Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Touristische Petitessen #6

Die Speisekarte eines gastronomischen Betriebes ist die wichtigste Visitenkate des Gastronomen und wird in vielen Formen und Designs angeboten. Spitzengatronomie ist meist an aufwändigen Speisenkarten erkennbar.
Manche Karten sind richtige Design-Kunstwerke, besondere Mühe wurde auf Speisekarte, Weinkarte, Getränkekarte, Rechnungsmappe verwandt.

Bei den touristischen Erkundungen in Pankow sind auch viele Restaurants und einige Hotels positiv aufgefallen – einige sind inzwischen für die „Best of Pankow“ Liste nominiert worden.

Speisekarte - exklusive Anmutung
Speisekarte - exklusive Anmutung - Beispiel

In einer großen Überzahl aber werden laminierte bunte Tischkarten, in Aktenhüllen eingesteckte bunte DIN A 4-Seiten, oft nur notdürftig und lieblos zusammengeheftete Zettel dem Gast dargeboten.

Für „Imbisse- und Schnellrestaurants und Self-Service-Restaurants“ mag diese sparsame Form angemessen und funktional sein. Doch wenn die Speisekarten schmierig, abgegriffen und abgenutzt aussehen – dann sollte wohl besser gleich die Lokalität gewechselt werden.

Aber was soll getan werden, wenn mitten in Pankow ein beliebtes Restaurant gute Aussicht auf eine „Best of Pankow“ – Empfehlung hat – dennoch eine grottenschlechte, schmierige und lieblose Speisenkarte auf den Tisch legt?

Der Daumen zeigt klar nach Unten: ohne saubere Karte gibt es keine Empfehlung!

Was aber ist zu tun?

Soll der Gast den Kellner ansprechen, und um eine neue, ordentliche Speisekarte bitten? Ist es vielleicht zu peinlich – und die Beschwerde wird unterlassen? Oder soll der Gast heimlich eine Negativ-Empfehlung in ein Internet-Bewertungsportal schreiben?

Gehört es nicht zu unserer Kultur – auch diese Frage offen und offensiv zu lösen?

Wenn täglich viele Dutzend Gäste Speisenkarten in die Hand nehmen, ist der schnelle Verschleiß vorhersehbar – und auch „verkehrsüblich“.

Etwas mehr Planung, etwas mehr Aufmerksamkeit und mehr Kreativität sind daher geboten – um das vorhersehbare „Speisekarten-Problem“ in den Griff zu bekommen. Eine Routineaufgabe!

Eine gepflegte und gebrauchstaugliche Speisekarte kann ein schönes und praktisches Design haben, und dabei auch handlich, abwaschbar, strapazierfähig und haltbar sein. Rechtzeitiger Ersatz – und Pflege – das gehört eigentlich in jede Saisonplanung.

Nicht nur für Touristen und Gäste, sondern auch für die Kieznachbarn gilt:

Der Zustand der Speisekarte sollte genauso offen angesprochen werden können – wie diese sichtbar und offen auf den Tisch gelegt wird! m/s

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m/s