Sonntag, 17. Dezember 2017
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Windows XP bis 2019 betreiben

Windows XP weiter nutzen!

Windows XP ist noch auf rund 30% aller Arbeitsplatzrechner installiert, die Trennung von dem Betriebssystem fällt vielen Anwendern und vielen Firmen schwer.

Eigentlich war im April 2014 Schluß mit dem Microsoft-Support – doch einige wichtige Anwendungen laufen noch immer nur unter Windows XP, oder sind wegen umfangreicher programmierter Software-Anwendungen gar nicht ersetzbar.

Im April 2014 hat Microsoft zum letzen Mal Updates für Windows XP geliefert. Ein aktueller Bug im Internet Explorer wird nicht mehr geschlossen, obwohl es bereits Exploits gibt.

Windows XP weiter nutzen!
Windows XP weiter nutzen bis 2019

Lebensdauer-Verlängerung für Windows XP

Doch an mehreren Fronten haben Windows XP Anwender erfolgreich eine Fortsetzung des Supports durch Microsoft vertraglich vereinbart. So ist es nicht verwunderlich, wenn nun im Internet immer mehr Tips auftauchen, wie die Lebensdauer verlängert werden kann. Neben einigen Kommunen haben vor allem Banken ein Interesse, dann praktisch alle Geldautomaten laufen noch unter dem Betriebssystem.

Tip 1: Letztes Wartungsupdate einspielen

Am 8. April 2014 war der letzte Tag mit automatischen Updates für normale User. Doch es gibt noch ein Service-Update, das Ende April veröffentlicht wurde. Es ist auf CD zu bekommen, und wird noch von Verlagen der Computerzeitschriften CHIP und C´t nachgeliefert. Teilweise sind die Hefte mit dem „Windows XP Update Pack“ noch im Zeitschriftenhandel direkt erhältlich

Tip 2: System härten und absichern

Hersteller wie Avira, Kaspersky oder Symantec gewährleisten noch noch mindestens ein Jahr die Updatefähigkeit ihrer Antivirus-Programmme.

Programme, die XP nicht mehr unterstützen (inklusive Browser!), sollten Sknallhart aussortiert und deinstalliert werden. Unbedingt ist der Internet Explorer durch den Browser Firefox zu ersetzen.

Benutzerkonten einrichten – Adminrechte beschränken

Die meisten XP-Nutzer sind als Admin unterwegs. Das sollten Sie unbedingt ändern und den Admin-Account stattdessen nur für echte Admin-Aufgaben einsetzen.
Für die Routine-Arbeit ist ein eingeschränktes Nutzerkonto immer die beste Wahl.

So geht es: Gehen Sie dazu auf »Start | Systemsteuerung | Benutzerkonten« und klicken Sie auf »Neues Konto erstellen«. Geben Sie diesem einen aussagekräftigen Namen und klicken Sie auf »Weiter«.

Anschließend wählen Sie unter Kontotyp »Eingeschränkt« aus und bestätigen mit »Konto erstellen«. Nachdem Sie das neue Konto angelegt haben, klicken Sie es in der Kontenübersicht an und wählen »Kennwort erstellen«.
Vergeben Sie ein sicheres Passwort mit mindestens acht Stellen und einem Mix aus Ziffern und Sonderzeichen.

EMET hilft!

Das kostenlose „Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET)“ von Microsoft hilft, das System sicherer zu machen. Nutzer können ihre Programme selbst absichern.
EMET sorgt dafür, dass Fremdprogramme wie PDF-Reader und andere Tools die internen Sicherheitsfunktionen von Windows auch nutzen.
In den Tiefen von Windows XP sind Security-Funktionen wie etwa die Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP) und (Adress Space Layout Randomization ASLR) nutzbar.
Diese Techniken erschweren es Hackern, Sicherheitslücken in Programmen auszunutzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Programme auch DEP & Co. verwenden können. EMET wird in der frischen Version 4.1 verwendet.

Lebensdauerverlängerung bis 2019

Mit einem System-Hack können erfahrene Anwender einen Sprung in die Bankenwelt machen, und ihr Windows XP wie ein Geldautomat-Betriebsystem updaten.

Der Hack ist publiziert, und deshalb einigermaßen sicher anwendbar.

Mit dem Hack wird angewiesen, anstatt Windows XP die Version „Windows Embedded POSReady 2009“ zu nutzen. Diese Version wird in Geldautomaten verwendet und erhält noch Updates bis 2019. Es ist ein tiefer Eingriff in das System nötig und die Registry (Systemdatenbank) muß geändert werden..

Die Systemdatenbank beinhaltet alle wichtigen Informationen über Ihr Windows-System. Doch Vorsicht: Mit einer falschen Einstellung kann der gesamte PC unbrauchbar werden. Daher sollten nur erfahrene Nutzer Werte in der Registry ändern. Das Arbeiten mit der Systemdatenbank erfolgt auf eigene Gefahr.

So wird die Registry gehackt:

Öffnen Sie ein neues Textdokument und kopieren Sie folgenden Absatz hinein:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\WPA\PosReady]
„Installed“=dword:00000001

Speichern Sie das Textdokument mit der Endung „.reg“ und führen Sie die Datei per Doppelklick aus. Schon erhalten Sie automatisch die Updates der POS-Version.

Auf eigene Gefahr!

Trotz der neuen Updates ist Windows XP weiterhin ein Sicherheitsrisiko und beliebtes Ziel von Hackern. Die POS-Updates sind außerdem auch nicht für das normale Windows XP gedacht und können daher Probleme bei installierter Anwendersoftware verursachen.

Für Firmen gibt es noch das Backoffice

Eine brutale aber effektive Methode ist es, PC´s mit Windows XP einfach vom Internet zu trennem, und lediglich mit einem W-LAN-Drucker und einem W-LAN Speicherlaufwerk zu verbinden.
Die Dokumente werden auf dem Drucker einfach ausgedruckt und per Post versendet. Zwischengespeicherte Dokumente auf dem Speicherlaufwerk werden nach dem Abkoppeln des Windows XP-Rechners von einem anderen modernen Rechner „abgeholt“ und per Mail versendet.
Natürlich kann ein Windows XP auch in ein Netzwerk eingebunden werden, und weiter als Client nutzbar bleiben.

Update 20. Juni 2014

Microsoft warnt jetzt offiziell vor dem veröffentlichten Windows XP Hack:

„Die durch den Registry-Hack möglichen Sicherheitspatches sind für Windows Embedded und Windows Server 2003 gedacht.

Sie schützen Windows XP nicht vollständig. Anwender laufen zudem Gefahr, dass durch diese Updates Windows XP nicht mehr funktioniert. Wir raten daher Nutzern davon ab, die Registry zu verändern.“

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m/s