Samstag, 16. Dezember 2017
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Stefan Liebich im Interview

Stefan Liebich (DIE LINKE) Foto: Müller - Zukunftswerkstatt Heinersdorf

Die Wahlkampfendphase ist richtig spannend geworden – der Wahlausgang ist trotz aller Auguren-Meldungen und Prognosen noch offen. Auch im Wahlkreis Pankow bleibt es ganz spannend. In letzter Minute gelang es auch noch ein Last-Minute Interview mit Stefan Liebich zu führen, das im allerletzten Moment redaktionell bearbeitet werden konnte.

Stefan Liebich (DIE LINKE)  Foto: Müller - Zukunftswerkstatt Heinersdorf
Stefan Liebich (DIE LINKE) Foto: Müller - Zukunftswerkstatt Heinersdorf

Frage: Wie ist Ihre ganz persönlichen Stimmung – welche positiven Signale haben sie Sie Wahlkampf gespürt?

Stefan Liebich: „Ich bin guter Dinge. Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel Zustimmung erfahren, sowohl beim klassischen Straßenwahlkampf als auch im Rahmen der vielen Podiumsdiskussionen. Das hat auch meine zahlreichen Helferinnen und Helfer sehr motiviert. Ihnen möchte ich auf diesem Wege schon einmal ganz herzlich Dankeschön sagen.“

Frage: „Wie rechnen Sie sich ihre Chancen gegen die anderen Kandidaten aus? Wer ist nach Ihnen der aussichtsreichste Kandidat?“

Stefan Liebich: „Die Chancen, das Direktmandat in Pankow zu verteidigen, sind sehr gut, ich rechne aber mit einem knappen Ergebnis. Härtester Konkurrent dürfte der SPD-Kandidat sein, aber auch die Bewerber von CDU und Bündnis90/Die Grünen sind nicht chancenlos.“

Frage: Welche aktuellen politischen Veränderungen nehmen Sie aus den vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf wahr und welche politischen Schlüsse wollen Sie daraus ziehen?

Stefan Liebich: „Neben vielen lokalen Sachthemen wie Mieten oder Fluglärm, stand die Frage, wie gerecht es in unserem Lande zugeht, im Mittelpunkt. Auch die Frage, warum es LINKE, SPD und Grüne nicht vermögen, ein politisches Bündnis zu schmieden, war von großem Interesse und stieß immer wieder auf Unverständnis.“

Frage: Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit der Parteien im Bezirk Pankow? Hier wird sehr viel Sacharbeit über die Ausschüsse befördert – und es gibt immer wieder einen breiten Konsens, bei dem die CDU oft zu kurz kommt.

Stefan Liebich: „Es ist nicht an mir, Zensuren für die Zusammenarbeit der Parteien in Pankow zu erteilen. Ich finde, dass eine sachliche Zusammenarbeit der demokratischen Parteien auf allen Ebenen möglich sein sollte. Hier hat insbesondere die CDU im Bundestag Nachholebedarf, die bis heute mit uns keine Anträge einreicht, selbst wenn wir uns einig sind.“

Frage:„Die CDU Pankow beklagt sich über ihre Partei: „Leider wird Pankow seit vielen Jahren von rot-rot regiert. Auch in Pankow werden die Entscheidungen mit der Mehrheit von SPD und LINKEN getroffen.“

Stefan Liebich: „Das möchte ich nicht weiter kommentieren, zumal es wohl auch sachlich falsch wäre.“

Frage: Wer ist der/die bemerkenswerteste Bürger/in in Pankow?

Stefan Liebich: „In Pankow gibt es 355.361 bemerkenswerte Bürgerinnen und Bürger.“

Frage: Was macht Stefan Liebich privat, wenn der Wahlkampf zu Ende ist?

Stefan Liebich: „Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf. Aber im Ernst, sollte ich wiedergewählt werden, geht der Arbeitsalltag ohne nennenswerte Verschnaufpause weiter. Die Fraktion bildet sich neu und auch viele organisatorische Fragen bedürfen einer Entscheidung. Da bleibt auch nach den Wahlen für das Privatleben zunächst nicht viel Raum. Aber ein verlängertes Wochenende mit meiner Frau auf dem Darss ist schon geplant.“

Michael Springer: Vielen Dank für das Gespräch!

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m/s