Freitag, 18. August 2017
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Miles Mysteries

Toula Limnaios:
Miles Mysteries

Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan

Goyas späte Radierungen, entstanden gegen Ende seines Lebens. Sie entfalten Auch rund 200 Jahre nach ihrer Entstehung bis heute eine magische ins Bewusstsein drängenden Wir­kung, der der Betrachter sich kaum entziehen kann. Das neue Stück der cie. toula limnaios greift diese Bilder auf.

Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries – Foto: cyan

Das neue Stück „Miles Mysteries“ ist angeregt von Goyas Bilder, Formen und Gebärden, die bisher nur im menschlichen Geiste existierten. In einem Geiste, der entweder verdunkelt und verwirrt ist aus Mangel an Aufklärung, oder einem Geist, der überhitzt ist durch die Zügellosigkeit der Leidenschaften. Goyas „Schwarze Bilder“ sind deshalb zeitlos und allgegenwärtig, weil wir uns selbst in einem Spiegel wiederfinden.

Die Tanzompagnie greift Goyas Bilder auf, übersetzt sie in eine neue Form. Statt einer unmittelbaren choreo­graphischen Inszenierung von Goyas Bildern, verwandeln die Tänzer sie in eine Begegnung mit den Spuren der conditio humana, deren Ergründung in der Arbeit von cie. toula limnaios zunehmend eine Rolle spielt.

In „miles mysteries – die schreienden Bilder“ stauen sich zurückgehaltene Wut, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Melancholie und Träume auf und entladen sich in einem Schrei. Wenn Normalität und Irrsinn sich verkehren, steigt Ungeheuerliches hoch.

Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries – Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries – Foto: cyan

Die Kritik ist schon begeistert:

„miles mysteries“ ereignet sich in einem Niemandsland, geheimnisvoll und dennoch nicht weniger real, bevölkert von Figuren an der Schwelle zwischen Norm und Wahn, Licht und Schatten, Erscheinung und Verschwinden – eine Vision des Bizarren.

„Das Beeindruckendste an der cie. toula limnaios ist nicht das unglaubliche Gefühl für Raum und Bewegung, noch die Weis­heit im Umgang mit den malerischen Mitteln oder die Qualität der Tänzer. Es ist nicht nur, dass eine gute Aufführung zu er­warten ist, sondern Toula Limnaios erhöht die Ausdruckskraft von Tanz … Sieht man eine Aufführung der Compagnie, sind nicht nur einfach die Tänzer zu sehen, sondern eine Innenschau in uns selbst, die Konflikte unserer Existenz reflektiert. Sie können durch Bewegungen und poetische Bilder Empfindungen im Betrachter auslösen mit einem Tanz, der die Mög­lich­keiten der Körpersprache erweitert, weshalb sich Toula Limnaios als eine der großen Schöpfer des zeit­ge­nössischen Tanzes festigt und ihre Compagnie heute eine der ausdrucksstärksten ist.“ (VIVADANÇA, Silvana Moura, Mai 2014).

miles mysteries (Premiere)
1. – 3. & 7. – 10. & 14. – 17. August 2014, um 21 Uhr

Konzept / Choreographie: Toula Limnaios | Musik: Ralf R. Ollertz | Tanz/ Kreation: Giacomo Corvaia, Marika Gangemi, Elia López, Samuel Minguillon, Hironori Sugata, Karolina Wyrwal, Inhee Yu | Assistenz: Carlos Osatinsky | Lichtdesign: Felix Grimm | Raum/ Kostüme: Antonia Limnaios/Toula Limnaios | Public Relations: Silke Wiethe

Eine Produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei für Kulturelle Ange­legen­heiten des Landes Berlin. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Eintritt: 18 €, erm. 10 €, Tickets: 440 44 292, , ticket@halle-tanz-berlin.de | HALLE TANZBÜHNE BERLIN ist Partner der tanzcard.

HALLE TANZBÜHNE BERLIN | Eberswalder Str. 10 – 11 | 10437 Berlin-Prenzlauer Berg | www.halle-tanz-berlin.de

Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries – Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries - Foto: cyan
Toula Limnaios: Miles of Mysteries – Foto: cyan

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m/s