Montag, 01. Juni 2026
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Das Grundgesetz – verständlich für alle

DZHW in Hannover

Ein Citizen-Science-Projekt an der Leibniz Universität Hannover macht das Grundgesetz für alle besser verständlich und nutzbar. Bürgerinnen und Bürger können ihre Gedanken zum Grundgesetzkommentar noch bis Jahresende einbringen. Statt Loseblattsammlungen mit Ringordner und Dünndruckpapier gibt es das Projekt OZUG: Offener Zugang zum Grundgesetz.

Kein Gesetz ohne Kommentar – zu den wichtigen Gesetzestexten der Bundesrepublik Deutschland gibt es ausführliche Facherklärungen. Doch was für Juristinnen und Juristen zum normalen Arbeitsalltag gehört, ist für den Laien oft ein schwer verständlicher Text.

Ein Citizen-Science-Projekt an der Leibniz Universität Hannover (LUH) möchte das jetzt ändern. Im Projekt OZUG (Offener Zugang zum Grundgesetz) entsteht der erste frei zugängliche und offen lizenzierte Grundgesetzkommentar der Bundesrepublik, der sich nicht nur als Kommentar für Wissenschaft und Praxis versteht, sondern das juristische Wissen zum Grundgesetz auch stärker in die Gesellschaft tragen möchte.

Auf der Plattform www.oa-kommentar.de soll sich künftig jeder über das Grundgesetz, den wichtigsten Gesetzestext Deutschlands, informieren können, sagt Projektleiter und Mitinitiator Prof. Dr. Nikolas Eisentraut, Inhaber der Juniorprofessur für Öffentliches Recht, einer gemeinsamen Professur der LUH und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Im Projekt erstellen Expertinnen und Experten zunächst einen neuen Grundgesetzkommentar, der erstmals im Open Access, also frei zugänglich und offen lizenziert, veröffentlicht wird. Der Kommentar erklärt, wie die Gerichte und die Rechtswissenschaft die einzelnen Artikel des Grundgesetzes verstehen bzw. auslegen.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben bis August 2026 mit rund 290.000 Euro. Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, sich zu beteiligen.


Public Media – Gleiche Rechte, gleiche Information für Demokratie, Inklusion & Offene Gesellschaft


Kommentar:
Wie kann man das Vertrauen in das Grundgesetz und in den Rechtsstaat auf die Spitze treiben? Kann man neue digitale und mediale Bürgerrechte entwickeln? — Muss Deutschland „rechtskonform“ und sorgsam „transnormiert“ und in neue digitale und intelligent kommunizierende Technologien übertragen werden? — Kann man mit Ockham´s Law das überwältigende Hanlon´s Law und den Populismus bekämpfen? – Wie kann das Bockenförde-Dilemma überwunden werden – das den Staat an freiheitlichen Reformen hindert?  — Diese Fragen harren noch konstruktiver Lösungskonzepte! — Citizen Science und Journalismus können bei Lösungssuche und „Public Open Innovations“ mitwirken!

Zwei neue mediale Stadtrechte sind schon gesichert:

  • Künstler & Autoren (w/d/m) dürfen persönlich kostenfrei Ankündigungen publizieren. Voraussetzung ist der persönliche Kontakt zur Redaktion.
  • Mit Beginn des Pride Month 2026 gibt es das gleiche Recht für Queers in Berlin*

Dabei wird an die Phase der Entstehung der Stadtrechte in Mitteleuropa erinnert, in der sog. „Gerechtsame“ als Erlaubnisse eingeführt wurden. Die Einführung neuer medialer-digitaler Rechte wird zu einem Kernthema der Zivilisation, wenn es einen geordneten Umgang im „Künstlicher Intelligenz“ und der neuen technischen Gattung der menschenähnlichen „KI-Humanoids“ geben soll.

*) Kreative humane Stadtbürgerschaft ( Creative human Citizenship) wird berlinweit unterstützt.

a/m