.

Die Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft ist für Cisco Teil der Initiative „Deutschland Digital“. Im Rahmen dieses Projekts investiert Cisco innerhalb von drei Jahren 500 Millionen US-Dollar in die Digitalisierung in Deutschland. Mit den Investitionen sollen Projekte aus den Bereichen Innovation, IT-Sicherheit und Bildung beschleunigt werden.

Ziel ist es, auf den drei Feldern konkrete Lösungen zu entwickeln, die den Bürgern direkt nutzen.

Telemedizin

Der Gesundheitssektor bietet vielschichtige Möglichkeiten für den Einsatz digitaler Lösungen. Die Unterzeichner wollen eine Gesundheitsplattform entwickeln, auf der Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, Rettungsdienste und Therapieeinrichtungen Daten austauschen können – nach expliziter Erlaubnis jedes einzelnen Patienten. Davon profitieren insbesondere chronisch Kranke und Notfallpatienten. Darüber hinaus wollen beide Organisationen prüfen, wie digitale Technologie zu effizienterer, medizinischer Versorgung für Flüchtlinge beitragen kann.

Security Operations Center (SOC)

Die Sicherheit der Bürger hat in Deutschlands Hauptstadt herausragende Bedeutung. Digitalisierung beschleunigt und vereinfacht viele Kommunikationsprozesse, auf die es bei der Krisenprävention ankommt. Ziel ist der Aufbau einer zentralen digitalen Plattform, über die öffentliche Sicherheits- und Rettungsdienste wie Polizei, Feuerwehr und Krankenhäuser, noch schneller kommunizieren und reagieren können. Außerdem können Wetter-, Verkehrs- und Umweltdaten in das Lagebild integriert werden, so dass öffentliche Dienste bei Unwettern oder Events bessere Lagebilder erhalten und ihre Ressourcen so effektiver einsetzen können.

Intelligente I&K-Netzinfrastruktur für die Stadt der Zukunft

Zahlreiche Berliner Organisationen treiben ihre eigene Digitalisierung mit hohem Tempo voran. Dies geschieht jedoch meist vertikal, also innerhalb von Branchen, Verwaltungseinheiten oder an bestimmten Orten. Deshalb haben sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und Cisco vorgenommen, eine horizontale Infrastruktur zu entwickeln, die alle Berliner Organisationen gemeinsam nutzen können. Dabei geht es nicht um die reine Vernetzung, sondern um intelligente Netzfunktionen, die allen Teilnehmern dient. Dazu gehören Sicherheits- und Analysefunktionen sowie die Möglichkeit, Software direkt in das Netz integrieren zu können. Dabei wollen die Partner auf offene, internationale Standards setzen.

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung: „In der Digitalisierung liegt die große Chance für Berlin. Das dynamische Wachstum der vergangenen Jahre ist eng mit der digitalen Transformation verknüpft, von der Berlin wie keine andere deutsche Stadt profitiert. Mit der Kooperationsvereinbarung gehen wir diesen Weg konsequent weiter, um gemeinsam mit Cisco Innovationen zu fördern und die Möglichkeiten der Digitalisierung voranzutreiben.“

Oliver Tuszik, Deutschlandchef von Cisco: „Bereits heute ist Berlin einer der weltweiten Top-Standorte für Technologieunternehmen. Die Stadt hat aber noch mehr Potenzial, und es ist toll, dabei helfen zu können, es zu heben. Die Digitalisierung ist eine Riesenchance für die Berliner. Mit dem Memorandum of Understanding wollen wir dazu beitragen, die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und der Berliner Wirtschaft zusätzliche Impulse zu geben. “

CISCO: ALL IP TRansformation by Cisco - Grafik zur CeBIT 2016
CISCO: ALL IP TRansformation by Cisco – Grafik zur CeBIT 2016

Über Cisco

Cisco ist einer der weltweit führenden IT-Ausrüster. Der Name Cisco leitet sich von den beiden letzten Silben des Gründungsortes San Francisco ab. Cisco bietet Lösungen für fast alle Bereiche des Netzwerkbetriebs an: Router, Switches (LAN, SAN), WLAN, Unified Communications, VoIP, Contact Center, Video, TelePresence, Netzwerkmanagement, Security (Firewall, Authentifizierung, Virtual Private Network). Seit seiner Gründung hat das Unternehmen über 160 Firmen übernommen und integriert.
Cisco hat auch die wichtigsten Protokolle für Telefonie, Internet und Videokonferenzen entwickelt und lizensiert.

Das Unternehmen steht auch im Zusammenhang mit der NSA- und Überwachungsdebatte in der Kritik. Cisco bestreitet jedoch eine aktive Zusammenarbeit mit NSA und Geheimdiensten. Stattdessen hat Edward Snowden herausgefundem, dass die National Security Agency gezielt Abhöreinrichtungen in Cisco-Produkte einbaut, die an bestimmte Zielobjekte geliefert werden. Dazu werden die Sendungen abgefangen, die Produkte an einem geheimen Ort verwanzt, neu verpackt und anschließend zum Zielobjekt verschickt.

Die wichtigsten Cisco-Technologien werden heute auch vom chinesischen Konkurrenten HUAWEI weiterentwickelt und weltweit angeboten, sodass Cisco in einem harten Wettbewerb steht.

2015 eröffnete das Silicon-Valley-Unternehmen eines seiner weltweit zehn Innovationszentren auf dem EUREF-Campus in Berlin. Bei Smart City Projekten ist Cisco weltweit in mehr als 90 Städten engagiert.

Lars Gurow, PR Manager Deutschland erklärte, auf die Frage nach dem „Smart-City“-Begriff, dass „jede Stadt eigene Konzepte entwickelt, für die Cisco angepaßte Lösungen anbietet.“

Nutzen für den IT- und Startup-Standort Berlin

Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und dem IT-Ausrüster Cisco hat Senatorin Yzer einen wichtigen Schritt getan, und einen Partner in die gewonnen, um die notwendigen Erneuerungsprozesse für IT-Verwaltung und eGovernment zu beschleunigen und zu verbessern. Alle künftigen IT-Lösungen hängen immer mehr von „verteilten Netzen“ und „standortübergreifenden Übertragungstechnologien“ ab. Ob Startups- oder Internet-der-Dinge: mit Cisco sitzt nun einer der wichtigsten „Global Netbuilder“ mit in der Stadt.

Smart City Berlin 2030
Smart City Berlin 2030: Frank Henkel, Stefan Evers und Cornelia Yzer beim stadtentwicklungspolitischen Gespräch der CDU-Fraktion am 9.2.2016 im EUREF Campus

Politisch arbeitet Senatorin Yzer beim Thema „Smart-City“ übrigens eng mit dem für die Berliner-Landes-IT zuständigen Innensenator Frank Henkel und der CDU-Fraktion zusammen. Henkel muss sich insbesondere mit vorhandenen IT-Altlasten des Landes Berlin und bis heute andauernden Folgewirkungen landeseigener IT-Entwicklungen in den Bürgerämtern auseinandersetzen.

Für den notwendigen Modernisierungsprozeß, hat Yzer nun auch die „technologischen Weichen“ durch die Einbindung innovativer Unternehmen gestellt. In der IT-Beschaffung des Landes Berlin kann nun ein notwendiger Paradigmenwechsel eingeleitet werden. Statt „make IT – or buy IT“ kann es künftig „developIT – together!“ heißen!

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