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Kamille gegen Erkältungssymptome und Wintergrippe

Kamille - ein altbewährtes Heilmittel

Selten waren so viele Menschen gleichzeitig krank, wie in diesem Dezember. Erkältungen, Grippe, Corona und RSV-Viren füllen die Medizinkolumnen und Ratgeberseiten. In den Apotheken werden die Medikament knapp, oder sind nur auf Vorbestellung zu bekommen.

Es ist offenbar notwendig, sich auf alte Hausmittel und Heilmittel zu besinnen, und sich ihre Wirkungen neu zu vergegenwärtigen.

Kamille ein altbekanntes und bewährtes „Allheilmittel“

Kamille ( Matricaria chamomilla L.) ist eine alte Heilpflanze, die sich innerlich und äußerlich anwenden lässt. Auch zum Inhalieren kann Kamille genutzt werden, denn Kamillendampf lindert viele Erkältungsbeschwerden. Hauptwirkstoff sind ätherische Öle:

  • das Alpha-Bisabolol ( (−)-α-Bisabolol ) ist ein Hauptbestandteil des Kamillenöls.
  • Matricin, ein rarer Wirkstoff der Einzelblüten, der unter Wasserdampf zur entzündungshemmenden Chamazulencarbonsäure und Chamazulen wird.
  • dazu kommen Flavonoide (unter anderem Apigenin) und Cumarine, pflanzliche Säuren und Polysaccharide.

Beide Hauptwirkstoffe machen Kamillentee und Kamillendampf zu klassischen Helfern in der Erkältungszeit, denn Alpha-Bisabolol und Matricin wirken in Kombination mit Wasserdampf gegen verstopfte Nasennebenhöhlen. Auch Hals- und Kopfschmerzen können schon bei einer rund 10-minütigen Inhalation fühlbar gelindert werden. Die heilenden Kamillenöle erreichen auch die Bronchien und dämpfen dort die Bildung neuer Entzündungsbotenstoffe.
Kamille wirkt krampflösend, antibakteriell, reizmildernd und hilft sogar gegen Blähungen. Mit ihrem ätherischen Ölen und Flavonoiden sind Kamillenblüten gut für die Schleimhäute und den gesamten Verdauungstrakt.

Beruhigende Wirkung von Kamille

Die Inhaltsstoffe der Kamille wirken auch auf die gleichen Gehirnregionen und das Nervensystem wie angstlösende Medikamente. Kamille kann daher als Heilpflanze bei Nervosität und Schlaflosigkeit eine beruhigende Wirkung entfalten.

Vielseitiger Kamillentee

Kamillentee, der aus den zarten Blüten hergestellt wird, ist sehr vielseitig bewährt: bei Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Magenschleimhaut-Entzündungen oder Magengeschwüren. Beruhigend wirkt Kamillentee auch bei Blähungen, Bauchkrämpfen oder Durchfall beruhigt und lindert alle Beschwerden. Die Wirkstoffe Alpha-Bisabolol und Matricin werden ganz vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen und teilweise wieder über die Nieren ausgeschieden.

In der Heilkunde wird Kamille auch zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Verdünnte Kamille-Tinkturen lindern auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum, helfen bei Aphten und Zahnfleischentzündungen. Zudem wirkt Kamille beruhigend auf die Psyche und wird deshalb oft auch als Nahrungsergänzungsmittel angewendet.

Kaum Nebenwirkungen

Kamillentee, die Inhalation von Kamillendampf, und Anwendungen mit Kamillenpulver haben kaum Nebenwirkungen. Nur wer allergisch gegen Korbblütengewächse ist, muss vorsichtig sein, um Hautreizungen und vereinzelt Juckreiz in den Augen zu vermeiden. — Kamillentee und Kamillenblüten sollten daher in keiner Hausapotheke fehlen.

m/s