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Weltbevölkerungstag 2020: 7,8 Milliarden Menschen leben auf dem Planet Erde

Migration in Burkina Faso

Heute ist Weltbevölkerungstag. Knapp 7,8 Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde. Die meisten in Asien, gefolgt von Afrika und den anderen Erdteilen.
Wenn man die gesamte Bevölkerung auf ein Dorf mit 100 Einwohnern reduzieren würde, lebten im Jahr 2019 59 Menschen in Asien, 17 in Afrika, zehn in Europa, acht in Lateinamerika, fünf in Nordamerika und einer in Ozeanien. Im Durchschnitt bekam jede Frau 2,4 Kinder.

Für eine nachhaltige Entwicklung müsste die durchschnittliche Zahl der Kinder künftig auf 2,3 sinken. Vor allem in Afrika liegt jedoch die durchschnittliche Kinderzahl in einigen Regionen bei 4,4.

Die DSW fördert deshalb Armutsbekämpfung, Gesundheitsaufklärung, Sexualaufklärung, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung als Strategie zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und selbstbestimmten Senkung der Geburtenzahlen.

Die Infografiken der Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) prognostizieren einen weiteren Anstieg der Bevölkerungszahl, die zwischen 9,4 Milliarden und 13,7 Milliarden Menschen im Jahr 2100 liegt.

Auf der Weltbevölkerungsuhr der Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) kann man in Echtzeit, also quasi sekundendengenau ablesen, wieviele Menschen gerade auf der Welt leben und wie viele neu geboren werden.

UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2020

Der aktuelle UNFPA-Weltbevölkerungsbericht trägt den Titel „Gegen meinen Willen – Praktiken beenden, die Frauen und Mädchen schaden und Gleichstellung verhindern.“

In dem Bericht wird aufgezeigt, dass es möglich ist, Frühverheiratungen und weibliche Genitalverstümmelung innerhalb von zehn Jahren zu beenden. Um dieses Ziel erreichen zu können, fordert der Bericht unter anderem, dass Programme gefördert werden müssen, die Mädchen darin unterstützen, Schulen bis zum Abschluss zu besuchen statt früh verheiratet zu werden. So werden die Chancen von Mädchen erhöht, als Erwachsene ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Der Bericht zeigt auch, dass die Aufklärung von Männern und Jungen über schädliche Praktiken ein enormes Wirkungspotenzial entfalten kann. Um Frühverheiratungen und weibliche Genitalverstümmelung bis 2030 zu beenden, sind Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr notwendig. 84 Millionen Mädchen könnten so geschützt werden.

Die gute Nachricht des Tages: Der Sudan hat die Genitalverstümmelung unter Strafe gestellt. Akteure müssen mit bis zu drei Jahren Haft rechnen. Medizinische Einrichtungen können sogar bei Verstößen geschlossen werden.
Aktuelle Bedenken wachsen jedoch angesichts der Covid-19-Krise. Rückschritte infolge der Ausgangsbeschränkungen werden befürchtet, weil Mädchen nicht zur Schule gehen, und zu Hause bleiben und so in Gefahr geraten, Opfer schädlicher Praktiken zu werden.

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, sagte bei der Präsentation des UNFPA-Berichts am 29.Juni 2020 in Berlin:
„Schädliche Praktiken, wie zum Beispiel weibliche Genitalverstümmelung, Frühverheiratungen oder geschlechtsspezifische Schwangerschaftsabbrüche, sind der Ausdruck davon, dass Mädchen und Frauen nicht frei über ihre Körper und ihr Leben entscheiden können. Es ist unerlässlich, dass insbesondere in den betroffenen Ländern offen über die Auswirkungen von schädlichen Praktiken gesprochen wird und Aufklärung stattfindet. Nur wenn der Mantel des Schweigens durchbrochen wird, können patriarchalische Strukturen aufgebrochen werden. Auch wir Männer müssen den grausamen Menschenrechtsverletzungen die Stirn bieten. Viele Jungen und Männer stellen sich bereits gegen schädliche Praktiken, wenn sie die Folgen kennen. Wir müssen hier weitermachen und den Dialog fördern!“

It took 200,000 years for our human population to reach 1 billion—and only 200 years to reach 7 billion. But growth has begun slowing, as women have fewer babies on average. When will our global population peak? And how can we minimize our impact on Earth’s resources, even as we approach 11 billion? (American Museum of Natural History, youtube)

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a/m