Samstag, 21. Oktober 2017
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Volkswagen-Konzern trickst bei Abgaswerten

VW hat bei Diesel-Abgaswerten getrickst !

Der Volkswagen-Konzern wurde in den USA bei der Manipulation von Abgaswerten und Abgas-Tests erwischt. Damit hat VW laut US-Umweltbehörde EPA gegen das Klimaschutzgesetz „Clean Air Act“ verstoßen. Die Manipulation wurde mit einer trickreich programmierten Software vorgenommen, die erkennt, ob ein Dieselmotor im Regelbetrieb fährt, oder aber einem Abgasttest unterzogen wird. Diese Methode ist nicht mehr als fahrlässig, sondern als kriminell einzustufen.

VW droht nun eine hohe Strafe, verbunden mit einem schwerwiegenden Imageschaden. Ferner werden Schadensersatzklagen von den vielen Käufern von VW-Fahrzeugen der Typen Beetle, Jetta und anderen erwartet.
VW drohen deswegen schlimmstenfalls Strafzahlungen von mehr als 18 Milliarden Dollar.

Volkswagen hat die Manipulationen von Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen in den USA eingeräumt. „Die Manipulation an der eingesetzten Software hat es gegeben“, sagte ein Sprecher des Konzerns gestern in Wolfsburg.

VW-Chef Martin Winterkorn hat in einer ersten Stellungnahme eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe zugesagt. In einer Erklärung drückte sein Bedauern darüber aus, Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit enttäuscht zu haben.

Klar ist: „Volkswagen duldet keine Regel- oder Gesetzesverstöße jedweder Art“, sagte Winterkorn. Der Konzern werde alles daran setzen, das verlorene Vertrauen zurück zu gewinnen.

Technischer PR-Gau zur IAA

VW hat damit zur laufenden IAA ein schlimmes Zeichen gesetzt und bringt die gesamte deutsche Autobranche bei Dieselfahrzeugen in Mißkredit.
Vor allem aber sind nun auch Umweltverbände und Autoexperten wie Ferdinand Dudenhöffer aufmerksam geworden, und fordern, auch die die Praxis von Abgastests in Europa zu untersuchen.
„Sicherlich müssen jetzt auch die EU-Kommission und das Bundesverkehrsministerium den Dingen nachgehen und klären, inwieweit diese Software auch in Europa und Deutschland eingesetzt wurde und falsche Abgaswerte vorgaukelt“, sagte Dudenhöffer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Das Thema wird sicher auch noch den Deutschen Bundestag beschäftigen. Bärbel Höhn, Vorsitzendes des Umweltausschusses, sprach schon Klartext: „Die Aufklärung werden wir mit Nachdruck im Bundestag einfordern und auch schauen, ob deutsche Behörden bei diesen illegalen Aktivitäten durch aktives Wegschauen geholfen haben.“

Volkswagen hat nun einen in der Branche beispiellosen Imageschaden zu verzeichnen – ausgerechnet zur laufenden IAA.

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m/s