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DEVK: Besser kein Moped-Auto fahren

Micro Car - Foto: © DEVK/AdobeStock, Fotograf: AdobeStock/pixarno

Micro Cars, die Mini-Fahrzeuge, die wie kleine Pkws aussehen, sind eigentlich Mopeds.
Jugendliche und insbesondere Teenager lieben diese Leichtmobile besonders gern.
2021 waren schon 32.800 Fahrzeuge dieser Klasse auf Deutschlands Straßen unterwegs. Moped-Autos brauchen nur ein Versicherungskennzeichen, um am Verkehr teilzunehmen.

Der DEVK-Experte Alexander Erpenbach rät jedoch vom Gebrauch dieser Fahrzeuge ab. Die Mopeds auf vier Rädern der Klasse L6e erfüllen nicht die notwendigen Sicherheitsanforderungen.

Beim Crashtest durchgefallen

Die überdachten Mopeds wiegen höchstens 425 kg und fahren maximal 45 km/h.
Es gibt keine gesetzlichen Sicherheitsanforderungen wie bei Pkw.
Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer erklärt:

„Micro Cars haben wir vor Jahren mal im Crashtest angesehen. Die Ergebnisse waren nicht so, dass man diese Fahrzeuge guten Gewissens empfehlen könnte. Es ist einfach so, dass mit den geringen Gewichten die Sicherheit von normalen Pkw nicht herstellbar ist.“

Zwar sind Leichtfahrzeuge langsam unterwegs, beim Zusammenstoß zählt jedoch auch das Gewicht und die Geschwindigkeit des Unfallgegners.

Fahrräder und E-Scooter sind sicherer

Alternative für Teenager sieht Erpenbach in Fahrrädern und E-Scootern. E-Scooter dürfen in Deutschland nur 20 km/h fahren und den Radweg nutzen. Dort sind die Jugendlichen mehr geschützt als auf der Fahrbahn zwischen Pkws, SUVs und Lkws. E-Scooter dürfen schon ab 14 Jahren genutzt werden und ein Führerschein ist nicht nötig. Auch Elektro-Tretroller und Räder sind eine erwägenswerte Alternative zu Micro Cars bei Jugendlichen.

Weitere Informationen:

devk.de

m/s