Mittwoch, 16. August 2017
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Weihnachtsbaum-Radar

Weihnachtsbäume kaufen in Berlin

Nur noch wenige Tage darf die Suche nach einen passende Weihnachtsbaum dauern, am 24. Dezember um 15 Uhr endet bei den meisten Familien der letzte Moment zum Anhängen von Weihnachtskugeln, Kerzen- und Lametta und anderem Weihnachtsschmuck. Fichte, Kiefer, Tanne – welchen Baum soll man für sich auswählen?

Weihnachtsbäume kaufen in Berlin
Weihnachtsbaumhandel auf dem Mittelstreifen der Ostseestraße

Das Angebot in Baumärkten, Discountern, Gärtnereien und bei fliegenden Händlern ist vielfältig. Die Preise sind es auch! Am oberen Ende der Preis-Skala stehen Edeltanne und Nordmanntanne, sie wachsen auch am langsamsten und erreichen erst nach 8-15 Jahren ihre Zimmergrößen.

Nordmanntannen stehen alljährlich in rund 75% aller Haushalte, das sind rund 21,5 Millionen Stück der insgesamt rund 29 Millionen gekauften Weihnachtsbäume.
Vor allem private Haushalte mit mehr als drei Personen stellen zu Haus einen Weihnachtsbaum auf: 90% aller 3-Personenhaushalte leisten sich einen Weihnachtsbaum.

Die Weihnachtsbaum-Branche

Etwa 12.000 Produzenten sind in Deutschland haupt- oder nebenerwerbsmäßig mit dem Anbau und Kulturpflege von Weihnachtsbäumen beschäftigt. In der Weihnachtsbaumproduktion sind ca. 100.000 Saisonarbeitskräfte und Dauerarbeitskräfte beschäftigt. In der kurzen Verkaufssaison kommen 50.000 Arbeitsplätze dazu.
Rechnet man mit einem Durchschnittspreis von 20 Euro pro Baum, beträgt der jährliche Umsatz der Branche fast 700 Millionen Euro (2012). Pro Baum investiert der Produzent insgesamt ca. 12 Minuten Arbeitsaufwand, der überwiegend bei Anpflanzung, Anwachspflege, beim Schlagen und Aufladen auf den Transport-LKW entsteht.

Geerntet werden die Bäume im Alter von acht bis zwölf Jahren, sodaß jeder Produzent mehrere altersgemischte Bestände aufbaut und pflegt, um jedes Jahr Bäume schlagen und verkaufen zu können.

Die Angaben für die Anbaufläche schwanken zwischen 50.000 und 75.000 Hektar – eine Fläche, die etwa 4.200 -6.250 mal größer ist als der Pankower Bürgerpark.
Die wichtigsten Anbauflächen liegen in Nordrhein-Westfalen (18.000 ha), fast jeder dritte Weihnachtsbaum stammt hier aus dem Sauerland, der wichtigsten Anbau-Region in Europa. Danach folgen die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen und in geringeren Umfang auch aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

Waldbau bremst Weihnachtsbaum-Plantagen

NRW stoppt ab sofort die Ausbreitung von Weihnachtsbaum-Plantagen in Wäldern. Künftig sind neue Kulturen mit mehr als zwei Hektar Fläche genehmigungspflichtig. Hauptgrund ist der Naturschutz. Früher wurden auch Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. Heute werden häufiger alte Hausschaf-Rassen verwendet, die das Nadelwerk nicht anfressen, sondern Gräser und Kräuter bevorzugen.

Weihnachtsbaum-Radar: Nordmanntanne, Fichte, Edeltanne, Blaufichte

Die beliebtesten Weihnachtsbaum-Arten

Die Nordmanntanne ist mit Abstand der beliebteste Baum (75% Marktanteil). Dann folgt die Blaufichte mit 13 %, sonstige Fichten mit 9 % und die Edeltanne/Nobilistanne mit 2 %. (Zahlen 2012).
Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist nach dem finnischen Botaniker Alexander von Nordmann benannt, der sie 1836 im Kaukasus entdeckte. Die Nordmanntanne hat weiche, glänzend-tiefgrüne, nichtstechende Nadeln, eine gleichmäßige Wuchsform und zeichnet sich v.a. durch eine hohe Nadelfestigkeit aus. Da sie bis zu 15 Jahre benötigt, um Zimmerhöhe zu erreichen, ist sie auch der mit Abstand teuerste Weihnachtsbaum.

