Sonntag, 22. Oktober 2017
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Touristische Petitessen #11

Wildes Plakat

Kulturveranstaltungen und Konzerte brauchen Publikum! Künstler und Musiker können nicht nur von Luft und Liebe leben. Doch wie macht man eine Veranstaltung bekannt?

Die vielen Plakate im öffentlichen Straßenland scheinen ein guter Weg zu sein. Offensichtlich sitzt das Geld der Sponsoren und Veranstalter bei Plakaten sehr locker. Rund um manche Masten und Ampeln kleben kiloweise Plakatreste und bilden Ablagerungen.

Plakate werden schnell überklebt!

Auch manche freien Veranstalter in der WABE buchen wilde Plakatkleber. Aktuell sind noch einige Restexemplare an Schaltkästen zu sehen, wenn man genauer nachschaut.

Ob es lohnt? Man weiß es nicht so genau! Aber eines wurde schon beobachtet: an manchen gut sichtbaren Stellen werden Plakate ganz schnell wieder überklebt.

Es ist keine so gute Idee, wie es auf den ersten Blick scheint. Werbewirkung benötigt garantierte Sichtkontakte.

Vorsicht Smartphones und Mobilgeräte!

Doch Plakate sind nicht nur durch Überklebung bedroht! Eine neue urbane Generation bewegt sich durch die Stadt! Smartphones und Tablet Computer ziehen Aufmerksamkeit ab. Wer mit Freund oder Freundin chattet, läuft achtlos an Plakaten vorbei.

QR-Codes auf Plakaten erweisen sich zunehmend als Flop – zu gering die Zugriffszahlen, Sicherheitsprobleme sind auch gegeben.

Plakate kosten viel Geld, mindestens 400 € müssen allein pro Woche ausgegeben werden, um zu Plakatieren. Layout und Druckkosten kommen noch hinzu. Bei manchen wild geklebten Plakaten kommen noch Abmahnungen, Reinigungskosten dazu.

Lohnt Werbung im Internet?

Statt 400 € pro Woche für eine Plakatklebung in Prenzlauer Berg, gibt es kostengünstige Alternativen. Für weniger als die Hälfte kann man das interessierte Kulturpublikum mit geringsten Streuverlust ansprechen – und in ganz Pankow ein ganzes Jahr im Internet präsent sein.

Statt ein paar Tagen Aktualität können auch langfristigen Vorankündigungen angezeigt werden – ein Erfolgsweg, weil Veranstaltungen oft ausgebucht werden können.

Vor allem Touristen haben heute viel Zeit für die Programmauswahl im Internet. Allein 2076 Busse fahren pro Woche nach Berlin und fast alle haben W-LAN an Bord.

Hier haben die Gäste und Touristen Zeit zum Stöbern und Träumen, und manche senden ihre Tips gleich an ihre Facebook-Freunde.

Veranstaltungstip:

SENEGAMBIGHA Trance Percussion
10.10.2014 -20:00 Uhr – 10 €/ erm. 6 €
WABE – Danziger Str. 101 – 10407 Berlin

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m/s