Mittwoch, 16. August 2017
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Temporäres Spielen auf der Gudvanger Straße

Spielen auf der Gudwanr

Es ist ein „schwerer Fall“ von deutscher Folklore und Bürokratie. Eltern, Initiativen und Kinder planen unter vereinter Mithilfe wohlwollender Politiker und eines positiv gestimmten Stadtrates die Einrichtung einer Spielstraße vor einer Schule. Eine Anwohnekrin klagt, weil Parkplatzfläche nahe der Wohnung und die Zufahrt beschränkt wird. Vor Gericht bekommt die Anwohnerin Recht. Offensichtlich ist es nicht einfach, ein Stück Straße in einem kinderreichen und kinderfreundlichen Bezirk umzuwidmen.

Nach langen Verhandlungen und Diskussionen soll es in diesem Jahr endlich klappen. Das Bezirksamt Paatnkow und die Initiative „temporäre Spielstraße“ haben sich die letzten 3 Monate intensiv über unser neues Konzept zum temporären Spielen auf der Gudvanger Straße ausgetauscht.

Die Initiative „temporäre Spielstraße“ und das Bezirksamt Pankow laden für Dienstag, den 19. April, um 18 Uhr zu einer öffentliche Anhörung für Anwohner und Interessierte in die Aula der Wilhelm-von-Humboldt-Schule ein.

Ziel ist es, das Modelprojekt diesen Sommer so durchzuführen, dass es den Anforderungen des Verwaltungsgerichts
entspricht. Das Gericht hatte ein Konzept mit „Veranstaltungscharakter“ gefordert.

„Das Bezirksamt unterstützt weiterhin das Modellprojekt, im Rahmen einer Veranstaltung das temporäre Spielen von Kindern im öffentlichen Straßenland zu ermöglichen“, erklärt der Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice, Dr. Torsten Kühne (CDU). Ein Aushang informiert auch in der Nachbarschaft.

Anhörung zu Spielstraße

„Das Jugendamt Pankow hat deshalb einen neuen Antrag auf Durchführung der Veranstaltung „Temporäres Spielen auf der Gudvanger Straße“ von Mai bis Oktober 2016 gestellt. Die Veranstaltung soll in Kooperation mit der Initiative „Temporäres Spielen auf der Straße“ durchgeführt werden“, so Kühne weiter.

In Berlin hat heute die Straße fast überall ihre Bedeutung als Lebensraum verloren. Mit diesem Modellprojekt soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit gegeben werden, die Straße als Spiel- und Begegnungsort im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Veranstaltung zurückzuerobern. Die Straße wird dabei temporär als Begegnungsort zum Spielen im Rahmen einer Veranstaltung genutzt.

Kinder und Jugendliche sollen laut Antrag temporär die Straße als Spielort jeweils jeden zweiten Dienstag von 10 bis 18 Uhr für Spiel-, Sport- und Spaßaktionen z. B. mit Bällen, Skateboards, Inline-Skatern, Federball, Seilspiele, Rollschuh fahren, Fahrrad fahren usw. nutzen können.

Für die einzelnen Veranstaltungstermine sind verschiedene Angebote mit Kooperationspartnern wie z.B. Deutsches Kinderhilfswerk, Verkehrsclub Deutschland oder ADFC geplant. Bevor das Bezirksamt endgültig über den Antrag entscheidet, wird die eine öffentliche Anhörung für die Anwohner und interessierten Bürger stattfinden.

19. April 2016, um 18 Uhr, in der Aula

Wilhelm-von-Humboldt-Schule am Humannplatz | Gudvanger Straße 16-20 | 10439 Berlin

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a/m