Donnerstag, 23. März 2017
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Spielsandhygiene – keine Nebensache

Spielsand - Hygieneplan

Spielsand ist für Kommunen, kommunale und private Kita- und Schulträger ein wichtiges Hygienethema. Seit 2001 sind Kindereinrichtungen gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet, in Hygieneplänen ihre innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Einhaltung der Infektionshygiene festzulegen. Im Alltag vieler Einrichtungen wird dabei der regelmässig Spielsandaustausch vergessen.

Schutz Infektionsrisiken

Als grundlegender Schutz ist ein Spielplatz ist gegen unsachgemäße Fremdnutzung zu sichern. Ein Zulauf von Hunden und Katzen muss unterbunden werden. Eine Einzäunung ist dabei schon der beste Schutz. Doch Wildtiere und Vögel überwinden diese Barriere. Der Spielsand muss deshalb nach einer Zeit ausgetauscht werden.
Auch eine Spielsandpflege durch Harken und Belüften und das Absammeln von sichtbaren Verunreinigungen gehört zum Hygieneschutz.

Mit dem Hygieneplan wird der Zweck verfolgt, Infektionsrisiken in den betreffenden Einrichtungen zu minimieren. Bei Spielsand sollten der Turnus der Spielsanderneuerung nach Plan erfolgen.

Besonderer Schutz für Kleinkinder
Kleinkinder nehmen gern auch Spielzeug und Sand in den Mund, und machen sich so mit ihrer Umwelt vertraut. Die Bodenaufnahme durch Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr sollte nicht überbewertet werden, doch Fachleuten schätzen eine Menge von maximal 0,5 g pro Tag. Für eine Infektion kann das ausreichen. Für mögliche Schadstoffe ist die Menge jedoch zu klein, um zur Gefahr zu werden.

Eltern und Erzieher passen natürlich auf, und schauen, ob Kleinkinder größere Mengen Sand aufnehmen.
geschätzt.

Potentielle gesundheitliche Risiken für Kinder in Spielsandkästen
– Kontamination des Spielsandes mit Schadstoffen (z. B. Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe).
– Gesundheitsgefährdende Bakterien durch Tierexkremente
– Gesundheitsgefährdende Bakterien durch Eintrag von Lebensmittelresten
– Gesundheitsgefährdende Bakterien durch Zersetzung von organischen Stoffen.
– Parasitenstadien (z.B.Eier des Hunde- und Katzenspulwurmes sowie des Fuchsbandwurmes,
– ferner Lamblienzysten, Oozysten von Kryptosporidien) durch Absetzen von Tierkot.
– Verletzungsgefahr durch scharfkantige Gegenstände (z. B. Glas- und Keramikscherben).

Spielsandaustausch möglichst mit Gütesicherung

Bei Neubefüllung ist die Qualität des Sandes vom Lieferanten zu garantieren. Bei kleineren, unbewachten Spielsandkästen ist der Schutz des Spielsandes vor Verunreinigungen zu empfehlen. Die Sandkästen sind über Nacht bzw. am Wochenende abdecken.
Häufiges Harken zur Reinigung und Belüftung des Sandes verhindert anaerobe Zersetzungsprozesse, etwa von Fall-Laub..
Auch eine tägliche visuelle Kontrollen auf organische (Tierexkremente, Lebensmittelreste, organische
Abfälle, herabfallendes Laub etc.) und anorganische Verunreinigungen (z.B.Glas und Keramikscherben) gehört zur Spielsandhygiene. Erkannte Verunreinigungen aller Art sind sofort zu entfernen.

Weitere Informationen:

Spielsand, Spielsandaustausch und Hygieneplan – Fachinformation

Die Redaktion hält eine Fachinformation für Kita-Träger und Grundschulen bereit, in der gesetzliche Grundlagen, Hinweise zum Hygieneplan, Adressen von Prüflaboren und Liefernachweise für gütegesicherten Spielsand vermittelt werden.

redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de – Schutzgebühr 10 €

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m/s