Dienstag, 24. Oktober 2017
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Touristische Petitessen #12

Feuerwerks Ökonomie

Stadtfeste bereichern den jährlichen Kulturkalender. Pankow mit seinem 13 Ortsteilen ist dabei in einer besonderen Lage, weil hier eigentlich sogar mindestens 13 Stadtfeste gefeiert werden können. Nun wohnen in der Stadtrandsiedlung Malchow nicht viele Menschen, hier würde vermutlich eine große Gartenparty genügen.

Aber Weißensee mit dem Blumenfest, das Kunstfest im Schloßpark und das Pankefest in Niederschönhausen und Alt-Pankow sind traditionell die größten Stadtfeste, die von tausenden Menschen besucht werden.

Aber auch in Französisch Bucholz, Rosenthal, Karow und Buch werden alljährlich ansehnliche Feste gefeiert. In Blankenburg feiert man in den Kleingärten, und in Blankenfelde geht es etwas gemütlicher zu, wenn Hoffest im Stadtgut gefeiert wird.

Wer sich auf den Stadtfesten umgeschaut hat, der konnte in diesem Jahr bemerken, das festliche Treiben flaut etwas ab. Das Blumenfest in Weißensee war viel kleiner als üblich. Die Sondernutzung des Straßenlandes ist teuer geworden, und die Sicherheitmaßnahmen und Elektroinstallationen zehren an den Etats.

Auch in Französisch Buchholz wurde merklich gespart, die Sponsorenmittel sind knapper geworden. Die Frage steht im Raum: geht den Stadtfesten die Puste aus? Schrumpfen sich einige vielleicht auch gesund? Ist die junge Generation vielleicht anders eingestimmmt? Brauchen Stadtfeste einfach ganz neue Impulse und Themen, um attraktiver zu werden?

Kann man auch mehr Originalität, Kultur und Qualität entwickeln?

Oder muß man es bei einem Stadtfest einfach einmal richtig krachen lassen, zum Beispiel mit einem Riesenfeuerwerk?

Feuerwerks-Ökonomie hilft!

Viele professionelle Festveranstalter wissen: ein Höhenfeuerwerk ist immer eine Riesenattraktion, und entfaltet eine ganz eigene „Feuerwerksökonomie“. Die Besucherzahlen schnellen in die Höhe, die Imbißbuden und Getränkestände verzeichnen sicheren Umsatz, und auch all die anderen Schausteller und Buden dürfen auf gute Geschäfte vertrauen.

Doch ein Feuerwerk kostet Geld, viel Geld! 5.000 bis 7.000 € sollten schon eingeplant werden. Natürlich kann man hier auch sparen, und findet im Adreßbuch etliche Dutzend freischaffende Feuerwerker, die Angebote für 2-3.000 € machen. Doch vor mickrigen Feuerwerken muß gewarnt werden! Ein verpatzter Festtermin – und manches Traditionsfest verliert für die nächsten Jahre an Qualität und Zuspruch. „Treptow in Flammen“, das war vor Jahren ein echtes Highlight, doch verpatzte Feuerwerke und steigende Nutzungsgebühren haben dem Fest 2014 ein Ende bereitet.
Überdies haben viele Berliner Veranstalter wegen der gestiegenen Kosten auch Standanmeldungen von Textil- und Billigwarenhändlern angenommen – die Qualität vieler Feste hat deshalb nachgelassen. Sogar Bezirkspolitiker klagen schon darüber. Doch Originalität, Flair und kulturelle Qualität von Märkten sind nicht gerade einfach zu organisieren.

In der Organisation von Festen werden zudem viele Fehler gemacht, die teuer zu Buche schlagen, und manche ehrenamtlich organisierte Vereinsorganisation überfordern. Wer hätte gedacht, wie wichtig es ist, die Reihenfolge der Schritte zu bedenken?

Da wird zuerst an Marketing gedacht – und schwups sind über eine Werbeagentur die ersten 3-5000 € abgebucht. Und dann wird nach Sponsoren gesucht, die aber plötzlich alle überredet werden müssen, weil eine echte herausragende Attraktion fehlt, weil auch für Bühnen- und Künstlerhonorare zu wenig Geld übrig bleibt.

