Freitag, 18. August 2017
Home > Themen > Tränen der Loreley für Alexander Dobrindt

Tränen der Loreley für Alexander Dobrindt

Forum "Leise Schiene" am 9.3.2016

Zwischen Pankow und Kamp-Bornhofen im Mittelrheintal gibt es einen regen Austausch zum Thema Bahnlärm. Willi Pusch, Vorsitzender der Bürgerinitative Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. war kürzlich in Berlin und meldet sich heute hier in einem Bericht vom „Aktionsforum Leise Schiene“ im Verkehrsministerium in Berlin. Pusch ist einer der wichtigsten Akteure im Kampf gegen Bahnlärm und hat eine bundesweite Lobby zusammengeführt, die interfraktionell von rund 100 Bundestagsabgeordneten aus dem ganzen Land unterstützt wird.

Forum "Leise Schiene" am 9.3.2016
Im Anschluss an seiner Rede überreichte Willi Pusch (2.v.l.) Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (1.v.l.), dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube (3.v.l.), dem Präsidenten der Bahnindustrie Volker Schenk (4.v.l.) und der Lärmschutzbeauftragen der Deutschen Bahn Ines Jahnel eine Flasche des Likörs „Tränen der Loreley“ mit der eindringlichen Mahnung „Wir wollen die Beschenkten damit eindringlich daran erinnern, dass die Bahnlärmsituation bei uns im Rheintal nach wie vor buchstäblich zum Heulen ist“.

Bericht zum „Aktionsforum Leise Schiene“

„Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Mittwoch, den 09. März 2016 sein drei Punkte umfassendes Strategie-Papier „Leise Schiene“ vorgestellt. Die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn begrüßt die Pläne des Ministers. Vorgestellt wurde das Konzept anlässlich der Veranstaltung „Aktionsforum Leise Schiene“, an der rund 200 Fachleute aus Politik und Wirtschaft im Bundesverkehrsministerium teilnahmen. Zu den Teilnehmern zählte unter anderem auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube, die Lärmbeauftragte der Bahn Ines Jahnel, Sven Wellbrock, stellvertretender Vorsitzender des Verbands Güterwagen in Deutschland, Volker Schenk, Präsident des Verbands der Bahnindustrie, sowie Willi Pusch, Vorstandsvorsitzender der Bürgerinitiative.

Der Bundesverkehrsminister kündigte in seiner Rede an, den Lärm aller Güterwaggons bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Ferner wird es eine Gesetzesverschärfung geben, die ein Verbot von lauten Güterwagen ab dem Jahr 2020 vorsieht. Der Bund wird für die Entwicklung leiser Güterwaggons bis zum Jahr 2018 rund 30 Millionen Euro bereitstellen. Damit sollen Prototypen entwickelt und erprobt werden.

Forum "Leise Schiene" am 9.3.2016
Forum „Leise Schiene“ am 9.3.2016:
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Willi Pusch, Dr. Rüdiger Grube, Volker Schenk Ines Jahnel

Bahnlärm bis 2020 halbieren – Bürgerinitiative Mittelrheintal unterstützt Bundesregierung

Willi Pusch bewertete in seiner Rede die Pläne des Ministers als ein in die richtige Richtung gehendes positives Signal für die vom Bahnlärm betroffenen Menschen.

Außerdem ging er auch auf den Bau eines „Westerwald-Taunus-Tunnel“ für Güterzüge von Wiesbaden nach Troisdorf ein. Der Tunnel sei keine „schräge“ Idee, sondern ein dringend notwendiger europäischer Schienenverkehrsweg. Der Bau des Tunnels erbringe große Kostenersparnisse durch höhere Transportkapazitäten aufgrund der Möglichkeit höherer Fahrtgeschwindigkeiten und eine um 40 km verkürzte Wegstrecke.

Die „Tränen der Loreley“ als Gastgeschenk

Im Anschluss an seine Rede überreichte Pusch den anderen Rednern als Gastgeschenk eine Flasche des Likörs „Tränen der Loreley“ mit den Worten „Wir wollen die Beschenkten damit eindringlich daran erinnern, dass die Bahnlärmsituation bei uns im Rheintal nach wie vor buchstäblich zum Heulen ist und noch viel getan werden muss, um den Lärm deutlich zu vermindern“. Die „Tränen der Loreley“ sind ein Aperitif aus dem Secthaus Delicat, das in St. Goarshausen auf Höhe des Bahnhofs in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke liegt und von daher selbst stark vom Bahnlärm betroffen ist. Eigentümer Klaus-Dieter Mohrmann-Delicat hat der Bürgerinitiative die Flaschen für ihre Arbeit kostenlos zu Verfügung gestellt.“ – Text: Willi Pusch

Save this post as PDF

m/s