Von Michael Springer
Heute fand eine Pressekonferenz zum Vorhaben „Pankower Tor“ statt. Möbelunternehmer Kurt Krieger hatte zum 23. September 2025 um 11:30 Uhr ins Veranstaltungszelt eingeladen.
Die Berliner Zeitung hatte einem ihrer größten Anzeigenkunden einen YouTube-Livestream reserviert. Dieser wurde zeitweise — bei schlechter Tonqualität— in dem ersten 40 Minuten von 40 Teilnehmern angeschaut. Die tatsächliche Zuschauerzahl ist jedoch höher, weil YouTube wegen Adblocking nicht sofort genau zählt. Am Ende wurden 223 Aufrufe gezählt (Stand 12:59 Uhr). Jetzt sind es 433 Aufrufe (13:30 Uhr).
Projektinitiator und Möbelunternehmer Kurt Krieger hat rund 16 Jahre lang um das Projekt gerungen und ist nun fast am Ziel seiner Bebauungsplan-Wünsche angelangt. Städtebaulich hat es Krieger geschafft, in langen Auseinandersetzungen um Verkehrsplanung, um Kreuzkröten und Bauvolumina seinen Plan durchzusetzen.
Die politischen Gestaltungsmehrheiten von SPD, Bündnis 90/Grüne und DIE LINKE wurden nicht genutzt.
Im Verfahrensverlauf hat der Investor und Vorhabenträger Krieger Handels SE die kommunale Beteiligung und die Planungshoheit in Pankow an sich gerissen – und nicht rechtskonform auf selbst beauftragten Internet-Portal durchgeführt.
Die Verzögerungen um den städtebaulichen Entwicklungsplan, Denkmalschutz und Naturschutz haben die heutige Pankower Schulmisere mit verursacht, weil eine Schule nicht rechtzeitig gebaut wurde.
Die verzögerten „Kreuzkröten-Jahre“ wurden durch eine NGO verursacht. Eine frühzeitige Einbindung eines Landschaftsarchitekten hätte allen mindesten 6 Jahre ersparen können.
Wenn Krieger zum eigenen Vorhaben zur Pressekonferenz einlädt, ist nun auch klar: die Bürgermeisterei in Pankow „kellnert“ seit drei Legislaturperioden nur.
Das größte städtebauliche Vorhaben der Hauptstadt wird jetzt— vier Jahre nach Ausrufung des Klimanotstandes in Pankow — auf der einzigen freien nordöstlichen Kaltluftschneise in Pankow geplant.
Kontakt: redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de
Siehe auch:
Wista-Zukunftsort: „Krötenpolitisches Desaster“ für den Cleantech-Business-Park