Geheimtip: Die richtige Reihenfolge der Attraktionen zählt

Der erste Schritt: eine erfolgreiche Festplanung sollte mit einem Feuerwerk beginnen. Ein Geheimtip sichert auch die ersten 1.000 € für ein Feuerwerk, wenn weitere 4.000 € beauftragt werden.
Als zweiter Schritt sollte die Bühnenshow geplant werden. Zugkräftige Musiker und Bands sind praktisch jeden Tag in der Hauptstadtregion zu Gast. Viele attraktive Acts können Monate im Voraus gebucht werden, und Überraschungsgäste, die noch am Vorabend in Potsdam oder in Cottbus gespielt haben, können auch in Pankow noch einen Konzertstopp einlegen, und viel Publikum anziehen.

Das Marketing sollte erst im dritten Schritt geplant werden, denn die ersten Fakten des Festkalenders sichern plötzlich eine hohe Attraktivität. Statt teurem „Push-Marketing“ und „Überreden von Sponsoren“ kann sich nun ein Sog des Interesses aufbauen.
Plötzlich wird ein Fest auch für größere Werbepartner interessant, die nun nach „Tausender-Kontaktpreis“ kalkulieren können, und natürlich etwas spendabler sind, wenn eine große Zuschauerzahl sicher ist.

Auch Kinder mögen neue Attraktionen, und neben den Standards wie Hüpfburg, Karussell und Bungee-Trampolin sind im Markt noch viel fantasievollere Angebote zu finden.

Themenstände und Themen-Märkte

Mit guter Vorbereitung lassen sich auch neue Themen-Märkte planen. Unser Nachbarland Polen und unsere Partnerstadt Kolobrzeg haben sicher mehr als nur einen Stand der Tourismusinformation zu bieten. Viele landestypische Agrarprodukte kommen neu auf den EU-Markt, und so manche Firma sucht händeringend nach Vermarktungsmöglichkeiten. Es muß nur rechtzeitig Kontakt hergestellt werden.

Auch Israel und die Partnerstadt Ashkelon fallen sofort ein – hier gibt es eine vielseitige Küche, und ein Imbiß mit koscheren Speisen wäre etwas ganz Neues für uns! Schawarma, „gefilte Fish“ und Humus sind uns gar nicht so fremd, nur eben auf Festen und Märkten kaum zu finden.

Auch Europa bietet eine unendliche Vielfalt kulinarischer Genüsse. Eine skandinavische Ecke, mit Elch-Fleisch, ungarische Llangos, ein Irish Pub auf Rädern, es gibt viele Imbißanbieter, die einfach nur ausfindig gemacht werden müssen.

Man braucht etwa sechs Monate Vorbereitung, um einen Europa-Markt mit 120 Ständen zu organisieren: Anruf, Mail, Termin – Vertrag, es ist viel Arbeit, Agenturarbeit. Hier sollte Geld investiert werden, denn Originalität und Flair lassen sich nur mit viel Fleiss und Beharrlichkeit herbeizaubern.

PankowMarkt – 13 Ortsteile zeigen ihre Produkte

Für 2015 darf es auch etwas kleiner sein: 13 Marktstände, ein Gemeinschaftsstand und ein Getränke-Stand – und fertig ist der originellste Themenmarkt! Regionale Produkte, Design, Kunst, Kulinarisches – fair gehandelt – gute Arbeit: der PankowMarkt nimmt bereits Gestalt an, und kann ab Ende April auf Festen und Wochenmärkten gebucht werden.
43 Produkte sind schon gelistet, und ein paar KünstlerInnen und „Maker“ ziehen mit. Weitere Ideen und Partner werden noch gern ins Programm eingebaut.

Mehr Informationen

Stadtfeste 2015 in Pankow mit Feuerwerk, Originalität und Flair rechtzeitig planen
Die Checkliste für Bürgervereine, Veranstalter und Sponsoren gibt es gegen eine Schutzgebühr von 25 € bei

info@visitpankow.de

Gegenwert:

– 1.000 € Feuerwerks-Rabatt
– 1.000 € Marketing-Kampagnen-Rabatt in VisitPankow, KULTUR IN PANKOW und Pankower Allgemeine Zeitung
– Markstand-Vermittlung mit neuen Ständen mit weißer Plane
– Neue Getränke-Sponsoren für Bier, Saft und Softgetränke
– ca. 40 Produkte im Angebot
– Sammelpreis für Sicherheit, Elektro, Mietpark und Werbezubehör
– Versicherung für besondere Fälle (Haftpflicht, Unwetter, Elementarschaden u.a.)

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m/s