Montag, 20. November 2017
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Zweite Tarifrunde im Einzelhandel

ver.di Warnstreik

Die Gewerkschaft ver.di hatte in der letzten Woche die Beschäftigten von Edeka, IKEA, Rewe und anderen Handelsunternehmen zu Warnstreiks aufgerufen. In einigen Filialen kam es auch am Montag zu Warnsteiks.

ver.di hat sich bisher nicht mit den Arbeitgebern in den Tarifverhandlungen geeinigt. ver.di fordert für die Beschäftigten rund 1 Euro mehr je Stunde, das sind ca. 6,6% Tariferhöhung. Die Arbeitgeber boten bisher 1,5 % nach drei Monaten an. Ferner für 2018 ein weiteres Prozent sowie zwei Einmalzahlungen von je 150 € jeweils zum Ende eines Tarifjahres.

Die Forderung von ver.di, die Tarife von Berlin und Brandenburg anzugleichen, stieß auf entschiedene Ablehnung der Arbeitgeber.

Zweite Verhandlungsrunde im Tarifstreit

Am Dienstag, dem 11. Juli 2017 findet die zweite Tarifrunde für die Beschäftigten des Berliner Einzelhandels statt. Beim ersten Treffen zwischen ver.di und dem Handelsverband, der die Arbeitgeber vertritt, wurden auf Wunsch der Arbeitgeber die Verhandlungen für Berlin und Brandenburg getrennt.

Die Tarifverhandlungen finden nach mehreren sehr erfolgreichen Warnstreiks der Beschäftigten in den letzten Tagen statt. „Die Beschäftigten erwarten von den Arbeitgebern ein anständiges Angebot zur Verbesserung ihrer Vergütungen, das nicht nur die Inflation ausgleicht, sondern außerdem die gestiegenen Leistungen der Beschäftigten angemessen würdigt“, sagte Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin.

Deutliche Einkommensverbesserung gefordert

Hauptforderung in der Tarifrunde 2017 in Berlin ist für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine deutliche Einkommenserhöhung von einem Euro pro Stunde. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll nach ver.di-Vorstellungen 10 Monate betragen. Für die Ausbildungsvergütungen fordert die Gewerkschaft Verbesserungen um 100 Euro pro Monat.

Zudem wird angestrebt, die Berliner Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Für ver.di-Mitglieder hat die Tarifkommission eine exklusive Forderung einer Einmalzahlung von 300 Euro erhoben.

Arbeitgeber und Gwerkschaft konnten sich in der ersten Verhandlungsrunde am 6. Juni für 2017 nicht einigen. Die Tarifverhandlungen betreffen in Berlin und Brandenburg insgesamt 231.000 Beschäftigte (2016), davon in Berlin 147.000 und in Brandenburg 84.000. Die Beschäftigtenzahl ist im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig gestiegen.

Weitere Informationen:

http://handel-bb.verdi.de/einzelhandel/tarifrunde

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m/s