Mittwoch, 16. August 2017
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zieht nach Altlandsberg

Wikinger & Mittelalterspektakel
zieht nach Altlandsberg

8. Wikinger- und Mittelalterspektakel

Das Wikinger- und Mittelalterspektakel war 8 Jahre in der Schönholzer Heide in Pankow beheimatet. In diesem Jahr zieht das beliebte Fest in das Land Brandenburg um. In der Tourismusinformation in Altlandsberg freut man sich schon riesig über eine neue Attraktion im jährlichen Festkalender.

8. Wikinger- und Mittelalterspektakel
8. Wikinger- und Mittelalterspektakel in der Schönholzer Heide in Pankow

Veranstalter Michael Rietschel aus Pankows Nachbarbezirk Reinickendorf war mit der Schönholzer Heide als Standort sehr zufrieden, das Fest hatte sich über die Jahre stabil entwickelt, entgegen dem Trend, der heute viele Festveranstalter wegen Besucherrückgängen und steigenden Gebühren zu schaffen macht.

In diesem Frühjahr wird das Städtchen Altlandsberg zum Schauplatz des Wikinger- und Mittelalterspektakels. Es paßt überaus gut zum diesjährigen Festkalender: Die Stadt Stadt Altlandsberg feiert die Verleihung des Stadtrechtes vor 785 Jahren (1230 – 2015).

Nur rund 15 km östlich von Berlin wird das Fest im kleinen Berliner Vorort zwischen S-Bahn, Altlandsberger Stadtforst, dem Bötzsee zwischen blühenden Wiesen und Felder und dem Fredersdorfer Fließ stattfinden. Der Ortsteil Bruchwiese, in dem das Fest stattfindet, wurde erst 1910 als selbständige Gemeinde begründet.

Ärger um den Feststandort in Pankow

Nachdem der Veranstalter Michael Rietschel aufgrund der Ablehnungen seiner Anträge zur Nutzung des Geländes in wochenlanger Unsicherheit war, sagten einige Händler für 2015 ab, oder drohten mit Umbuchung auf andere Feste. Mittelalterfeste sind in Mitteleuropa sehr beliebt. Es stehen alljährlich über 2.000 Feste in den entsprechenden Festkalendern – zwischen Tirol und Oslo.

Die Pankower Stadträtin für Soziales, Gesundheit, Schule und Sport Zürn-Kasztantowicz (SPD) hatte eine erste Anmeldung in Frage gestellt. Nach einer ausgiebigen Diskussion und einer Vorlage der Fraktion Bündnis 90/Grüne sollte eine neue Nutzung des Geländes mit dem Tenor eines „stark sportlichen Charakters“ genehmigt werden.

Doch inzwischen war zu viel Zeit vergangen. Die Bewilligung erfolgte in einem zeitlich so engem Rahmen, dass eine Organisation in Pankow nun nicht mehr möglich ist. Michael Rietschel ist auch sauer, denn man nimmt es gar nicht so eng mit der Sondernutzung des Sportgeländes: in der Weihnachtszeit wurde auch ein Weihnachtsbaumverkauf auf dem Gelände genehmigt.

Altlandsberg ergriff die Chance

Neben den großen Bemühungen um das Weiterleben des Spektakels in Pankow, musste Michael Rietschel Ausschau nach einem adäquaten Ersatzgelände halten, welches er schließlich in Altlandsberg/Bruchmühle fand. Es ist von der Fläche größer, verfügt über ausreichend Parkplätze und ist mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut erreichbar, zumal für die Veranstaltungstage 18.04. und 19.04. ein BUS-Shuttlelservice eingerichtet wurde, der eine problemlose Anfahrt ab dem S-Bahnhof Fredersdorf garantiert.

Durch die steigenden Besucherzahlen der letzten Jahre, welche auch zu nicht unerheblichen Wartezeiten führten, können diese nun, durch die Größe des Geländes, ausgeschlossen werden.

Es werden auch Turniere sehr bekannter internationaler Kämpfer stattfinden. Michael Rietschel konnte den Veranstaltungszeitraum sogar auf Freitag, den 17.04.2015 ausweiten. Wie gewohnt werden sich mittelalterliche Marktstände aus vielen Nationen die Ehre geben, für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt.

Pankow verliert ein Familienfest

Das neue Programm wird musikalisch angereichert. Das beliebte Ensemble „Waldträne“ wird mit seinen mittelalterlichen Liedern und Balladen für Stimmung sorgen. Samstag Abend erwartet die Zuschauer die spektakuläre Feuershow von „Ardodanza“, sowie die britische Band „The Dolmen“, die auch Sonntag die Besucher unterhalten wird. Desweiteren garantieren die Frettchenschau, der Falkner und die bezaubernde Tanzgruppe „Mirabilia“ für interessante und lehrreiche Kurzweil.

Und natürlich gibt es umfangreiche Vorführungen, Schwertkämpfe, Bogenschießen und viele Einblicke in mittelalterliches Handwerk und Alltagsleben.

Im Altlandsberger Stadtourismusbüro ist man hoch erfreut, denn hier kämpft man um jeden Besucher und Gast, und möchte die Altstadt noch mit neuen Attraktionen erneuern. Die Redaktion der Pankower Allgemeine Zeitung wurde eingeladen, sich vor Ort umzuschauen. Im März kommt daher ein ausführlicher Ausflugstip mit Stadtportrait.

Weitere Informationen

www.zum-germanen-events.de

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m/s