Montag, 15. April 2024
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Auschwitz-Pledge Foundation: Aufruf zur „Auslöschung der Gleichgültigkeit“

erase indifference

Die Auschwitz Pledge Foundation in Warschau, eine Nichtregierungsorganisation (NRO) mit der Mission, die Gleichgültigkeit gegenüber allen Formen von Diskriminierung zu bekämpfen, hat am Vorabend des Holocaust-Gedenktags ihre Initiative „Erase Indifference“ (Auslöschung der Gleichgültigkeit) gestartet.

Es ist eine neue Initiative, die sich auf die Erlebnisse der Vergangenheit stützt, aber nach neuen, innovativen Lösungen zur Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung von Menschen der LGBTQIA+ Gemeinschaft, Migranten und Flüchtlingen sucht.

„Erase Indifference Challenge“

Die ausgelobte Erase Indifference Challenge läuft ab sofort bis zum 3. März 2023.

Es ist ein globaler Wettbewerb zur Vergabe von Stipendien und Mentorenschaft an Organisationen, die innovative Lösungen und moderne Hilfsmittel zur Bekämpfung von Gleichgültigkeit gegenüber Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung von Migranten, Flüchtlingen und LGBTQIA+ Gemeinschaften entwickelt haben.

Die Challenge ist eine offene Einladung an Innovatoren, NROs, Universitäten, Startups, Privatunternehmen, öffentliche Einrichtungen, religiöse Vereinigungen oder informelle Gruppen, sich um finanzielle Unterstützung für die Finanzierung, Skalierung und Förderung ihrer Projekte zu bewerben. Ziel ist es, das Bewusstsein zu stärken, Gespräche anzuregen und Maßnahmen voranzutreiben, um die Gleichgültigkeit auf globaler Ebene in den nächsten zehn Jahren drastisch zu reduzieren.

Jacek Kastelaniec, Generaldirektor der Auschwitz Pledge Foundation sagte dazu: „Im Laufe der Geschichte haben wir gesehen, welche Auswirkungen Gleichgültigkeit hat und wie sie Bigotterie, Gewalt und sogar Völkermord begünstigen kann.“

Aus diesem Grund startet die Auschwitz Pledge Foundation eine Reihe von Aktionen, um Gleichgültigkeit zu thematisieren und sie zum Gegenstand öffentlicher Gespräche und Analysen zu machen.

„Heute beginnen wir mit einer Herausforderung, und später in diesem Jahr werden wir eine Gruppe bekannter Führungspersönlichkeiten ehren, die gegen die Gleichgültigkeit ankämpfen, und bei unserer ersten Gesprächsrunde von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen lernen. “

Jacek Kastelaniec: „Wir freuen uns darauf, die Ideen großartiger und mitfühlender Menschen auf der ganzen Welt begrüßen und unterstützen zu können, die neue und kreative Wege gefunden haben, um gegen die Gleichgültigkeit anzugehen.“

Bedrohungen erwachsen aus dem Mediensystem

„Die 1920er und 1930er Jahre waren eine Zeit der beispiellosen Entwicklung der Medien, aber auch des Populismus, der Demagogie und der Sprache des Hasses, die zur Entwicklung von Nationalismen, dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust führten“, sagte Piotr M. A. Cywiński, Vorstandsvorsitzender der Auschwitz Pledge Foundation. „Ein Jahrhundert später – in einer Zeit der beispiellosen Ausbreitung von sozialen Netzwerken und mobiler und Online-Kommunikation – sind die Bedrohungen ähnlich. All dies erfordert eine ernsthafte öffentliche Debatte, die die Grenzen von Staaten, Kulturen, Sprachen und Religionen überschreitet.“

Über die Auschwitz Pledge Foundation

Die Auschwitz Pledge Foundation wurde 2021 gegründet, um die drohenden Gefahren der Gleichgültigkeit anzuerkennen. Eines ihrer Hauptziele ist es, schnell auf globale Ereignisse zu reagieren, die zu Diskriminierung durch Gleichgültigkeit führen. Bisher wurden in einem Pilotprogramm Initiativen von Right to Be und T’ruah und Anti-Hass-Trainings in USA unterstützt. In Polen wird die Diskriminierung von ukrainischen Flüchtlingsjugendlichen in polnischen Schulen durch Gamification in Zusammenarbeit mit einem Computer-Spiele Unternehmen bekämpft.

Weitere Informationen:

erase indifference – www.eraseindifference.org


Transparenzhinweis: Das Mediennetzwerk Berlin unterstützt die „erase indifference“ – Challenge. Zugleich schafft es Voraussetzungen für ein diskriminierungsfreies Mediensystem und lädt im Rahmen des Konzepts „Offene Redaktionelle Gesellschaft“ (ORG) zu Gastbeiträgen ein, um Diskriminierungen, Übergriffe und Minderheitenmeinungen und originäre Ideen und Kreativität sichtbar zu machen.
Kontakt: info@anzeigio.de

a/m