Der überwiegende Anteil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen, etwa 95%. Wer naturnah kaufen möchte, nimmt Bäume aus der Waldpflege. 5 % der im letzten Jahr verkauften Bäume wurden im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald entnommen. Die meisten Bäume aus der Waldpflege sind Fichten, Weißtannen und Kiefern.
Für Waldbesitzer und Forstämter ist das eine wichtige Einkommensquelle, die dabei hilft, Naturschutz und naturnahe Waldbewirtschaftung aufrecht zu erhalten.

Das wichtigste Importland für Weihnachtsbäume ist unser Nachbarland Dänemark. Nach offiziellen Angaben wurden jährlich ca. 500.000 großen Nordmanntannen mit 4 – 4,5 Meter Höhe importiert.

Die Blaufichte (Picea pungens) – oft fälschlicherweise als „Edeltanne“ bezeichnet – ist der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Sie stammt aus Nordamerika und wird seit 1860 in Europa angebaut. Ihre Nadeln haben einen blauen Schimmer, dessen Intensität einerseits vom Typ, andererseits von der Witterung abhängig ist. Die Blaufichte hat eine mittlere Haltbarkeit und liegt preislich etwas über der Fichte. Aufgrund ihrer starken, gleichmäßig etagenförmig gewachsenen Äste ist sie besonders für schweren Baumschmuck und für echte Kerzen geeignet. Ihre Nadeln stechen stark, duften aber herrlich nach Wald.

Die Edeltanne (Abies procera), auch Nobilistanne (Abies nobilis) genannt, stammt aus dem westlichen Nordamerika und wurde erst 1930 nach Europa eingeführt. Sie liegt etwa auf dem gleichen Preisniveau wie die Nord-manntanne, ist aber noch haltbarer. Sie hat etagenförmig angeordnete Zweige und weiche, blaugrüne Nadeln, die äußerst intensiv nach Orangen duften. Den Geruch kann man noch verstärken, indem man die am Stamm befindlichen Harztaschen (kleine Beulen) mit einer Nadel aufpiekst.

Die Fichte (Picea abies), wegen ihrer kupferbraunen Rinde auch Rottanne genannt, ist in Deutschland mit einem Waldflächenanteil von über 28 Prozent die verbreitetste Baumart. Die im Rahmen der regulären Waldpflege entnommenen Bäume werden, wenn sie ansehnlich gewachsen sind, auch als Weihnachtsbäume verkauft.Die Fichte ist der preiswerteste Weihnachtsbaum, allerdings weist sie auch die geringste Haltbarkeit auf, denn sie nadelt in warmen Räumen schon nach wenigen Tagen.

Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) gehört weder zu den Tannen, noch zu den Fichten, sondern sie bildet eine eigene Gattung. Sie war vor der Eiszeit auch in Europa heimisch, überlebte aber nur in Nordamerika. Der schottische Botaniker Douglas – daher der Name – führte sie im 18. Jahrhundert wieder nach Europa ein. Aus forstlicher Sicht ist sie bei uns heute die wichtigste „fremdländische“ Baumart.Die Douglasie hat weiche, dünne Nadeln, die einen intensiven Zitrus-Duft verströmen. Wegen ihrer dünnen, biegsamen Zweige ist sie nur für leichten Baumschmuck geeignet. Ihre Haltbarkeit ist etwa mit der Blaufichte zu vergleichen; preislich ist sie etwas günstiger als diese.

