Samstag, 19. August 2017
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Thomas Straubhaar: RADIKAL GER€CHT

Thomas Straubhaar: RADIKAL GER€CHT

Was ist eigentlich Gerechtigkeit in Zeiten der digitalen Netzwerke und weltweiter Globalisierung? Diese Frage hat noch keine politische Partei beantwortet. Aber genau um diese Frage geht es im laufenden Bundestagswahlkampf 2017.

Eine mögliche Antwort kommt von Thomas Straubhaar, Schweizer Ökonom und Migrationsforscher. Er war bis Ende August 2014 Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI). Straubhaar ist auch Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Er gehört den Kuratorien der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (seit 1994 Vertrauensdozent) und der HASPA Finanzholding an, ist im Stiftungsrat der Körber-Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung und Mitglied im BahnBeirat. Seit 2013 ist er Policy Fellow des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Straubhaar ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Er ist auch Mitglied des Konzernbeirats der Deutschen Bahn – und hat den Verein Pro Bürgergeld mit ins Leben gerufen. Als Volkswirtschaftler nimmt er eine übergeordnete Perspektive ein, und hat zugleich die großen ökonomischen Wirkungen und Prozesse von „Politik“ im Blick.

Grundeinkommen als Basis gleichmässiger Lastenverteilung

Straubhaar blickt nicht nur auf die unterschiedliche Verteilung von Arm und Reich, und die immer größere Schere zwischen den Einkommen und den davon abhängenden Lebens- und Teilhabe-Chancen.

Straubhaar hebt auch auf die wachsenden Disparitäten zwischen jungen Menschen und der Eltern- und Großelterngeneration ab, die nicht nur in historisch besonderer Weise vom Wirtschaftswachstum, früheren Steuerorteilen und Exporterfolgen profitiert haben, und große Vermögen und Rentenansprüche aufgebaut haben.

Der Buchtitel ist schon eine Provokation für Sozialpolitiker: RADIKAL GER€CHT – geschrieben mit dem €-Zeichen signalisiert ganz klar: bei der Gerechtigkeit geht es um konkretes Geld, um Einkommen, um das Netto und um konkret rechenbare Größen.

Straubhaar sieht das vom Industriezeitalter geprägte Sozialsystem am Ende angelangt: immer weniger junge Menschen müssen für immer mehr alte Menschen aufkommen, wobei Löhne und zukünftige Rentenzahlungen kaum wachsen, eher sogar schrumpfen.

Straubhaar sieht keine Reformmöglichkeit mehr: „Das Sozialsystem, wie wir es kennen, ist am Ende. Reformieren lässt es sich nicht!“ Straubhaar will den gordischen Knoten im Sozialsystem durchschlagen: er will das System revolutionieren: durch das bedingungslose Grundeinkommen.

Straubhaar will dafür sorgen, dass die gesellschaftlichen Lasten gleichmäßig verteilt sind. Wenn alle Menschen, vom Säugling bis zum Greis, ein Grundeinkommen erhalten, so entmündigt sie das nicht, sondern befreit sie zu Selbstständigkeit und eigenen Entscheidungen. Und der Staat investiert nicht länger in die Verwaltung des Mangels, sondern in die gerechte Behandlung aller Bürger.

RADIKALE GER€CHTIGKEIT – 1000 € für Alle – jeden Monat

Straubhaar hat als Volkswirtschaftler natürlich auch die Finanzierung bedacht – und durchgerechnet. Straubhaar fordert einen Systemwechsel, indem wir aufhören, hauptsächlich Arbeit zu besteuern, aber nicht die Maschinen und Computer, die einen immer größeren Teil unserer Arbeit erledigen.

Straubhaar ist sich sicher: „Konsequent umgesetzt entstünde mit dem Grundeinkommen ein wirklich faires Steuertransfermodell.“

Er sieht das bedingungslose Grundeinkommen als liberalen, effektiven und sozialen Weg, Gerechtigkeit in ein aus dem Gleichgewicht geratenes Sozialsystem zu bringen – und so Wesentliches zum inneren Frieden beizutragen.

Straubhaars Vision ist realisierbar. Nach lokalen Versuchen ist es nach Auffassung des Schweizer Ökonomen nun an der Zeit, größere Schritte zu tun:

„Deutschland könnte als eine der größten und stabilsten Volkswirtschaften weltweit dieses Experiment wagen!“

Volkswirtschaftlich wird sogar ein positiver Effekt erwartet, denn das Grundeinkommensmodell ersetzt in weiten Teilen einen überbürokratisierten und überlasteten Sozialstaat, der mit zehntausenden Fehlentscheidungen die Sozialgerichtsbarkeit belastet und die Verwaltungskosten-Etats von Bund, Ländern und Kommunen belastet.

Mehr Geld für Zukunftsprojekte, Bildung, nachhaltige Modernisierung und Investitionen in die Digitalisierung wird für Alle frei!

Literaturhinweis:

Thomas Straubhaar: RADIKAL GER€CHT

Thomas Straubhaar: RADIKAL GER€CHT
edition Körber Stiftung 2017
Hardcover, 248 S. 12,99 €
ISBN: 978-3-89684-194-0

Weitere Informationen:

Interview mit Ökonom Thomas Straubhaar: „Das Grundeinkommen ersetzt den Sozialstaat“ STERN 18.2.2017

Körber-Stiftung – www.koerber-stiftung.de

Unter www.grundeinkommensrechner.de können Sie ausrechnen, was das bedingungslose Grundeinkommen für Sie finanziell konkret bedeutet – und was die Bundeskanzlerin zusätzlich an Steuern zahlen muss, wenn ihr Einkommen um 1.000 €/Monat aufgestockt wird!

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m/s