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Gesamtelternvertretung der GS am Planetarium fordert die Schulcampus-Lösung

Pläne für die Grundschule am Planetarium

In einem Offenen Brief hat sich die Gesamtelternvertretung der Grundschule am Planetarium am 16.4.2021 zum geplanten Schulcampus im Thälmannpark zu Wort gemeldet.
Der Vorstand der Gesamtelternvertretung fordert, ausreichend Schulplätze zu schaffen und fordet die schnelle Umsetzung der Pläne für einen erweiterten Schulcampus.
Die Gesamtelternvertretung unterstützt damit die bereits veröffentlichten Pläne des Bezirksamtes Pankow zur Erweiterung der Grundschule am Planetarium.
Kathrin Bischoff, Sprecherin der GEV erläutere die Sorgen der Elterninitiative:
„Die Elternschaft an der Grundschule am Planetarium hat sich zu dieser öffentlichen Positionierung entschieden, weil wir mit Sorge auf die Unterschriftensammlungen der Anwohnerinitiative Thälmannpark und deren geplanten Einwohnerantrag schauen.
Aus unserer Sicht ist die schnellstmögliche Umsetzung der Planungen des BA Pankow zum Ausbau der Schule dringend erforderlich. Und zwar aus den folgenden Gründen:

  • Die Schulplätze im Bezirk Pankow reichen nicht aus, es werden dringend weitere Grundschulplätze benötigt.
  • Aufgrund des Schulplatz-Mangels ist die Schule überbelegt, die eigentlich 2-zügig gebaute Schule ist heute 3-4-zügig. Das führt dazu, dass es kaum noch Funktionsräume gibt, Hort findet in Klassenräumen statt und hat fast keine eigens für die Betreuung ausgestatteten Räume.
  • Ein besonderes Problem ist die Enge in der Mensa. Damit alle Kinder im vorgegebenen Zeitfenster essen können, sind für jedes Kind nur 15-20 Minuten Essenszeit vorgesehen. Unter Pandemie-Bedingungen ist die Essensausgabe im Prinzip nicht betreibbar.
  • Die bestehende Schule wurde zwar vor einigen Jahren in gelungener Form saniert, trotzdem leidet das Schulleben unter dem Sanierungsstau für die Außenflächen. Sämtliche Anträge der Schule, den Schulhof oder die Sportflächen zu erneuern werden seit Jahren mit Verweis auf den Neubau des Campus abgelehnt.
  • Die neuen Schulräume erlauben modernes Lernen und die Umsetzung von Inklusion und Förderkonzepten. Das Raumkonzept für den Neubau wurde 2018/2019 in einem Beteiligungsverfahren zusammen mit der damaligen Schulleitung entwickelt. Wir freuen uns auf die Räume, die den Lehrern Unterrichtskonzepte ermöglichen, in denen der individuelle Leistungsstand der Kinder umfassend berücksichtigt wird.“

Die Gesamtelternvertretung der Grundschule am Planetarium sieht den konkurierenden Einwohnerantrag der Anwohnerinitiative Thälmannpark kritisch, weil die Schulsituation keine andere Lösung zumutbar macht.

GEV-Sprecherin Bischoff: „Aus unserer Sicht hatdas BA Pankow in ausreichender Weise erläutert, dass ein Ausbau der Schule in Richtung ehemaliges Krankenhaus Prenzlauer Berg nicht möglich ist. Eine neuerliche Prüfung hat aus unserer Sicht nur geringe Erfolgsaussichten und würde zu inakzeptablen Verzögerungen führen.“

Den Vorschlag im Einwohnerantrag, den Campus als geteilten Campus zu realisieren, um die bestehende Wegeführung zu erhalten wird abgelehnt.

GEV-Sprecherin Bischoff: „Diesen Vorschlag lehnt die Elternschaft ab. Bereits heute wird das Schulgelände durch einen starkfrequentierten Radweg geteilt, so dass es schon zu Unfällen bei der Querung des Weges gekommenist. Wir sehen in dem ganzheitlichen Campusgelände eine wichtige Verbesserung für dieAufenthaltsqualität an der Schule. Insbesondere wünschen wir uns einen grünen Schulhof – wie er auch auf den Plänen dargestellt ist – so dass dadurch auch für die umliegenden öffentlichen Flächenein „Parkgefühl“ erhalten bleibt.“

Allgemeine Kritik an der Aufenthaltsqualität im Thälmannpark

Die GEV kritisiert auch Probleme im unmittelbaren Schulumfeld. GEV-Sprecherin Bischoff:
„Wir möchten in diesem Zusammenhang ergänzend darauf hinweisen, dass aus unserer Sicht die Aufenthaltsqualität im Thälmannpark in den letzten Jahren stetig gesunken ist. Im Gebüsch hinter dem Planetarium kommt es immer wieder zu Camping, die Rasenfläche hinter dem Planetarium wird für den Hunde-Auslauf genutzt, in der Grünfläche entlang der S-Bahn wohnen regelmäßig Obdachlose, die teilweise auf die Kinder bedrohlich wirken. Weil Kinder in den Büschen Diebesgut gefunden haben und bedroht wurden, kam es schon zu Polizeieinsätzen.“

Streit um 0,6 Hektar – oder gute Nachbarschaft mit der Schule?
Hinter dem herbeigeführten Streit um die Inanspruchnahme der 0,6 Hektar Grünfläche steht offenbar auch ein symbolischer Generationenkonflikt. Denn in der Anwohnerinitiative Thälmannpark sind vorwiegend Ältere Anwohner_innen vertreten.
GEV-Sprecherin Bischoff: „Die Flächen, deren Verlust die Anwohnerinitiative beklagt, werden heute – im Gegensatz zu den vorderen Bereichen des Parks – nicht für den Aufenthalt genutzt. Weder spielen dort Kinder, noch verweilen dort in der Praxis Menschen.“

Schulcampus-Lösung mit guter Nachbarschaft im Thälmannpark
GEV-Sprecherin Bischoff wirbt für eine gute Nachbarschaft:
„Wir sehen die größte Veränderung durch den Schulcampus inder geänderten Wegeführung. Wir sehen im Schulcampus und der damit verbundenen Umgestaltung dieses Bereichs des Thälmannparks eine erhebliche Chance zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Park insgesamt und begrüßen die geplanten Veränderungen. In der Lehrerschaft unserer Schule gibt es Ideen zu einer Schul-Imkerei und zum Schulgarten – hier sehen wir Gestaltungsansätze, die bis in denPark und die Nachbarschaft hineinreichen können.“

Mehr Sicherheit für Jung und Alt im Thälmannpark
GEV-Sprecherin Bischoff sieht noch mehr Vorteile: „Wir gehen zudem davon aus, dass die Sicherheit im Park und bei der Nutzung der neuen Wege durch entsprechenden Ausbau und Beleuchtung sichergestellt wird.“

Kontakt: gev.gsap@gmail.com

m/s