Samstag, 25. Juli 2026
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Brot in aller Welt – ein völkerverbindendes Werk

Brote in aller Welt

Von Amina Mendez

Das Buch „Brot in aller Welt“ ist vor kurzem erschienen. Das großformatige Sachbuch für die ganze Familie ist eine bebilderte Reise in 80 Seiten um die Welt. Die beiden russischen Autorinnen, Maria Bakhareva und Anna Desnitskaya, nehmen sich dabei das weltweit am weitesten verbreitete Lebensmittel zum Thema: das Brot.

Alles was man über Brote wissen sollte

Das Buch im A4-Format ist reich bebildert. Schon das Inhaltsverzeichnis ist visuell aufgefrischt mit bebilderten Hinweisen auf später folgende Rezepte. Leser können sich auf Rezepte für Rewena, Chipa und Shokupan freuen. Auf der folgenden Illustration einer Weltkarte lernt man gleich, woher die zahlreichen Pflanzen und Getreidesorten kommen, die zur Brotherstellung verwendet werden: zum Beispiel kommt Teff aus Äthiopien und Taro von den Pazifischen Inseln.

Den Kern des Buches bildet eine geografische Einteilung nach Kontinenten. Wie sind die Brottraditionen in Europa, wie in Afrika und in Südamerika? Die Autorinnen geben ein Gesamtbild für jeden Kontinent. Es beginnt mit einer Szene aus dem Alltagsleben einer Familie. Sie gibt einen ersten Eindruck vom dortigen Leben. Auf einer Landkarte sieht man, welche Brotsorten in den Ländern des Kontinents gegessen werden. Ein Zoom in eine konkrete Stadt, ein Viertel, eine Straße eröffnet den Blick in das geschäftige Treiben einer besonderen Bäckerei vor Ort. So geht die Reise in Australien zur Farina Bakery, einer Bäckerei, die sich in einer Geisterstadt in Südaustralien befindet. Von dort geht es in die Backstube. Ein Brotrezept für Rewena, das Maori-Kartoffelbrot, steht bereit, um nachgebacken zu werden.

Auch die Antarktis wird bei der Dokumentation der Kontinente berücksichtigt. In den Forschungsstationen bringen Mitarbeiter die Backtraditionen ihrer Heimatländer mit. So reist man virtuell zur McMurdo Station Bakery, einer US-amerikanischen Polarstation. Man erfährt, dass Pizza sehr beliebt ist. Außerdem gibt es eine Anleitung, um Roald Amundsens Haferkekse nachzubacken und sich selbst wie ein Forscher im Eis zu fühlen.

Besonders gewürdigt haben die Autorinnen den Nahen Osten und angrenzende Länder, obwohl die Region kein eigener Kontinent ist. Sie bringen uns die vielfältigen Brotbacktraditionen dieser Länder näher: vom Challah in Jordanien, über Tamees in Saudi-Arabien oder Manakish in Syrien.

Tradition Brotbacken: kulturübergreifend und Jahrtausende alt

„Brot in aller Welt“ bietet ein visuelles und lehrreiches Erlebnis für groß und klein. Die schönen Illustrationen von Anna Desnitskaya erwecken Freude und sind lehrreich zugleich. Sie geben Atmosphäre wieder und treffen prägnant das Charakteristische der verschiedenen Kulturen. Denn die Präsentationen beschränken sich nicht auf das Brot allein. Auch spezifische Tiere und Pflanzen, Lebensweisen und Kleidersitten der Länder und Kontinente werden kommuniziert.

Die Botschaft kommt an: Brot ist wichtig für die Menschen der ganzen Erde. Es hat auf allen Kontinenten eine Jahrhunderte alte Tradition. Dadurch ist das Brot ein völkerverbindendes Symbol.

„Brot in aller Welt“ eignet sich zum Vorlesen und gemeinsamen Entdecken in der Familie, mit Freunden oder in der Schule als Unterrichtsstoff. Nach dem Lesen des Buches weiß man vieles über Brote und über die Menschen in den verschiedensten Teilen der Welt. Es fördert so gegenseitiges Verständnis und das Interesse für andere Kulturen.

In Berlin kommen Kinder mit vielen Kulturen in Kontakt. Bäckereien und Cafés aus fernen Ländern gibt es mittlerweile ist in jedem Stadtteil. Nach dem Lesen des Buches fallen einem diese Geschäfte wahrscheinlich viel mehr auf als vorher und inspirieren vielleicht, manche Leser und Leserinnen, das eine oder andere auszuprobieren.

Völkerverbindendes und Frieden förderndes Engagement

Die beiden russischen Autorinnen sind für ihre bisherigen Bücher bereits mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt worden.
Anna Desnitskaya wurde in Moskau geboren und studierte an der Moskauer Staatlichen Universität für Druckwesen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Montenegro. Für ihre Werke wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet und 2018 für den Astrid Lindgren Memorial Award nominiert.

Maria Bakhareva hat für eine Vielzahl russischer Magazine gearbeitet und zwei Reiseführer geschrieben. Heute lebt sie mit ihrer Tochter und zwei Katzen in Budapest. „Brot in aller Welt“ ist ihr erstes Kinderbuch.


Maria Bakhareva und Anna Desnitskaya:

Brot in aller Welt

übersetzt von Thomas Weiler
Gerstenberg Verlag
Hardcover | Format: 30,0 cm x 24,0 cm | durchgehend farbig | 80 Seiten
empfohlen ab 10 Jahren
Erscheinungstag: 30.06.2026
ISBN 978-3-8369-6342-8
Preis: 26,00 € – Bestell-Link

Weitere Informationen:

www.gerstenberg-verlag.de

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a/m