Schnee und Eis schmelzen, das Tauwetter beginnt. Der Regen kommt. Die Temperaturen steigen. Der Boden erwärmt sich. Der richtige Zeitpunkt kommt heran, um das Gartenjahr zu planen, und mit der ersten Aussaat zu beginnen.
Die Aussaat mit Tütensamen ist der Startschuss für das Gartenjahr. Samen sind die Wunder der Natur. In einem kleinen Korn befindet sich die genetische Information einer Blume, einer Pflanze und eines über 100 Jahre wachsenden Baumes. „Jetzt können wir diese Samen zum Keimen bringen!“
In der Kita und in der Schule ist es jetzt Zeit, eine Phantasiereise zu unternehmen, bei der das Werden und Vergehen von Blumen mit Bewegungen nachempfunden wird. Nach dieser pädagogischen Einstimmung kann die Praxis gestartet werden. Saatgut auf der Fensterbank keimen lassen, pikieren und einpflanzen. Das Gärtnern kann ganz klein anfangen, bevor es im Schulgarten oder im Beet in Kleingarten oder im Garten der Kita weiter geht.
Der „Pflanz-eine-Blume-Tag“ wird jährlich am 12. März begangen und markiert den Beginn des Frühlings sowie den perfekten Zeitpunkt, um Gärten, Balkone und Parks mit neuen Pflanzen zu verschönern. Dieser botanische Feiertag soll Menschen dazu animieren, durch das Einpflanzen von Blumen, insbesondere für Bienen, Hummeln und andere Wildbienen blühende Oasen zu schaffen.
Jetzt Aussäen – im Garten und auf der Fensterbank
Hobbygärtner können Samen auf der Fensterbank vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Im Februar ist Startschuss für die Fensterbank. Wer jetzt sät, erhält eine frühe Sommerblüte. Blumen für die Aussaat an der Fensterbank sind etwa Zinnien und Cosmea. Auch Prunkwinde und Duftsteinrich nehmen diese Form der Anzucht gerne an.
Hochwertige Bio-Sämereien für den Gemüsegarten sind bei Online-Shops wie www.beetfreunde.de aus dem hessischen Biedenkopf oder von www.beetliebe.de aus Leipzig.
Eltern und Kinder können gemeinsam ein Wunder erleben, wenn aus einem Samen erste selbst gesäte Pflanzen zu Hause heranreifen. Kinder können auf spielerische Weise lernen, was Pflanzen zum Wachsen brauchen. Sie entwickelten dabei Verantwortung und werden für natürliche Kreisläufe sensibilisiert.
Einfach lassen sich Gartenblumen wie Ringelblume, Kornblume, Schmück-Körbchen, Stiefmütterchen aus Samen heranziehen, Auch Mohn oder Sonnenblumen sind beliebt — und alle sind in kleinen bunten Tüten mit Anleitungen und Anzuchttipps erhältlich . Auch Gemüsepflanzen wie Radieschen, Spinat, Salat, Kohlrabi und Karotten oder Kräuter wie Petersilie und Dill kommen aus der Tüte.

Bio – Vielfalt und Spaß am Gärtnern
Im Frühjahr werden zahlreiche Gartencenter, Saatgut-Händler, Spezialshops und Bio-Anbieter aktiv. Das Sortiment und die Samenvielfalt sind fast grenzenlos. In ganz Berlin und seinen 12 Bezirken gibt es nicht nur Gartencenter, Blumenläden und Baumärkte. — Wer genau hinschaut kann erkennen: „Ganz Berlin ist eine reich ausgestattete Samenbank!“— Man kann in der Natur auf Entdeckungsreise gehen und Pflanzen kennen lernen, die sonst nicht in den Verkaufsregalen zu finden sind. Ob am Mauerradweg, in Wäldern und Parks und in Kleingärten und Hausgärten gibt es viel zu entdecken — vor allem wenn man darüber ins Gespräch kommt und auch Samen sammelt und tauscht.
Die Stadtbibliothek Spandau hat neuerdings sogar eine Saatgutbibliothek eingerichtet. So manche Gartenfreunde pflegen und erhalten auch alte Sorten, Raritäten und Bio-Sorten. Die Keimungsrate ist bei natürlich gesammelter Samen allgemein sehr hoch und die heimischen Samen sind widerstandsfähig. So kann man diese auch später selbst nachziehen.
Strenge Qualitätsrichtlinien in Deutschland
Der Verkauf von Samen im Internet unterliegt strengen Vorschriften. In Deutschland und der EU gibt es das Saatgutverkehrsgesetz (SaatG) und die zugehörigen Verordnungen. Qualität und Sortenechtheit sollen gesichert werden. Auch die Ausbreitung von Schädlingen soll verhindert werden — und die Ausbringung von invasiven Arten.
Saatgutpackungen müssen daher klar gekennzeichnet sein, so dass man Sorte, Erzeuger, Partie-Nummer und Keimfähigkeit erkennen kann. Hybridsorten müssen mit dem Zusatz „F1“ gekennzeichnet werden. Jeder Online-Händer für Samen, Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse muss auch bei einem zuständigen Pflanzenschutzdienst registriert sein.
Die Samenauswahl beim Discounter und Supermarkt besteht meist aus Standardsorten und gängigen Sorten. Meist handelt es sich dabei jedoch um Hochleistungshybriden der Kategorie F1. Sie sind auf Ertrag und einheitliches Wachstum optimiert, aber auch empfindlich bei fehlenden Bodeneigenschaften. Besser sind Samenfeste Sorten, die oft robuster und besser an lokale Bedingungen angepasst sind. Sie sind zudem für Hobbygärtner interessant, die ihr eigenes Saatgut gewinnen möchten.
Aufgrund höherer Produktionskosten für ökologischen Anbau oder Bio-Zertifizierung sind Samen aus dem Internet-Shop etwas teurer. Während sie beim Discounter schon ab 20 Cent zu haben sind, kosten Samen im Internet oft ab 2 Euro – plus Versandkosten.
Kostenlos können aber auch Samen von einem der über 700 grünen Lernorte in Berlin bezogen werden, die inzwischen mit Fördermitteln der für Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt entstanden sind.
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