Donnerstag, 20. September 2018
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Wie die Stasi Ostdeutschland bis heute prägt

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Ökonomen des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) haben erstmals erforscht, welchen Einfluss die Spitzeleien auf die ostdeutsche Wirtschaft und Gesellschaft in der Bundesrepublik haben. Die Ergebnisse fördern zutage, wie stark das Ministerium für Staatssicherheit Ostdeutschland bis heute prägt.

Fazit: „In Regionen, wo früher viele Spitzel schnüffelten, ist die Wirtschaft schwächer und der Bevölkerungsschwund größer.“

Der Hinweis auf die Studie erschien heute bei WELTonline. Der Autor Martin Greive hat dazu interessante Details publiziert. So haben die Forscher herausgefunden, dass:

„Bis zu 40 Prozent des ostdeutschen Bevölkerungsrückgangs lassen sich dadurch erklären, dass Menschen aus Gegenden weggezogen sind, in denen besonders viel spioniert wurde“, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Und diese ersten Abwanderungen könnten einen Teufelskreis ausgelöst haben. So könnte die Ende der 90er-Jahre einsetzende zweite Abwanderungswelle, bei der besonders viele junge, gut ausgebildete Ostdeutsche in den Westen gingen, eine Folge der ersten gewesen sein.“

„Es spricht einiges dafür, dass die Spionage einer der Treiber des starken Bevölkerungsverlustes Ostdeutschlands ist“, sagt Prof. Dr. Sebastian Siegloch, Juniorprofessur für Wirtschaftspolitik und Politische Ökonomie an der Universität Mannheim.

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m/s
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