Samstag, 21. Oktober 2017
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Stadterneuerung im Fokus

Hardt-Waltherr Hämer

Es wird wieder über Stadterneuerung in Prenzlauer Berg diskutiert. Zwei Veranstaltungen in der Galerie Aedes im Pfefferberg rücken das Thema neu ins Blickfeld. Zuerst geht es um einen Rückblick auf das „Städtebauliche Sanierungsgebiet Teutoburger Platz“ am 10.10.2013. Am 14.10.2013 wird ein Zeitsprung in die achtziger Jahre des alten West-Berlin unternommen, in denen das Wort von der „behutsamen Stadterneuerung“ vom Architekten Hardt-Waltherr Hämer geprägt wurde.

Hardt-Waltherr Hämer
Hardt-Waltherr Hämer - Foto: IBA-Archiv 1986

18 Jahre Stadterneuerung Teutoburger Platz
Bilanz und Ausblick – Ausweitung der Sozialen Erhaltungsgebiete in Pankow
Podiumsgespräch am 10. Oktober 2013 – 18:30 Uhr

Im Rahmen der noch laufenden Ausstellung zur Abschluss der städtebaulichen Sanierung rund um den Teutoburger Platz laden die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, das Bezirksamt Pankow und die Sanierungsbeauftragte S.T.E.R.N. GmbH zu einem Podiumsgespräch in die Galerie Aedas im Pfefferberg ein.
Vorgestellt und erörtert werden Verfahren, Ergebnisse, Erfahrungen und Ausblick auf die Fortführung der neuen Ansätze zum städtebaulichen Erhaltungsrecht in Pankow und speziell Prenzlauer Berg.

Auf dem Podium sitzen:

Wolf Schulgen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung IV,
verantwortlich für Wohnungswesen, Stadterneuerung,Soziale Stadt

Jens-Holger Kirchner Stadtrat und Leiter der Abt. Stadtentwicklung

Silvia Hoehne-Killewald, Mieterberatung Prenzlauer Berg,

Oskar Neumann, von Bürgersteig e.V. ,

Theo Winters, Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung (S.T.E.R.N.)

Die Veranstaltung findet im Raum des Aedes Network Campus Berlin – ANCB The Metropolitan Laboratory statt.

Galerie Aedes im Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg

ANCB - Aedes Network Campus Berlin - Metropolitan Laboratory

Die zweite Veranstaltung widmet sich einer spannendes Phase der Berliner Architektur- und Baugeschichte, in der nach den Aufbaujahren, den Stadtumbauten der siebziger Jahre und der Abrißsanierung ein neues Paradigma entgegen gesetzt wurde. Bauen im Bestand, behutsame Stadterneuerung und die heutige Hinwendung zu den Altbauquartieren sind geistig und konzeptionell von der IBA 1984-1987 vorbereitet worden.

Hardt-Waltherr Hämer – Streitbarer Geist und Stadtvisionär
Weichenstellungen der Stadterneuerung in der IBA Alt 1984/1987 und heute
Podiumsgespräch mit Filmvorführung am 14. Oktober 2013, 18 Uhr

Hardt-Waltherr Hämer war der Kopf und das Herz der West-Berliner Altbau-IBA in den 1980er Jahren. Aufbauend auf niederländischen, skandinavischen und italienischen Vorbildern, wurde während der IBA die Idee einer „Behutsamen Stadterneuerung“ entwickelt, propagiert und ausgebaut. Ziel war die modellhafte Sanierung der seit dem 2. Weltkrieg teilweise systematisch verrotteten Quartiere von Kreuzberg. Dabei sollte die bestehende Bausubstanz so weit als möglich erhalten und die soziale Struktur nicht gefährdet werden. Bis heute fehlt eine fundierte historische Aufarbeitung der Altbau-IBA. Welche Weichen für die behutsame Stadtentwicklung wurden damals gestellt und was ist heute davon noch gültig?

Die Erinnerung an den vor einem Jahr verstorbenen Hardt-Waltherr Hämer soll Anlass sein, einen Schritt auf diesem Weg zu gehen und zu fragen, was die IBA Alt einst für eine Bedeutung hatte und welche Auswirkungen sie auf die aktuelle Entwicklung hat. Wie kam es zu dem Mythos IBA und welche Wirkungen hatte er bis weit über Berlin hinaus, was waren die Voraussetzungen, wie wurden die Erfahrungen in den vergangenen 23 Jahren deutscher und berlinischer Vereinigungsplanung eingebracht? Ist die IBA West-Berlins heute noch ein Modell?

Konnte sie Gentrifizierung verhindern, kann oder soll man diese überhaupt verhindern?

Und nicht zuletzt: Wie sah eigentlich das Werk Hämers über seine sozial-stadtplanerischen Initiativen hinaus aus?

PROGRAMM

18.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. h. c. Kristin Feireiss, Director, ANCB The Metropolitan Laboratory, Berlin
Theo Winters, Geschäftsführer, S.T.E.R.N. GmbH, Berlin

18.15 Uhr Filmvorführung
„Menschen und Steine – Gespräche mit Hardt-Waltherr Hämer“ (Ausschnitt)

18.30 Uhr Statements
Prof. Dietmar Eberle, Institut für Stadtentwicklung, ETH Zürich
Die Bedeutung Hardt-Waltherr Hämers für die europäische Stadtentwicklung
Prof. Inken Baller, Architektin, Berlin
Die Bedeutung Hardt-Waltherr Hämers für Berlin

18.45 Uhr Podiumsdiskussion
Welche Wirkungen hatte die Altbau-IBA zu ihrer Zeit und welche Wirkungen kann sie heute noch haben?

Prof. Inken Baller, Architektin, Berlin
Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Sozialwissenschaftler und Stadtplaner, Berlin
Günter Fuderholz, Berlin, ehemals IBA 1987 und DSK
Theo Winters, Geschäftsführer, S.T.E.R.N. GmbH, Berlin
Moderation: Nikolaus Bernau, Journalist und Autor, Berlin

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter: reply@aedes-network-campus.de.

Die Veranstaltung findet im Raum des Aedes Network Campus Berlin – ANCB The Metropolitan Laboratory statt.

Galerie Aedes im Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg

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m/s