Samstag, 18. November 2017
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Staupevirus bei Füchsen nachgewiesen

Hund beim Tierarzt

Das Ordnungsamt Pankow hat in der letzten Woche informiert, dass bei Füchsen im Bezirk Pankow das Staupevirus nachgewiesen wurden. Der Canine Staupevirus (CDV, Canine Distemper Virus) ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen, dem bovinen Rinderpestvirus und dem Seehund-Staupevirus, welches für das massenhafte Seehundesterben 1988 in der Nordsee verantwortlich war. Außerhalb des lebenden Organismus bleibt der Erreger nur wenige Tage infektiös. Während er gegenüber Trocknung und Kälte sehr resistent ist. CDV wird von allen gängigen Desinfektionsmitteln sehr schnell inaktiviert.

Die Staupe-Erkrankung ist seit Jahrhunderten bei Haushunden bekannt, und befällt auch Wölfe, Hunde, Katzen, Hyänen, Marder, Kleinbären, Bären und Schleichkatzen; sowie Stinktiere und Robben. Eine Infektion erfolgt meist durch Kontakt mit erkrankten oder toten Tieren, aber auch über deren Exkremente.

Krankheitsymptome
Nach ersten Symptomen wie hohem Fieber, Fressunlust und Mattigkeit treten, je nach betroffenem Organsystem, Durchfall, Erbrechen, Atemnot, Nasenausfluss, Husten Bewegungsstörungen, Verhornung des Nasenspiegels und der Ballen auf. Die Infektion kann bei schwerem Verlauf zum Tod des Hundes führen, für den Menschen ist der Erreger jedoch ungefährlich.

Vorsichtsmaßnahmen für Haustierbesitzer

Das Ordnungsamt Pankow, Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht, empfiehlt Hundebesitzern dringend, den Impfstatus ihrer Tiere zu überprüfen und die Impfung erforderlichenfalls durch den behandelnden Tierarzt auffrischen zu lassen.

Hauskatzen lassen sich zwar mit dem Virus infizieren, zeigen jedoch keine Symptome.

Um den Kontakt mit infektiösen Kot zu vermeiden, sollten Hunde an der Leine geführt werden.

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m/s