Montag, 22. Juni 2026
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Monitoringbericht zur Schulplatzversorgung

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Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, wurde der mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie abgestimmte Monitoringbericht 2025/26 für den Bezirk Pankow auf den Seiten des Schul- und Sportamtes veröffentlicht.
Der Bericht bildet die aktuelle und prognostizierte Entwicklung von Schulplatzbedarfen und Kapazitäten im Bezirk ab und ist damit eine wichtige Grundlage für die weitere Schulentwicklungsplanung.

Die vom Pressemitteilung vom 19.06.2026 ist in positiver Tonalität veröffentlicht worden: „Bezirk und Senatsverwaltung schaffen transparente Grundlage für weitere Schulentwicklungsplanung.“ In Realität werden damit langjährige Versäumnisse der Pankower und Berliner Kommunalpolitik aufgearbeitet. Dazu muss man vorher anführen: die Bereitstellung von Schulplätzen gehört zur Pflichtaufgabe und Daseinsvorsorge einer Kommune:

„Der Monitoringbericht zeigt: Im Grundschulbereich hat sich die Situation im Bezirk insgesamt verbessert. Im Schuljahr 2025/26 besteht nur noch in vier von zehn Schulplanungsregionen ein Defizit von insgesamt 5,5 Zügen. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Defizit um zwei Züge reduziert werden, unter anderem durch die Fertigstellung der Grundschule unter den Bäumen. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass der Schwerpunkt künftiger Schulplatzschaffung weiterhin dort liegen muss, wo neue Stadtquartiere entstehen und Bedarfe nicht allein über Bestandsschulen gedeckt werden können.“

3.000 Schüler:innen müssen längere Schulwege nutzen

Bei den weiterführenden Schulen hat Pankow ein aberwitziges Defizit, das vor allem dem Wirken des früheren Stadtrats Dr. Torsten Kühne (CDU) und der zentral konzipierten Schulbauoffensive geschuldet ist: er konnte kommunale Pflichtaufgabe nicht in Pankow durchsetzen, weil die Planung auf den Städtebau am Pankower Tor ausgerichtet wurde. Als sich das Projekt Pankower Tor sich festgefahren hatte, hätte Dr. Kühne die Schulplanung umsteuern müssen. Stattdessen wechselte er nach Marzahn-Hellersdorf und ist seit 28. April 2023 Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen.

Die von allen Pankower Parteien verzögerte Stadtplanung hat zu einem systemischen Schulplatzmangel im Bezirk geführt. Zitat: „Deutlich angespannter bleibt die Lage im Bereich der weiterführenden Schulen. Der Bericht stellt fest, dass derzeit über alle Schularten hinweg ein erhebliches Defizit besteht und mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler in anderen Bezirken, insbesondere in Reinickendorf und Lichtenberg, beschult werden müssen.
Dazu Fazit ist im aktuellen Wahlkampf eine Bombe: „Zur nachhaltigen Deckung des Bedarfs braucht es je drei neue Integrierte Sekundarschulen und Gymnasien.“ — Denn diese Schulen werden nicht so ganz schnell gebaut werden können.

Monitoringbericht benennt Planungserfordernisse — verschweigt aber die systemische Verantwortung

Jörn Pasternack, Bezirksstadtrat für Schule und Sport (CDU) muss das Desaster ausbaden. Pflichtschuldig wiegelt er jedoch ab: „Der Monitoringbericht zeigt sehr klar, wo Pankow bei der Schulplatzversorgung steht: Im Grundschulbereich sind wichtige Fortschritte erreicht worden, bei den weiterführenden Schulen bleibt der Handlungsdruck aber hoch. Als für Schule und Sport zuständiger Bezirksstadtrat ist mir wichtig, dass wir auf einer transparenten und mit der Senatsverwaltung abgestimmten Grundlage planen. Unser Ziel ist, Schulplätze dort zu schaffen, wo sie gebraucht werden, Potenzialstandorte zu sichern und die Versorgung der Pankower Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt zu verbessern.“

Der Monitoringbericht wurde in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie erstellt. Er gibt den quantitativen Rahmen für Schulbaumaßnahmen vor, stellt gegenwärtige und künftige Schulplatzbedarfe dar und benennt Planungserfordernisse für die Schulentwicklungsplanung im Bezirk Pankow.

Weitere Informationen:

Bezirkliche Schulentwicklungsplanung


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m/s