Donnerstag, 22. Februar 2024
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Thälmannpark: Bauprojekte abgeschlossen

Wohnhochhäuser im Thälmann-Park

Seit Juni 2021 wurden im Ernst-Thälmann-Park verschiedene Projekte ausgeführt, die u.a. mit dem Ziel der Klimaanpassung und Stabilisierung des Wasserhaushalts geplant wurden. Ferner wurden das Parkgelände und die Wege denkmalgerecht erneuert.
Einige neue Ausstattungselementen kamen hinzu:

  • Neubau einer Bewegungsfläche für Kleinkinder,
  • Erweiterung des Fitnessplatzes,
  • Erneuerung des Rosengartens und
  • Neubau eines Fahrradabstellplatzes.

Neuer Bodenfilter für Grundwasserreinigung

Kernelement der Arbeiten war die Erweiterung der bestehenden Grundwasserreinigungsanlage um einen bewachsenen Bodenfilter als Ammoniumreinigungsstufe — mit Stauraum- und Bewässerungssystem.
Das ehemalige Gaswerksgelände ist im Unterboden stark kontaminiert Früher wurden auf dem Gelände Gas, Koks und die üblichen Nebenprodukte wie Teer, Schwefel und Ammoniak hergestellt. Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sowie der unsachgemäße Umgang mit Schadstoffen im Produktionsprozess und beim Abriss hatten zu einer hohen Kontaminierung von Boden und Grundwasser geführt.

Mit dem langjährigen Betrieb der Grundwasserreinigungsanlage und dem neuen Bodenfilter wurde nun Abhilfe geschaffen. Ein neues Biotop kann sich in der Reinigungsstufe entwickeln.

Das Grundwasser konnte weitgehend gereinigt werden, und kann nun auch für die Auffüllung des Kiezteiches und teilweise für die Parkbewässerung genutzt werden.

Ob damit die sommerlichen Verdunstungsverluste kompensiert werden können, hängt von der saisonalen Witterung und anteiligen monatlichen Niederschlägen ab.

In diesem Sommer sind bis zu 140 mm Verdunstungsverluste im Monat gemessen worden. Damit ist es auch fraglich, ob angestrebte Ziele der Klimaanpassung erreicht werden können. Die Klimaanpassung mit der Motorsäge ist derzeit programmierte Praxis in allen Berliner Straßen und Grünanlagen.

Klimaanpassung mit der Motorsäge — oder Notbewässerung im Sommer?

„Märchenhafte Narrative“ von der „ökologisch hochwertigen, klimaneutralen und anwohnerfreundlichen Nutzung“ sind nicht stimmig. Die Überschrift „Klimaresilienter Ernst-Thälmann-Park“ ist lediglich als politisches „Labeling“ zu betrachten.

Richtig ist: neu gepflanzte Bäume werden drei Jahre durch ausführende Firmen gewässert, danach wird das Straßen- und Grünflächenamt tätig und kümmert sich weitere drei Jahre um sommerliche Bewässerung.

Bäume sind ab dem 7.Jahr sich selbst überlassen, und müssen auf die Gnade der Bürger hoffen, die in die City-Lab-Anwendung www.giessdenkiez.de einloggen, und Wasserträger werden.

Bäume verdorren bei Dürre innerhalb von Tagen völlig und müssen schon bald danach aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden. Das Wort „Klimaresilienz“ daher völlig fehl am Platze.

Die Frage der Notbwässerung von Bäumen in sommerlichen Hitzeperioden ist berlinweit ungeklärt.


Finanzierung der Maßnahmen

Insgesamt wurden Baukosten in Höhe von ca. 2,8 Mio. Euro aus verschiedene Quellen herangezogen. Bodenfilter sowie Stauraum- und Bewässerungssystem kosteten ca. 1.130.000 Euro und wurden durch Ausgleichsbeträge ehemaliger Sanierungsgebiete in Pankow finanziert, ebenso wie die 710.000 Euro für die Wege-Erneuerung sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit.
685.000 Euro für Spiel- und Bewegungsangebote stammen auf dem Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung. 300.000 Euro wurden in die Kommentierung des Thälmann-Denkmals inkl. künstlerischem Wettbewerb investiert.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung vom 18.10.2022

m/s