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Verkehrsunfall-Bilanz 2017

Verkehrsunfall-Bilanz

In Berlin registrierte die Polizei im letzten Jahr insgesamt 143.424 Verkehrsunfälle. Dieser Wert entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um gut 1,6% und bestätigt damit einen Bundestrend (+2%).

Im Jahr 2017 ist die Zahl der verunglückten Personen im Straßenverkehr im Vergleich zum Vorjahr minimal angestiegen (+0,1). Erfreulich: mit 36 Toten wurde ein historischer Tiefstand erreicht, dennoch sind 36 Menschen zu viel.

Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden reduzierte sich um gut 1,3 %. Während bei den Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten eine Steigerung um knapp 10 % zu verzeichnen ist, nahmen gleichzeitig die Unfälle mit Leichtverletzten um etwa 3 % ab.

Diese Zahlen präsentierten die Polizei Berlin und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf einer gemeinsame Bilanzpressekonferenz zur Verkehrsunfalllage 2017 am 16.3.2018.

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie des Polizeipräsidenten in Berlin stellten Senatorin Regine Günther, Staatssekretär Christian Gaebler und der Direktor beim Polizeipräsidenten Michael Krömer die Verkehrssicherheitslage in Berlin für das Jahr 2017 vor.

DPPr Michael Krömer betonte, dass hinter den Unfallzahlen und Daten immer auch dramatische Schicksale und menschliches Leid stecken. Dies betrifft im Besonderen die Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden gekommen sind.

Abbiegeunfälle weiter vorn

Die Ursachen bei den Unfällen mit Personenschäden offenbaren sich seit vielen Jahren in unveränderter Reihenfolge:
Die häufigste Ursache – Fehler beim Abbiegen – hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 2.415 Zählungen nur um knapp 1% verringert und ist damit nahezu identisch.

Bei den Interventionsmaßnahmen in der Verkehrsüberwachung, führte DPPr Krömer aus, müssen die personellen Ressourcen wegen der umfangreichen polizeilichen Aufgabenvielfalt zwangsläufig gebündelt und in stärkerem Maße brennpunktorientiert eingesetzt werden. Deshalb setzt die Polizei den Fokus auf die beiden größten Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen (Abbiegen und Vorfahrt). Er versicherte, gemeinsam mit allen Verantwortlichen mit Fantasie, Intelligenz und Kreativität Lösungen zu suchen und zu finden, um Wirksamkeit und Nachhaltigkeit im Sinne der „Vision Zero“ zu erreichen.

Der Behördenleiter erklärte zu den illegalen Autorennen und Profilierungsfahrten in der Stadt, dass in diesem Zusammenhang im Jahr 2017 insgesamt 2.700 Pkw kontrolliert wurden. Fast die Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge wurde beanstandet; 116 Kfz wurden sogar vor Ort zur Gutachtenerstellung aufgrund der Schwere der technischen Verstöße sichergestellt.

Der Polizeichef beendete seinen Beitrag mit einer persönlichen Botschaft und appellierte zu mehr Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme: „Verkehrssicherheit gehört zu den zentralen Gütern unserer mobilen Gemeinschaft, denn letztlich betrifft sie uns alle. Wir sind Vorbilder für unsere Kinder und für all jene, die Verkehrssicherheit nicht verstanden haben“.

Senatorin Regine Günther sagte: „Unser Ziel ist es, die Zahl der im Verkehr schwer Verletzten oder Getöteten auf ein Minimum zu reduzieren. Jeder Getötete oder Schwerverletzte ist einer zu viel. Diese „Vision Zero“ ist ein zentrales Ziel unserer Anstrengungen und im Mobilitätsgesetz verankert, das zurzeit im Abgeordnetenhaus beraten wird. Sie ist Leitlinie für alle Planungen, Standards und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit.“

Staatssekretär Christian Gaebler sagte: „Es muss unser Ziel bleiben, Unfälle gar nicht erst geschehen zu lassen. Verkehrsverstöße konsequent zu verfolgen und zu ahnden, dient ganz sicher der Abschreckung. Genauso wichtig ist die Prävention. Gerade besonders gefährdete Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer wie ältere Menschen und Kinder müssen über mögliche Gefahren aufgeklärt werden. Die Polizei ist hier dankenswerterweise sehr aktiv.“

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m/s