Samstag, 21. Oktober 2017
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tempohomes in der Elisabethaue werden im Oktober bezogen

tempohomes

Die Flüchtlingsunterkünfte mit sogenannten tempohomes an der Buchholzer Straße in Französisch Buchholz werden voraussichtlich Mitte Oktober bezogen. Dies teilte der Betreiber vorab mit. Heute fand ein Tag der Tag der offenen Tür von von 17 bis 19 Uhr statt, an dem auch Vertreter des Bezirksamtes Pankow teilnahmen.
Die Inbetriebnahme der Flüchtlingsunterkünfte hatte sich in der Vergangenheit mehrfach verzögert.

Der Betreiber apardo GmbH aus Berlin-Charlottenburg ist noch neu am Markt und hat eine kompetente Geschäftsführung, der auch ein Aufsichtsrat zur Seite gestellt ist.

Anspruch und Empathie für die Zielgruppe

Der Träger ist nicht nur Betreiber, sondern auch Bildungsträge und bringt einen umfassenden Anspruch mit:

„Unterbringung, Versorgung, Betreuung – Terminologien, die kühl und distanziert anmuten, füllen wir mit Leben. Wie bieten Angebote mit Perspektive und Nachhaltigkeit, um Menschen mit Mut und Freude in die Zukunft blicken zu lassen. Menschen, die ihr bisheriges Leben aus sozialen, politischen oder wirtschaftlichen Gründen aufgeben mussten, sind oft traumatisiert und ängstlich. Um den Verlust ihrer Bezugspunkte zu kompensieren, bedarf es weitaus mehr als einer bürokratisch korrekten und pragmatischen Behandlung. Es braucht Ansprechpartner, die wirklich verstehen und individuelle Lösungen bieten. Das ist das Selbstverständnis von Apardo, so schaffen wir menschliche Wohn- und Lebensräume.“

Die Geschäftsführung wird für eine Einbindung der Gefüchteten in die neue Nachbarschaft sorgen, und stützt sich auf freiwillige Unterstützer-innen. Auch gegenüber den unmittelbaren Anwohmerm wird eine offene Gesprächsbereitschaft signalisiert.

tempohomes – Notunterkünfte für Flüchtlinge – statt Sozialbauten

Die tempohomes werden zwei Jahre nach der großen Zuwanderungswelle bezogen, eine teure und provisorische Lösung. Bereits im August 2015 hatte der damalige Staatssekretär im Bundesbauministerium Florian Pronold (SPD) die Richtschnur für alle Bundesländer ausgegeben, keine Sonderbauprogramme für Flüchtlinge, sondern sofort Sozialbauwohnungen zu schaffen, und Mittel dafür bereit stellen lassen.
In Berlin hat man diesen Ratschlag der Bundesregierung nicht beachtet. In der Folge kostet die Flüchtlingsunterbringung in Berlin pro Person rund dreimal soviel wie etwa in Bayern, wo man sofort in preiswete, langlebige Fertigbausiedlungen investiert hat, um Geflüchtete unterzubringen.

Berlin hat nun Turnhallen, die noch nicht saniert sind, tempohomes, die als 10-Jahres-Provisorien neu bezogen werden, und Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF), die viel zu spät fertig gestellt werden.

Weitere Informationen:

www.apardo.berlin

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