Sonntag, 20. August 2017
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Wachsende Ungleichheit – wachsende Erkenntnisse

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Die OECD-Länder befinden sich sämtlich in einer tiefen ökonomischen Krise, die sich durch wachsende Ungleichheit ausprägt. Bisher hat sich der Blick der Politik vorwiegend auf die Ausprägungen von Ungleichheit konzentriert. Unterstützt wird die Politik durch die Kennzahlen-Fixierung der Ökonomen, die mit Verteilungsquoten und Gini-Koeffizienten argumentieren, ohne den Blick auf „hungernde Rentner in zu teuren Mietwohnungen“ und „verarmte Alleinerziehende Frauen“ zu richten.

Namhafte Ökonomen haben die wachsende Ungleichheit beklagt. Wirtschaftsnahe Ökonomen haben dagegen gehalten und die geltende Armutsdefinition in Frage gestellt. In einem neuen Beitrag in der Zeitschrift Cicero wird nun auch endlich die Frage nach einer Reform des Banken- und Geldsystems aufgeworfen. Allerdings wird auch eine Begrenzung der Zuwanderung gefordert.

Umverteilungskampf – Es geht zu Lasten der Mittelschicht
Daniel Stelter | 8.8.2016 | Cicero

„Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hatte die wachsende Ungleichheit im Land angeprangert. Der Ökonom Daniel Stelter widerspricht. Statt für Umverteilung plädiert er für eine Reform des Banken- und Geldsystems und für eine Begrenzung der Zuwanderung.“

Der Autor sieht eine negative Rückkopplung, die letztlich zu immer mehr Steuererhöhungen führen muss:

„Wenn wir aus humanitären Gründen Flüchtlinge aufnehmen, bedeutet dies nichts anderes, als unseren Wohlstand mit diesen zu teilen. Dies muss zu einer Belastung führen und diese muss letztlich die Mittelschicht tragen. Statistisch gesehen führt die Art der Zuwanderung, wie sie in Deutschland erfolgt, zu immer mehr „Armut“ und demzufolge zu immer mehr Eingreifen der Politik, um das Symptom durch Umverteilung zu lösen.“

Die Frage nach einer Reform des Banken- und Geldsystems sollte weiter gedacht werden – denn „Armut“ als Folge von „Kapitalmangel,“ „fehlende Investitionsmöglichkeiten“ und mangelnde Konsumausgaben wirken im System. Vor allem im ländlichen Raum und an der Peripherie.

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a/m