Freitag, 18. August 2017
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Sporthalle in Karow neue Notunterkunft

Sporthalle Grundschule Am Hohen Feld

Am Abend des 20. November 2015 wurde dem Bezirksamt Pankow mitgeteilt, dass die Sporthalle der Grundschule Am Hohen Feld in Karow durch den Landesweiten Koordinierungsstab Flüchtlingsmanagement sichergestellt und als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet werden wird. Am Abend des 23. November 2015 hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales dem Bezirksamt Pankow den Sicherstellungsbescheid übermittelt.

Die Sicherstellung der Sporthalle läuft bis zum 31. März 2016. Sie erfolgte auf der Grundlage des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG), nachdem am Dienstag, dem 17. November 2015, der Pankower Bürgermeister, Matthias Köhne (SPD), seine Zustimmung zur vom Senator für Gesundheit und Soziales vorgesehenen Nutzung der Sporthalle im Karower Bedeweg verweigert hatte.

Betreiber der Unterkunft ist Social Support Berlin, Ansprechpartner ist Herr Schmidt (Tel.: 0151 41856514, Mail: ceoway@ms.ceoway.de).

Die ersten Unterstützer/innen der einzurichtenden Notunterkunft haben sich bereits organisiert und ihre Hilfe angeboten. Das Bezirksamt dankt allen Ehrenamtlichen, die sich auch in Karow unermüdlich für die geflüchteten Menschen engagieren. Großer Dank gilt ebenso dem Sportverein Karower Dachse, der trotz des schmerzlichen Verlustes seiner Sportstätte klar Position für die Flüchtlinge bezogen hat.

Der für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Senator für Gesundheit und Soziales hatte von den Bezirken letzte Woche im Rat der Bürgermeister gefordert, insgesamt 48 weitere Sporthallen als Notunterkünfte zu benennen. Im Bezirk Pankow stehen bereits fünf Sporthallen dem Schul- und Vereinssport nicht mehr zur Verfügung.

„Wenn fast 80 Sporthallen bis auf Weiteres nicht mehr für den Schul- und Vereinssport genutzt werden können, gefährdet dies zunehmend den sozialen Frieden in der Stadt. Für die bevorstehende Auflösung der Flüchtlingsunterkunft in der Messehalle 26 müssen mindestens fünf Sporthallen zur Verfügung gestellt werden. Das ist der falsche Weg. Vielmehr müsse darüber nachgedacht werden, weitere Messehallen als Notunterkünfte für Flüchtlinge herzurichten“, erklärt Pankows Bezirksbürgermeister, Matthias Köhne.

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m/s