Die Kiefer (Pinus sylvestris) hat schöne Nadeln und einen interessanten Wuchs. Dieser ungewöhnliche Weihnachtsbaum bleibt in der Wohnung lange frisch. Er duftet besonders schön nach Wald, ist aber schwierig zu schmücken. Die Colorado-Tanne (Abies concolor) hat lange, silbergraue Nadeln, einen lebhaften Wuchs und einen schönen Duft.
Die Korea-Tanne (Abies koreana) kommt wie ihr Name schon verrät aus Korea. Bei uns wird sie ca. 12 Meter hoch. Sie eignet sich gut als Christbaum mit Ballen.

Tradition des Weihnachts-/Christbaumes

Der Weihnachts- oder Christbaum ist als Brauch aus verschiedenen Kulturen überliefert. Mit Lorbeer- und Tannenzweigen schützten sich die Römer zum Jahreswechsel gegen Krankheit oder böse Geister. Das Behängen der Bäume mit Äpfeln hat eine lange Tradition, die an den Sündenfall und die Befreiung des Menschen von der Erbsünde erinnern soll.
1419 gibtes die erste Erwähnung eines Christbaumes, als die Freiburger Bäckerschaft einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängte, den die Kinder nach Abschütteln an Neujahr plündern durften. 1539 gibt es einen urkundlichen Beleg über einen Weihnachtsbaum vor dem Straßburger Münster. Überlieferungen über den ersten geschmückten Weihnachtsbaum auf einem öffentlichen Platz gibt es in Riga, wo noch heute eine Gedenktafel an dieses Ereignis erinnert.

Historiker berichten den Beginn der Weihnachtsbaumtradition Anfang des 17. Jahrhunderts. Weihnachtsbäume wurde zum ersten Mal neben mit Süßem und Äpfeln auch mit Kerzen geschmückt. 1775 führte Johann Wolfgang von Goethe den Weihnachtsbaum am Hofe zu Weimar ein.

Da die katholischen Kirche den Weihnachtsbaum lange Zeit als heidnischen Brauch ablehnte wurde, wurde er erst im 19. Jahrhundert – ausgehend vom Adel- als Mittelpunkt des Weihnachtsfestes zum Volksbrauch. Die Auswanderer des 18. Jahrhunderts nahmen die Tradition mit nach Amerika, von wo aus sie sich über die ganze Welt verbreitete. Um 1830 wurden die ersten Christbaumkugeln geblasen. 1882 wurde der erste Weihnachtbaum mit elektrischer Beleuchtung in Amerika aufgestellt.

Pflege des Weihnachtsbaumes

Ein Weihnachtsbaum ohne Ballen sollte nach dem Einschlagen bis zum Fest an einer schattigen Stelle draußen in einem Eimer mit Wasser und abgenommenen Netz aufgestellt werden. Wichtig: der Baum sollte abgeschüttelt werden, um ggf. verborgene Zecken abzuschütteln.
Bevor der Baum ins Zimmer kommt, sollte man ihn erneut ansägen und ihn in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und tägliches Gießen verlängern sein Leben.
Ein Weihnachtsbaum mit Ballen muss regelmäßig gegossen werden. Er sollte erst kurz vor weihnachten ins Zimmer gestellt werden – möglichst weit von der Heizung entfernt. Nach 2-3 Tagen sollte der Baum wieder ins Freie kommen und dort, sobald es frostfrei ist, eingepflanzt und gewässert werden.

Weihnachtsbäume in Pankow kaufen: das Weihnachtsbaum-Radar

Wo kann man in Pankow und seinen 13 Ortsteilen einen Weihnachtsbaum kaufen? Wo sind Weihnachtsbäume besonders preiswert und schön? Wo gibt es die besten Weihnachts-Schnäppchen? Und wo kauft man noch kurz vor dem Weihnachtsfest – oder am heiligen Abend „Last-Minute“ Weihnachtsbäume?

In unserer Google-Map sind viele Händleradressen und Verkaufsplätze zu finden. Gern stellt die Redaktion hier auch die besten Leser-Tips ein. Das Forum ist geöffnet. m/s

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