Dienstag, 24. Oktober 2017
Home > Bezirksnachrichten > Verkehrslärm-Schutz
in Weißensee

Verkehrslärm-Schutz
in Weißensee

Strassenbahn in der Langhansstrasse in Weißensee

Quietschende und kreischende Schienen am Straßenbahnbetriebshof in Weißensee und im Komponistenvierten, sowie donnernde Schienengeräusche schnell fahrender Trams in der Langhansstrasse stören Anlieger und Anwohner auf. Die Bürgerinitiative „KiezGestalten Weißensee“ setzt sich seit Jahren für eine Lärmsanierung des Betriebshofs der BVG in Weißensee ein.

Strassenbahn in der Langhansstrasse in Weißensee
TRAM in der Langhansstrasse in Weißensee

Durch seine Lage inmitten eines Wohngebietes sind dort rund 900 Anwohner unmittelbar von nächtlichen Lärmspitzen bis zu 90 dB(A) betroffen.

BVV fordert Verkehrslärm-Schutz für Weißensee

In der letzten BVV am 2.4.2014 wurden zwei Anträge der SPD-Fraktion Pankow verabschiedet, die das Verkehrslärm-Problem behandeln:

VII-0690 Lärmminderung am Betriebshof Weißensee durchsetzen und finanzieren
VII-0696 Verkehrsberuhigung in der Bizetstraße und dem Komponistenviertel

Im ersten Antrag wird der Senat aufgefordert, den Betriebshof in seinen neuen Lärmaktionsplan mit aufzunehmen, der eine lärmmindernde Modernisierung des Straßenbahnbetriebshofs der BVG in Weißensee vorsieht.

Die SPD-Fraktion Pankow unterstützt damit die Bürgerinitiative „KiezGestalten Weißensee“. Im Antrag werden Berliner Senat und die BVG aufgerufen, im demnächst zu beschließenden Lärmaktionsplan freiwillige Maßnahmen zu ergreifen, die den Lärmpegel rund um den Betriebshof auf den bereits 2011 vom Amt für Umwelt und Naturschutz festgesetzten Maximalpegel von tagsüber 60 dB(A) und nachts 45 dB(A) reduzieren.
Vor allem der bereits in anderen deutschen Städten erfolgreich praktizierte Einsatz von Schienenkopfschmieranlagen oder die vollständige Einhausung des Geländes sollen für eine deutlich spürbare Lärmminderung sorgen.

Aufgrund seiner Geschichte liegt der Betriebshof Weißensee inmitten eines Wohngebietes. Rund 900 Anwohner sind derzeit von nächtlichen Lärmspitzen von bis zu 90 dB(A) unmittelbar betroffen. Die BI „KiezGestalten“ setzt sich seit Langem für eine
Lärmreduzierung auf dem Gelände ein.

Verbesserung am Betriebsbahnhof erst mittelfristig zu erwarten

Mit der Aufnahme in den neuen Lärmaktionsplan des Senats ist zunächst eine politische Bindung herzustellen, die die Beteiligten Stellen in die Lage versetzt, finanzielle Mittel bereit zu stellen. Der Bau einer Schienen-Schmieranlage ist eigentlich keine umfangreiche Baumaßnahme, sondern könnte auch mit Etatmitteln der BVG gebaut werden.

Lärmprobleme durch schnellfahrende Trams

Noch nicht ausreichend berücksichtigt wurden Lärmprobleme in der Langhansstraße. Hier sind besondern schnellfahrende Trams im Nachverkehr ein Problem für die Anwohner. Zum Teil wurden in Leserbriefen an die Redaktion donnernde Schienengeräusche gemeldet, die vermutlich auf hohlliegende Schienen zurückzuführen sind.Bemängeld wurde, das nachts zum Betriebshof fahrende Trams in hoher Geschwindigkeit fahren, und so besonders laut zu hören seien.

Wirksamer Schutz vor Verkehrslärm im Komponistenviertel

Auch das Komponistenviertel rund um die Bizetstraße in Weißensee ist von Verkehrslärm stark betroffen. Hier soll auf Initiative der SPD-Fraktion Pankow ein Konzept zur Verkehrsberuhigung erstellt werden, dass Vorbildcharakter für den Schutz von Wohnquartieren vor Durchgangsverkehr hat.

Auch das Komponistenviertel rund um die Bizetstraße in Weißensee ist seit vielen Jahren durch den zunehmenden PKW-Verkehr besonders lärmbelastet. Als Parallelstraße zur stark frequentierten Berliner Allee nutzen viele Autofahrer das Komponistenviertel täglich zur Umfahrung von Engpässen. „Die Errichtung von Zebrastreifen und Tempo 30-Zonen hatte bisher überhaupt keinen Effekt“, so der Weißenseer SPD-Bezirksverordnete Dr. Yasser Sabek.

Deshalb soll nun ein Konzept zur Verkehrsberuhigung die Anwohner der Bizetstraße und der umliegenden Straßen entlasten. Roland Schröder, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der Bezirk muss einen Weg finden, wie Durchgangsverkehr in den
Wohnquartieren generell vermindert werden kann. Hierfür sollte das Komponistenviertel in Weißensee als Beispiel dienen.“ m/s

Save this post as PDF

m/s